Küchenfronten austauschen: Wann es sich lohnt, welche Materialien 2026 überzeugen und wie Sie dabei nichts falsch machen

Küchenfronten austauschen bedeutet: Die sichtbaren Türen und Schubladenblenden einer bestehenden Einbauküche werden durch neue ersetzt, während die Korpusse, Arbeitsplatte und Elektrogeräte erhalten bleiben. Das klingt nach einem einfachen Upgrade — doch ob es wirklich die richtige Entscheidung ist, hängt von Zustand, Maßen, Materialwahl und Montagekompetenz ab. In diesem Artikel beantworten wir alle Fragen, die unsere Kunden zu diesem Thema stellen, und zeigen Ihnen, worauf es 2026 wirklich ankommt.

Kurzübersicht: Küchenfronten austauschen lohnt sich dann, wenn die Korpusse noch stabil und funktional sind, aber die Oberflächen optisch veraltet wirken. Die Materialwahl — von Lackfront über Echtholzfurnier bis Glas — beeinflusst Pflegeaufwand, Haltbarkeit und Preis erheblich. Professionelles Aufmaß und fachgerechte Montage sind entscheidend für ein sauberes Ergebnis.

Wann lohnt es sich wirklich, Küchenfronten auszutauschen?

Die Entscheidung für einen Frontentausch beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. In unserer täglichen Beratung erleben wir, dass viele Kunden diese Frage zu emotional angehen — sie hängen an der alten Küche oder unterschätzen umgekehrt deren tatsächlichen Restwert.

Ein Frontenwechsel lohnt sich, wenn die Innenstruktur der Küche intakt ist: gerade Korpusse ohne Risse oder Schimmel, funktionierende Vollauszüge bei Schubladen, einwandfreie Scharniere und keine Wasserschäden im Sockelbereich. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können Sie mit einem Bruchteil der Kosten einer Komplettküche eine optisch vollständig neue Küche erhalten.

Nicht sinnvoll ist der Frontentausch hingegen, wenn die Korpusse Feuchtigkeitsschäden aufweisen, wenn sich Schubladen nicht mehr ordentlich schließen, wenn Sondermaße die Frontfertigung unverhältnismäßig teuer machen oder wenn die Küchenkonfiguration ohnehin nicht mehr zum Raumkonzept passt. In solchen Fällen empfehlen wir eine vollständige Neuplanung — häufig zu überschaubaren Mehrkosten, aber mit langfristig besserer Lösung.

Kurzantwort: Küchenfronten austauschen lohnt sich, wenn Korpusse, Schubladen und Scharniere noch einwandfrei funktionieren und lediglich die Oberflächen optisch veraltet wirken. Bei Schimmel, Wasserschäden oder funktionellen Mängeln ist eine Neuküchenplanung oft wirtschaftlicher.

Typische Signale, dass ein Frontentausch die richtige Wahl ist

  • Die Fronten sind verfärbt, zerkratzt oder die Folie löst sich ab
  • Die Küche ist weniger als 15 Jahre alt und die Grundstruktur ist solide
  • Arbeitsplatte, Geräte und Grundriss entsprechen noch Ihren Anforderungen
  • Die Küche soll optisch einem neuen Wohnkonzept oder einem Umzug angepasst werden
  • Das Budget für eine Vollküche ist aktuell nicht vorhanden, aber die Küche soll aufgewertet werden

Wann ist eine Kompletterneuerung sinnvoller?

Unsere Kunden fragen uns häufig, ob der Frontentausch immer die günstigere Alternative ist. Die Antwort überrascht sie: Nicht immer. Wenn Sie gleichzeitig den Grundriss optimieren, eine neue Arbeitsplatte wünschen oder moderne Elektrogeräte integrieren wollen, übersteigen die Einzelkosten schnell den Preis einer durchgeplanten Einbauküche mit optimiertem Stauraum und aktueller Ausstattung.

Wir empfehlen in der Beratung deshalb, beide Varianten ehrlich gegenüberzustellen — inklusive der versteckten Kosten wie neue Scharniere, Griffe, Sockelleisten und Montagestunden, die beim Frontentausch hinzukommen können.

Küchenfronten austauschen: Diese Materialien überzeugen 2026

Die Materialwahl ist der wichtigste und gleichzeitig am häufigsten unterschätzte Schritt beim Küchenfronten austauschen. Jedes Material hat ein eigenes Pflegeprofil, eine spezifische Klimastabilität und unterschiedliche Anforderungen an Kantenbearbeitung und Scharnierbohrungen.

