Stauraum für die Küche: Alles, was Sie für die optimale Planung wissen müssen
Stauraum für die Küche ist einer der wichtigsten — und am häufigsten unterschätzten — Aspekte jeder Küchenplanung. Gemeint ist damit die gesamte Kapazität an Schränken, Auszügen, Regalen und Inneneinteilungen, die Ihnen erlaubt, Vorräte, Kochgeschirr, Geräte und Utensilien geordnet und griffbereit zu verstauen. Wer diesen Punkt in der Planungsphase vernachlässigt, kämpft in der fertig eingerichteten Küche täglich gegen Unordnung, überfüllte Arbeitsflächen und den frustrierenden Eindruck, es sei nie genug Platz. Die gute Nachricht: Mit professioneller Planung lässt sich aus fast jeder Küchengröße deutlich mehr herausholen, als man zunächst erwartet.
Warum ausreichend Stauraum in der Küche entscheidend ist
Die Küche ist das Herzstück eines jeden Zuhauses — ein Ort, an dem Familien zusammenkommen, Erinnerungen entstehen und Kreativität ausgelebt wird. Doch damit das gelingt, muss die Küche funktionieren. Und Funktion beginnt mit Ordnung. Ordnung beginnt mit ausreichendem, gut organisiertem Stauraum.
In unserer täglichen Beratung erleben wir immer wieder dasselbe Muster: Kunden, die beim Kauf ihrer ersten Küche davon ausgegangen sind, „es wird schon genug Platz geben“. Jahre später berichten sie von überfüllten Schränken, Dingen, die auf der Arbeitsfläche stehen bleiben, weil nirgendwo sonst Platz ist — und dem täglichen Frust, alles umräumen zu müssen, bevor man wirklich kochen kann. Das ist kein Luxusproblem, sondern ein Planungsproblem.
Eine professionell geplante Küche denkt Stauraum von Anfang an mit: als integralen Bestandteil von Ergonomie, Workflow und Ästhetik. Das unterscheidet ein durchdachtes Küchenstudio-Konzept von einer Standardlösung aus dem Möbelhaus.
Stauraum für die Küche: Die wichtigsten Schranktypen im Überblick
Bevor wir in die Details gehen, ist es wichtig zu verstehen, welche Schranktypen welche Stauraumfunktionen erfüllen. Nicht jeder Schrank ist für jeden Zweck gleich gut geeignet — und die richtige Kombination macht den Unterschied.
Unterschränke: Das Arbeitspferd der Küche
Unterschränke bilden die Basis jeder Küchenzeile. In der Standardausführung sind sie 60 cm tief und 72 cm hoch (ohne Arbeitsplatte). Ihr größter Vorteil: direkter Zugang zum täglichen Arbeitsprozess. Ihr größter Nachteil in der Basisversion: Klassische Türen mit einem Einlegerboden nutzen das Volumen nur zu etwa 40 %. Erst durch Auszüge — vollauszuggefährdete Schubladensysteme, Topf-Auszüge, Tandem-Auszüge — wird das Volumen wirklich erschlossen.
Wir empfehlen für Unterschränke grundsätzlich Schubladenschränke statt klassischer Drehtürschränke, wo immer es möglich ist. Der Zugang ist deutlich komfortabler, die Übersicht besser, und das nutzbare Volumen steigt spürbar.
Hängeschränke: Unterschätzte Stauraumreserve
Hängeschränke werden oft unterschätzt, weil sie — falsch geplant — entweder zu niedrig hängen und die Küchenzeile optisch erdrücken, oder zu hoch hängen und unzugänglich bleiben. Die Standardtiefe von 35 cm ist dabei oft der erste Irrtum: Viele Hersteller bieten auch 40 cm tiefe Hängeschränke an, die erheblich mehr Volumen bieten, ohne optisch deutlich wuchtiger zu wirken.
Entscheidend ist auch die Höhe der Hängeschränke. Wer sie bis zur Decke führt, gewinnt wertvollen Stauraum für selten genutzte Dinge — Einmachgläser, Saisongeschirr, Vorräte. Mit griffbereiten Innenauszügen oder Liftklappen bleibt auch der Bereich über 180 cm gut zugänglich.
