Sous-Vide-Garen: Schonend kochen mit perfektem Ergebnis
Sous-Vide-Garen ist längst kein reines Profi-Thema mehr. Immer mehr Hobbyköchinnen und Hobbyköche entdecken diese besondere Garmethode für sich. Doch was steckt eigentlich dahinter – und warum schwören so viele auf diese Technik? In diesem Artikel erfahren Sie, was Sous Vide garen bedeutet, wie es funktioniert und warum es gerade bei Fleisch und Fisch beeindruckende Ergebnisse liefert.
In diesem Video werden u.a. folgende Fragen beantwortet:
- Was bedeutet Sous Vide garen eigentlich?
- Warum wird Fleisch beim Sous-Vide-Garen besonders zart?
- Braucht man zwingend einen Dampfgarer oder reicht ein Vakuumiergerät?
- Warum wird das Fleisch nach dem Sous-Vide-Garen noch angebraten?
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Was bedeutet Sous Vide garen?
Der Begriff „Sous Vide“ stammt aus dem Französischen und heißt übersetzt „unter Vakuum“. Beim Sous-Vide-Garen werden Lebensmittel luftdicht verpackt und anschließend bei niedriger, exakt kontrollierter Temperatur über einen längeren Zeitraum gegart. Anders als bei klassischen Methoden wird das Gargut nicht großer Hitze ausgesetzt, sondern langsam und gleichmäßig erwärmt.
Das Ergebnis ist ein sehr präziser Gargrad. Das Fleisch ist von außen bis innen gleichmäßig gegart und bleibt besonders saftig, da kaum Flüssigkeit verloren geht.
Warum ist Sous Vide besonders schonend?
Sous Vide arbeitet mit vergleichsweise niedrigen Temperaturen, meist zwischen 55 und 65 Grad. Dadurch verändern sich Struktur und Eiweiße im Lebensmittel deutlich langsamer als beim Braten oder Grillen. Fleisch trocknet nicht aus, Fisch bleibt zart und auch empfindliche Zutaten behalten ihren Eigengeschmack.
Gerade bei hochwertigen Produkten wie Rinderfilet oder Entenbrust zeigt sich der Vorteil dieser Methode sehr deutlich. Selbst bei längeren Garzeiten wird das Ergebnis nicht schlechter, sondern bleibt konstant auf dem gewünschten Niveau.
Vakuumieren als entscheidender Vorbereitungsschritt
Damit Sous Vide funktioniert, müssen die Lebensmittel vor dem Garen vakuumiert werden. Das geschieht entweder mit einem externen Vakuumiergerät oder besonders komfortabel mit einer Vakuumierschublade. Wichtig ist, dass der Beutel sauber verschweißt ist und keine Luft mehr enthält.
Gewürzt wird meist sehr zurückhaltend. Oft reichen Salz, Kräuter oder ein leichtes Aroma wie Zitrusschale oder Gewürze. Da alles im Beutel bleibt, intensivieren sich die Aromen während des Garens ganz von selbst.
Garen im Dampfgarer oder Wasserbad
Sous Vide kann sowohl im Wasserbad als auch im Dampfgarer durchgeführt werden. Moderne Dampfgarer verfügen häufig über spezielle Sous-Vide-Programme, bei älteren Geräten lässt sich die Funktion über manuelle Temperatureinstellungen ebenfalls nutzen.
Entscheidend ist dabei nicht die exakte Garzeit, sondern die Temperatur. Ein Rinderfilet gelingt beispielsweise bei etwa 56 bis 62 Grad perfekt medium. Ob das Fleisch zwei, drei oder sogar fünf Stunden gart, spielt für den Gargrad kaum eine Rolle.
Röstaromen erst ganz zum Schluss
Nach dem Sous-Vide-Garen ist das Fleisch perfekt gegart, hat aber noch keine Bräune. Die gewünschten Röstaromen entstehen erst im letzten Schritt. Dafür wird das Fleisch sehr kurz in einer heißen Pfanne oder auf dem Grill angebraten.
Wenige Sekunden pro Seite genügen, um eine schöne Kruste zu erzeugen, ohne den zuvor erreichten Gargrad im Inneren zu verändern.
Fazit
Sous Vide garen ist ideal für alle, die gleichmäßige Ergebnisse, saftiges Fleisch und planbares Kochen schätzen. Mit etwas Vorbereitung und der richtigen Technik lassen sich Gerichte auf den Punkt zubereiten, ganz ohne Stress. Besonders für Gäste oder besondere Anlässe bietet Sous Vide eine entspannte Möglichkeit, hohe Qualität zuverlässig auf den Teller zu bringen.