Material Optik Pflegeaufwand Klimastabilität Preisstufe
Lackfront (matt) zeitlos, puristisch mittel (Fingerabdrücke sichtbar) sehr gut mittel bis hoch
Lackfront (Hochglanz) repräsentativ, modern hoch (Fingerabdrücke sehr sichtbar) gut mittel bis hoch
Echtholzfurnier natürlich, warm, einzigartig mittel mittel (feuchtigkeitsempfindlich) hoch
Melamin / Dekorfolie vielfältig, robust wirkend gering sehr gut gering bis mittel
Glasfront (rückseitig lackiert) edel, hygienefreundlich gering (leicht abwischbar) sehr gut hoch
Kunststofffront (ABS-Kante) funktional, solide gering sehr gut gering

Lackfronten: Der Klassiker mit neuer Stärke

Lackfronten — ob in Acryllack aufgetragen oder als MDF-Grundkörper mit Decklack — sind das meistgewählte Material, wenn Kunden Küchenfronten austauschen. Mattelackierungen in Farben wie Warm-Greige, Anthrazit oder Salbeigrün dominieren die Küchentrends 2026. Die Oberfläche ist kratzfester als Hochglanz, gibt aber Fingerabdrücke weniger leicht preis als noch vor wenigen Jahren dank verbesserter Soft-Touch-Versiegelungen.

Wichtig zu wissen: Die Kantenausführung entscheidet maßgeblich über die Langlebigkeit. Laserkantenbearbeitung sorgt für eine nahezu nahtlose Verbindung zwischen Frontfläche und Kante — eine Investition, die sich über Jahre auszahlt.

Echtholzfurnier: Wärme und Einzigartigkeit

Echtholzfurnierte Fronten haben in Eiche, Nussbaum oder Esche eine einzigartige Maserung, die kein Dekor vollständig reproduzieren kann. Jede Front ist ein Unikat. Allerdings reagieren Holzoberflächen auf Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen — direkte Dampfquellen, etwa über einem Kochfeld, können zu Wölbungen führen. Eine geölte oder gewachste Oberfläche erfordert regelmäßige Pflege, während eine versiegelte Lackoberfläche auf Holz wartungsärmer ist, aber das natürliche Holzgefühl reduziert.

Melamin und Dekorfolie: Unterschätzte Allrounder

Strukturierte Melaminfronten, die Beton, Leinen oder geschliffenen Stein imitieren, sind 2026 besonders in offenen Wohnküchen gefragt. Sie sind dimensionsstabil, feuchtigkeitsresistenter als Holz und mit korrekter Kantenbearbeitung kaum von hochwertigen Lackoberflächen zu unterscheiden. Die Folienkaschierung auf einem MDF- oder Spanplattenträger muss jedoch sorgfältig verarbeitet sein — billige Folie löst sich besonders im Bereich von Scharnierbohrungen und Grifflöchern ab.

Glasfronten: Der Geheimtipp für Puristen

Rückseitig lackierte Glasfronten — häufig aus Einscheibensicherheitsglas (ESG) oder Verbundglas gefertigt — sind flächenbündig, hygienisch und mit einem feuchten Lappen blitzblank zu wischen. Sie eignen sich besonders für Oberschränke in offenen Wohnküchen. Die Frontstärken liegen typischerweise zwischen 4 und 8 mm Glasdicke, kombiniert mit einem Trägerrahmen. Da Glas deutlich schwerer ist als MDF, müssen Scharniere und Wandbefestigung entsprechend ausgelegt sein.

Kurzantwort: Die beliebtesten Materialien beim Küchenfronten austauschen 2026 sind matte Lackfronten in Erdtönen, Echtholzfurnier in Eiche und strukturierte Melaminfronten. Glasfronten gewinnen in offenen Wohnküchen an Bedeutung. Die Materialwahl sollte immer Pflegeaufwand, Klimabedingungen vor Ort und Budget berücksichtigen.

Das richtige Aufmaß: Warum Millimeter entscheiden

Küchenfronten sind keine Massenware von der Stange. Selbst innerhalb einer Küche können scheinbar identische Schranktüren voneinander abweichen — durch Setzungsprozesse im Gebäude, nachträgliche Umbauten oder Herstellertoleranzen. Wer beim Küchenfronten austauschen auf korrektes Aufmaß verzichtet, riskiert kostspielige Nachbestellungen.