Hochschränke: Maximaler Stauraum auf minimaler Grundfläche
Der Hochschrank ist die effizienteste Stauraumlösung, die die Küchenplanung kennt. Auf einer Grundfläche von 60 × 60 cm bietet ein 220 cm hoher Hochschrank ein Volumen, das vier bis fünf Unterschränken entspricht. Er eignet sich als Vorratsschrank, Geräteturm (mit eingebautem Backofen und Dampfgarer), Kühlschrankumbauung oder reiner Stauraum-Säule.
Wer wenig Grundfläche hat — etwa in einer Galley-Küche oder einem offenen Grundriss — sollte Hochschränke priorisieren. Sie sind das wirkungsvollste Instrument, um Stauraum für die Küche auf kleinstem Raum zu maximieren.
Eckschränke: Tote Winkel aktivieren
Jede L-förmige oder U-förmige Küche hat Ecken — und Ecken sind traditionell problematischer Stauraum. Klassische Eckschränke ohne Sonderlösung sind schwer zugänglich und werden schnell zu „Abstellkammern des Vergessens“. Moderne Lösungen wie Drehkarussells, Le-Mans-Auszüge oder Magic-Corner-Systeme erschließen diesen Raum vollständig und machen ihn alltagstauglich.
Besonders der Le-Mans-Auszug hat sich in unserer Beratungspraxis bewährt: Beide Auszugsarme fahren beim Öffnen der Tür automatisch aus dem Schrank heraus — der gesamte Inhalt ist sofort sichtbar und erreichbar. Das ist ein deutlicher Gewinn gegenüber dem klassischen Drehteller-Karussell.
Sockelschubladen: Die vergessene Reserve
Der Sockelbereich unter den Unterschränken — typischerweise 10–15 cm hoch — wird in Standardküchen mit einer Blende verkleidet und verschwendet. Dabei lässt er sich hervorragend als flache Schublade nutzen: für Backbleche, Platzmatten, Servietten oder flache Deckel. Eine kleine Maßnahme mit überraschend großer Wirkung.
Inneneinteilung: Wo echter Stauraum entsteht
Die Schrankfronten sind das Gerüst — die Inneneinteilung ist das Herz des Stauraums. Zwei Küchen mit identischer Frontlänge können in ihrer tatsächlichen Nutzkapazität dramatisch voneinander abweichen, je nachdem, wie sie innen organisiert sind.
Topf-Auszüge und Vollauszüge
Der Standard-Topfauszug fasst zwei Ebenen: untere Etage für große Töpfe, obere Etage für kleinere Deckel und Pfannen. Entscheidend ist die Ausführung mit Vollauszug — das bedeutet, der Auszug fährt bis zur letzten Position vollständig heraus, sodass auch der hinterste Bereich zugänglich ist. Billigere Varianten mit Teilauszug lassen bis zu 40 % des Volumens dauerhaft unnutzbar.
Wir planen in unseren Küchen grundsätzlich Vollauszüge mit Soft-Close-Dämpfung. Das ist kein Luxus, sondern ein Qualitätsmerkmal, das sich täglich in der Benutzung bewährt.
Besteckeinsätze und Messerschubladen
Eine gut geplante Besteckschublade hat keine generische Plastikeinlage aus dem Baumarkt — sie hat einen maßgefertigten Holzeinsatz, der exakt in die Schubladenbreite eingepasst ist und für jede Utensilienkategorie einen definierten Platz schafft. Das klingt wie ein Detail, macht aber im Alltag den Unterschied zwischen einer Schublade, die man mit einem Griff öffnet und findet, was man sucht, und einer, die man durchwühlen muss.
Gewürzkarussells und Schranktür-Inneneinteilung
Der Innenraum einer Schranktür ist Stauraum — wenn man ihn so plant. Türinneneinteilungen für Gewürze, Folien, Frischhaltefolie oder Reinigungsmittel nutzen eine Fläche, die sonst komplett verschwendet wird. Gewürzkarussells in Hochschränken sind eine weitere Möglichkeit, auf kleinstem Raum eine große Anzahl von Gläsern übersichtlich und griffbereit unterzubringen.