Professionelles Aufmaß bedeutet: Jede Front wird einzeln in Breite und Höhe gemessen, Scharnierbohrungen und Griffbohrungen werden dokumentiert, Spaltmaße (typischerweise 2–3 mm zwischen den Fronten) werden kalkuliert. Bei Hochschränken ab 200 cm Fronthöhe sind Verzugsprüfungen der Türen nach der Lieferung besonders wichtig — ein Verzug von mehr als 1 mm auf 100 cm Länge kann zu sichtbaren Spaltungleichmäßigkeiten führen.

In unserer Beratungspraxis sehen wir regelmäßig Fronten, die aus dem Internet bestellt wurden — mit Maßen, die vom Kunden selbst gemessen wurden. Die häufigsten Fehler: Vergessene Bohrbilder für Scharniere, falsch gemessene Griffmittenabstände oder nicht berücksichtigte Rahmenstärken bei Glastüren. Das Resultat sind Fronten, die nie perfekt schließen oder schlimmstenfalls gar nicht passen.

Kurzantwort: Beim Küchenfronten austauschen ist präzises Aufmaß mit Toleranz von maximal 1–2 mm pro Front entscheidend. Eigenmessungen ohne Fachkenntnis führen häufig zu Maßabweichungen bei Scharnierbohrungen und Griffmittenabständen, die eine Montage unmöglich oder optisch unbefriedigend machen.

Schritt für Schritt: Küchenfronten austauschen

Damit das Projekt reibungslos verläuft, empfehlen wir einen strukturierten Ablauf — von der Bestandsaufnahme bis zur Abnahme. Die folgende Übersicht zeigt, wie wir den Prozess bei Lieblingsküchen mit unseren Kunden durchgehen:

✓ Checkliste: Küchenfronten austauschen — 7 Schritte zum Erfolg

  1. Bestandsaufnahme: Zustand von Korpussen, Scharnieren und Schubladen prüfen
  2. Materialwahl: Muster im eigenen Licht beurteilen, Pflegeanforderungen realistisch einschätzen
  3. Aufmaß: Jede Front einzeln messen, Bohrbilder dokumentieren
  4. Angebot prüfen: Materialstärke, Kantenausführung, Montage und Lieferzeit im Angebot vergleichen
  5. Lieferung kontrollieren: Fronten sofort auf Schäden prüfen, stehend lagern
  6. Fachgerechte Montage: Durch qualifiziertes Montageteam mit Scharnierjustierung und Spaltmaßeinstellung
  7. Abnahme: Spaltmaße, Schließverhalten und Griffausrichtung dokumentieren

Küchenfronten austauschen: Kosten realistisch einschätzen

Die Kostenfrage ist berechtigt — und sie verdient eine ehrliche Antwort, nicht eine pauschale Zahl. Bei Küchenfronten austauschen setzen sich die Gesamtkosten aus mehreren Komponenten zusammen, die je nach Küchengröße, Materialgüte und Montagekomplexität erheblich variieren.

Einfache Melaminfronten in Standardmaßen beginnen bei ca. 30–80 Euro pro Stück. Hochwertige matte Lackfronten bewegen sich je nach Qualitätsstufe und Hersteller zwischen 80 und 300 Euro pro Front. Echtholzfurnier und Sonderlösungen wie Glas oder großformatige Hochfronten können erheblich teurer sein. Bei einer durchschnittlichen Küche mit 15–20 Fronten kommen so Material- und Fertigungskosten zwischen 1.000 und 5.000 Euro zusammen — ohne Montageleistung.

Hinzu kommen Montagekosten (in der Regel nach Stunden oder pauschal je nach Aufwand), gegebenenfalls neue Topfscharniere, neue Griffe oder Griffleisten sowie etwaige Anpassungsarbeiten an Korpussen. Ein vollständig transparentes Angebot sollte alle diese Posten separat ausweisen — wir tun das standardmäßig. Denn wie wir unseren Kunden immer erklären: teure Fehler beim Küchenkauf entstehen häufig durch unvollständige Angebote, nicht durch zu hohe Einzelpreise.

Kurzantwort: Die Kosten für einen Küchenfrontentausch variieren stark: Melamin ab ca. 30 €/Front, hochwertige Lackfronten bis 300 €/Front. Bei einer Durchschnittsküche mit 15–20 Fronten sind Gesamtkosten von 1.500 bis 6.000 € realistisch — abhängig von Material, Maßen und Montageleistung.

Ist der Frontentausch günstiger als eine neue Küche?

Nicht automatisch. Der Frontenwechsel ist dann günstiger, wenn Geräte, Arbeitsplatte und Grundriss bleiben können. Sobald auch nur die Arbeitsplatte erneuert werden soll, steigen die Kosten erheblich. Bei einer gleichzeitigen Neuplanung des Grundrisses — etwa um mehr Stauraum zu schaffen oder einen Kücheninselbau zu integrieren — ist eine Komplettküche wirtschaftlich oft die bessere Entscheidung. Wir analysieren das gerne gemeinsam mit Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Welche versteckten Kosten kommen beim Frontentausch dazu?

Zu den häufig unterschätzten Kostenpunkten gehören: neue Topfscharniere (ca. 3–8 Euro pro Scharnier, bei 2–4 Scharnieren pro Tür), neue Griffe oder Griffleisten, Demontage und Entsorgung alter Fronten sowie Anpassungsarbeiten an Sockel- oder Lichtleisten. Wenn Fronten von einem anderen Hersteller stammen als die Korpusse, können Bohrbildanpassungen hinzukommen. All das muss kalkuliert sein, bevor Sie einen Auftrag erteilen.

Griffe und Beschläge: Der unterschätzte Designfaktor

Wer Küchenfronten austauscht und dabei die Griffe außer Acht lässt, verschenkt Gestaltungspotenzial. Der Griff ist das Element, das man täglich mehrfach anfasst — er prägt Haptik, Ergonomie und visuellen Auftritt entscheidend mit.

Grifflose Fronten mit Griffmulde oder Push-to-open-Mechanismus sind besonders in puristischen Küchen gefragt — in offenen Wohnbereichen, wo die Küche nahtlos ins Wohnzimmer übergeht, wirken sie besonders harmonisch. Stabgriffe aus eloxiertem Aluminium oder gebürstetem Edelstahl dominieren die klassischeren Küchenstile. In 2026 sehen wir vermehrt matte Schwarzmetallgriffe in schlanker Bauform — als bewusstes Designstatement auf hellen Frontfarben.

Bei Schubladen mit Vollauszug ist darauf zu achten, dass neue Griffe mit dem Bohrbild kompatibel sind. Standardmaße für den Griffmittenabstand sind 96, 128 und 160 mm — diese lassen sich in der Regel ohne neue Bohrungen übernehmen. Sondermaße oder designer Griffe können Anpassungsbohrungen erfordern.

Küchentrends 2026: Welche Frontfarben und Oberflächen sind aktuell?

Die Küchentrends 2026 zeigen eine klare Bewegung weg von rein weißen, sterilen Küchen hin zu wärmeren, materialbetonten Oberflächen. Erdtöne wie Lehmbeige, Schiefergrau, Terrakotta und warme Olivtöne setzen sich gegen das kühle Grau der Vorjahre durch. Zweifarbige Konzepte — ein dunkler Unterwagen kombiniert mit einem helleren oder naturbelassenen Oberschrank — sind dabei besonders beliebt.

Materialkontraste sind ein weiteres prägendes Element: Matte Lackfronten kombiniert mit einer Keramikarbeitsplatte oder einem Echtholzregal wirken lebendig ohne überladen zu sein. Wer die Auswahl des richtigen Arbeitsplattenmaterials noch vor sich hat, sollte diese Entscheidung unbedingt parallel zur Frontenwahl treffen — beide Materialien müssen optisch und funktional zusammenpassen.

Strukturoberflächen — von feiner Holzmaserung bis grober Leinenstruktur — erleben 2026 ein starkes Revival in der gehobenen Küchengestaltung. Diese Oberflächen verzeihen Mikrokratzer besser als glatte Hochglanzflächen und geben der Küche Tiefe und Lebendigkeit.

Kurzantwort: Die Küchentrends 2026 beim Küchenfronten austauschen dominieren Erdtöne (Greige, Olivgrün, Terrakotta), matte Oberflächen mit Soft-Touch-Versiegelung und zweifarbige Konzepte. Strukturfronten in Holz- und Leinen-Optik sind in der Premiumklasse besonders gefragt.