Mülltrennsysteme integriert planen
Mülltrennung ist ein täglicher Vorgang — und trotzdem wird er in vielen Küchen als Nachgedanke behandelt. Integrierte Mülltrennsysteme im Unterschrank (in der Regel 40–60 cm breit, mit zwei bis vier Behältern) sind bei vorausschauender Planung viel effizienter als Freistehende Mülltonnen, die Grundfläche verbrauchen. Besonders elegant: Systeme, die sich beim Öffnen der Schranktür automatisch herausschieben.
Stauraum für die Küche nach Küchenform optimieren
Die mögliche Stauraumkapazität hängt wesentlich von der Grundrissform der Küche ab. Unterschiedliche Formen bringen unterschiedliche Herausforderungen und Chancen mit sich.
| Küchenform | Stärken für Stauraum | Herausforderungen | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Einzeilig (Galley) | Einfache Planung, klare Linie | Begrenzte Frontlänge, kein Eckenstauraum | Hochschränke bis Decke, Hängeschränke maximal tief |
| Zweizeilig (Galley-Plus) | Doppelte Frontlänge, kurze Wege | Schmale Gänge bei wenig Platz | Gegenüberliegende Schubladenschränke für maximale Effizienz |
| L-Form | Gute Grundfläche, natürliche Arbeitszonierung | Eckbereich schwer zugänglich | Le-Mans- oder Magic-Corner-System für die Ecke |
| U-Form | Maximale Frontlänge, viel Stauraum | Zwei Eckbereiche, braucht Mindestbreite | Beide Ecken mit Auszugsystemen planen |
| Kücheninsel | Zusätzlicher Stauraum von allen Seiten zugänglich | Benötigt ausreichend Bewegungsraum drumherum | Insel mit Auszügen auf mehreren Seiten und Schubfach im Sockel |
Stauraum für die Küche ergonomisch planen: Griffhöhen und Zonierung
Stauraum ist nicht nur eine Frage des Volumens — er muss auch ergonomisch richtig positioniert sein. Das bedeutet: Das Richtige griffbereit dort, wo man es braucht, und Selten-Genutztes in weniger zugänglichen Bereichen.
Die drei Ergonomie-Zonen
Die drei ergonomischen Stauraumzonen:
- Greifzone (40–160 cm): Täglich genutzte Dinge — Besteck, Gewürze, Schneidebrett, Topf, Tassen. Diese Zone muss ohne Bücken oder Strecken zugänglich sein.
- Bückzone (unter 40 cm): Schwere, selten genutzte Dinge — große Töpfe, Bräter, Haushaltsgeräte, Vorratsflaschen. Hier helfen Vollauszüge, damit der hintere Bereich erreichbar bleibt.
- Streckzone (über 160 cm): Saisonales Geschirr, Einmachgläser, Backzubehör. Ein Tritt oder eine Leiter sollte in der Nähe eingeplant werden; Liftklappen oder Hochauszüge erleichtern den Zugang.
In unserer Beratungspraxis stellen wir häufig fest, dass Kunden schwere Töpfe in Hängeschränken und leichtes Geschirr in tiefen Unterschränken lagern — genau andersherum als ergonomisch sinnvoll. Eine professionelle Planung dreht diese Logik konsequent um und schafft damit eine spürbar komfortablere Küche.
Zonengerechte Stauraummplanung
Ergonomisch optimal ist die Zuordnung des Stauraums zur jeweiligen Arbeitszone: Topf-Auszüge direkt neben dem Kochfeld, Besteckschubladen neben dem Geschirrspüler und der Spüle, Vorräte nahe der Zubereitungszone, Putzmittel unter der Spüle. Klingt selbstverständlich — wird in der Praxis aber oft vernachlässigt.
Die Verbindung zwischen Arbeitshöhe und Stauraumplanung ist dabei zentral: Wer seine Unterschränke zu hoch oder zu niedrig plant, verschlechtert gleichzeitig die Zugänglichkeit des Stauraums. Beides hängt unmittelbar zusammen — weshalb wir beides immer gemeinsam planen.
Kleine Küchen: Stauraum clever maximieren
Besonders in kleinen Küchen — etwa in Stadtwohnungen, Appartements oder offenen Wohnküchen mit begrenzter Küchenfront — ist optimierter Stauraum keine Kür, sondern Pflicht. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich auch aus 4 Quadratmetern Küchenbereich erstaunlich viel herausholen.