Montage: Warum eigene Teams einen Unterschied machen

Die beste Front nutzt wenig, wenn sie falsch montiert wird. Schranktüren, die schief hängen, Spaltmaße, die ungleichmäßig sind, oder Schubladen, die nach dem Frontentausch klemmen — das sind keine Kleinigkeiten, sondern tägliche Ärgernisse, die die Freude an der aufgewerteten Küche trüben.

Bei Lieblingsküchen arbeiten wir mit eigenen, erfahrenen Montageteams — das ist kein Zufall, sondern Überzeugung. Wenn ein Montagebetrieb sowohl die Planung als auch die Ausführung verantwortet, gibt es keine Schuldzuweisungen zwischen Lieferant und Installateur. Wir stehen vom ersten Aufmaß bis zur Abnahme für das Ergebnis ein.

Was professionelle Montage konkret bedeutet: Scharniere werden nach dem Einbau dreidimensional justiert (hoch/tief, links/rechts, vor/zurück), Spaltmaße werden auf 2 mm Gleichmäßigkeit eingestellt, und alle Schubladen werden nach dem Frontenwechsel auf korrekten Druckpunkt und sauberes Schließen geprüft. Dieser Schritt dauert bei einer mittelgroßen Küche typischerweise 2–4 Stunden — Zeit, die gut investiert ist.

Kann ich Küchenfronten selbst austauschen?

Technisch ja — wenn die neuen Fronten exakt dieselben Scharnierbohrungen haben wie die alten, die Maße stimmen und Sie Erfahrung mit Scharniereinstellung haben. In der Praxis scheitert die DIY-Montage aber häufig am letzten Punkt: Topfscharniere präzise einzustellen erfordert Erfahrung und das richtige Werkzeug. Wir beobachten in Beratungsgesprächen regelmäßig, dass selbstmontierte Fronten nach wenigen Wochen justiert werden müssen — manchmal sogar Schäden entstehen, weil Scharniere überlastet wurden.

Beratung im Studio oder online: Wie wir den Prozess gestalten

Küchenfronten austauschen ist ein Projekt, das Sie nicht alleine durchdenken müssen. In unseren Studios in Rostock — sowohl am Warnowufer als auch in unserem Showroom Küchen am Hopfenmarkt in der Stadtmitte — und in Schwerin begleiten wir Sie durch alle 9 Schritte unseres bewährten Beratungsprozesses: Von der ersten Bedarfsermittlung über die Inspiration bis zur Abnahme nach der Montage.

Wer nicht persönlich zu uns kommen kann oder möchte, hat die Möglichkeit, eine Online-Beratung zu buchen. Dabei gehen wir gemeinsam Fotos Ihrer bestehenden Küche durch, besprechen Materialoptionen und klären, ob ein Frontentausch oder eine Komplettplanung die sinnvollere Lösung ist. Über unsere Partnerstudios sind wir zudem bundesweit für Sie erreichbar.

Eine Frage, die uns häufig gestellt wird: „Können Sie auch nur die Fronten liefern, ohne Montage?“ — Ja, das ist möglich. Aber wir empfehlen es nicht, ohne Rücksprache gehalten zu haben. Zu viele Variablen entscheiden darüber, ob das Ergebnis wirklich überzeugend wird. Unsere ehrliche Empfehlung: Nutzen Sie zumindest das kostenfreie Erstgespräch, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Häufig gestellte Fragen zum Küchenfronten austauschen

Wie lange dauert der Austausch von Küchenfronten?

Die reine Montage dauert bei einer mittelgroßen Küche mit 15–20 Fronten in der Regel 4–8 Stunden — also ein halber bis ganzer Arbeitstag. Die Lieferzeit für gefertigte Fronten beträgt je nach Hersteller und Materialwahl typischerweise 3–8 Wochen. Sonderfarben oder außergewöhnliche Materialien können länger dauern. Planen Sie das Projekt deshalb nicht kurzfristig — insbesondere wenn Sie einen bestimmten Fertigstellungstermin im Blick haben.

Welche Scharniere brauche ich beim Küchenfronten austauschen?

Das hängt vom Gewicht der neuen Front, der Öffnungsrichtung und dem Hersteller der Korpusse ab. Standardmäßig werden Topfscharniere mit 35 mm Topfdurchmesser verwendet — das ist der weitverbreitete Industriestandard. Schwerere Fronten wie Glas oder größere Hochfronten benötigen Scharniere mit höherem Traggewicht. Wenn die alten Scharniere ausgetauscht werden, empfehlen wir grundsätzlich Soft-Close-Scharniere — der sanfte Schließmechanismus schont Fronten und Korpusse langfristig erheblich.

Kann ich die Frontfarbe ohne Frontentausch verändern?

In eingeschränktem Maß ja: Lackieren oder folieren ist technisch möglich. Professionelle Küchenlackierung direkt vor Ort liefert bei sorgfältiger Vorbereitung gute Ergebnisse, ist aber zeitintensiv und anfälliger als werksseitig gefertigte Fronten. Das Selbstbeschichten mit Folie ist eine kostengünstige DIY-Lösung, hält aber in Feuchtzonen und um Griffbohrungen herum erfahrungsgemäß kürzer als neue Fronten. Wir sehen diese Methoden als temporäre Lösungen, nicht als dauerhaften Ersatz für hochwertige neue Fronten.

Passen Fronten verschiedener Hersteller zu meinen Korpussen?

Grundsätzlich ja — solange das Scharnierbohrmaß und die Frontmaße stimmen. Topfscharniere mit 35 mm Topfdurchmesser sind in der gesamten Branche verbreitet und kompatibel. Problematisch wird es bei herstellerspezifischen Sonderlösungen wie integrierten Griffmulden, bestimmten Dämpfersystemen oder Sonder-Bohrbildern. Im Zweifel reicht ein Foto der alten Front und der Scharniersituation, um Kompatibilität zu beurteilen — das prüfen wir gerne gemeinsam mit Ihnen in der Beratung.

Lohnt sich der Frontentausch auch für Mietküchen?

Das hängt von der Mietvertragssituation und der verbleibenden Mietdauer ab. In vielen Mietverhältnissen ist eine Aufwertung der Küche erlaubt, sofern der ursprüngliche Zustand beim Auszug wiederhergestellt werden kann oder der Vermieter zustimmt. Bei einer geplanten Mietdauer von 5+ Jahren kann ein Frontentausch wirtschaftlich sinnvoll sein — besonders wenn die Küche täglich genutzt wird und Sie mit dem optischen Zustand unzufrieden sind. Wir empfehlen in jedem Fall, vorab die Klärung mit dem Vermieter zu suchen.

Was ist der Unterschied zwischen Frontentausch und Küchenrenovierung?

Beim Frontentausch werden ausschließlich die sichtbaren Türen und Schubladenblenden ersetzt — alles andere bleibt. Eine Küchenrenovierung kann deutlich mehr umfassen: neue Arbeitsplatte, neue Sockelleisten, neue Beleuchtung, neue Geräte oder eine Umgestaltung des Grundrisses. Der Frontentausch ist damit der kleinste und kostengünstigste Eingriff, der dennoch eine enorme optische Wirkung erzielen kann. Wenn Sie gleichzeitig die Arbeitsplatte erneuern oder die Arbeitshöhe optimieren möchten, empfehlen wir eine ganzheitliche Planung.

Lieblingsküchen plant mehr als Küchen

Was viele unserer Kunden nicht wissen: Bei Lieblingsküchen beschränken wir uns nicht auf Einbauküchen. Mit demselben Anspruch an Qualität, Detailplanung und professionelle Montage gestalten wir auch Bäder, Wohnbereiche und Hauswirtschaftsräume. Wer also im Zuge eines Frontentauschs auch den angrenzenden Hauswirtschaftsraum aufwerten möchte, ist bei uns an der richtigen Adresse — aus einer Hand, mit einem einheitlichen Qualitätsanspruch.

Unsere Gründerinnen Claudia Seltmann-Schönfelder und Anne-Wiebke Willsch haben Lieblingsküchen auf einer klaren Überzeugung aufgebaut: Die Küche ist das Herzstück eines Zuhauses — ein Ort, an dem Familien zusammenkommen, Erinnerungen entstehen und Kreativität ausgelebt wird. Dieses Herzstück verdient sorgfältige Planung, ehrliche Beratung und handwerkliche Qualität bei der Ausführung. Das gilt für den großen Küchenneubau genauso wie für den gezielten Frontentausch.


Küchenfronten austauschen — lassen Sie uns gemeinsam schauen, was für Sie stimmt

In unseren Studios in Rostock und Schwerin beraten wir Sie persönlich: ehrlich, kompetent und auf Augenhöhe — von der ersten Idee bis zur fertigen Montage durch unser eigenes Team.

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