Decke als Stauraum-Ressource
Hängeschränke, die bis unter die Decke reichen, statt bei 200 cm aufzuhören, schaffen je nach Deckenhöhe 20–40 zusätzliche Zentimeter Schrankraum. Das entspricht bei vier Hängeschränken nebeneinander einem kompletten zusätzlichen Regal. Bei Raumhöhen von 260 cm oder mehr ist das ein erheblicher Gewinn.
Schlanke Lösungen für schmale Grundrisse
Für sehr schmale Bereiche — etwa eine Nische von nur 30 cm neben dem Kühlschrank — gibt es spezielle Schiebe-Hochschränke oder Auszugssäulen, die auf solchen Restflächen hervorragend funktionieren. Diese sind oft als Pantry-Auszüge gestaltet: Die gesamte Frontseite fährt auf einmal heraus und gibt den Blick auf alle Ebenen frei — ein enormer Stauraum auf kleinster Grundfläche.
Ausgefallene kleine Küchen: Kreative Lösungen
Für besonders kompakte Küchenformen empfehlen wir einen Blick auf unsere Beispiele für ausgefallene kleine Küchen, in denen wir zeigen, wie kreative Planung selbst auf engem Raum Stauraum, Ästhetik und Funktionalität in Einklang bringt.
Häufige Planungsfehler beim Stauraum und wie wir sie vermeiden
Nach über einem Jahrzehnt Beratungspraxis kennen wir die Fehler, die beim Thema Stauraum für die Küche immer wieder gemacht werden — und wir wissen, wie sie sich vermeiden lassen. Besonders aufschlussreich ist unsere Analyse der häufigsten teuren Fehler beim Küchenkauf, in der wir typische Irrtümer konkret benennen.
Fehler 1: Zu wenige Auszüge, zu viele Drehtüren
Klassische Drehtürunterschränke mit einem Einlegerboden nutzen ihr Volumen zu weniger als 50 %. Der Inhalt der hinteren Hälfte ist kaum erreichbar und landet schnell in der Nutzlosigkeit. Wir planen, wo immer möglich, Schubladenschränke und Vollauszüge — auch wenn diese im Einstandspreis etwas höher liegen. Der Alltagsgewinn ist erheblich.
Fehler 2: Standardmaße statt Maßplanung
„Standardmaße passen immer“ — das ist einer der häufigsten und teuersten Irrtümer. Wer eine Küche mit Schrankmodulen von der Stange plant, akzeptiert zwangsläufig Lücken: neben dem Kühlschrank, neben dem Herd, in Nischen unter Schrägen. Diese Zentimeter summieren sich zu echten verlorenen Stauraummetern. Maßgefertigte Module schließen diese Lücken und sind dabei nicht zwangsläufig teurer — die Planung zahlt sich durch bessere Nutzung aus.
Fehler 3: Kein Platz für Geräte eingeplant
Viele Kunden vergessen bei der Schrankplanung, dass Küchengeräte — Standmixer, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Toaster — ebenfalls Stauraum brauchen. Geräte, die dauerhaft auf der Arbeitsfläche stehen, verkleinern die nutzbare Fläche massiv. Wir planen Gerätenischen, Rollgatter-Bereiche oder dedizierte Schränke für Geräte ein, die die Arbeitsfläche freimachen und die Geräte griffbereit halten.
Fehler 4: Müll nicht mitgeplant
Die Frage „Wo kommt der Müll hin?“ wird in vielen Planungsgesprächen als Nebensache behandelt. In der Realität ist Mülltrennung ein täglicher Prozess, der gut zugänglich sein muss. Ein integriertes Mülltrennsystem im Unterschrank mit zwei bis vier Behältern (für Bio, Restmüll, Papier, Wertstoffe) sollte immer Teil der Stauraumplanung sein.
Küchentrends 2026: Stauraum neu gedacht
Das Jahr 2026 bringt im Bereich Küchenplanung und Stauraumgestaltung einige klare Entwicklungen, die wir in unseren Studios bereits intensiv umsetzen.
Versteckter Stauraum: Die unsichtbare Küche
Der Trend zur „hidden kitchen“ gewinnt weiter an Fahrt: Geräte, Stauraum und sogar die gesamte Küchenzeile werden hinter einheitlichen Fronten versteckt, die im Wohnraum wie ein Möbelstück wirken. Das setzt präzise Stauraumplanung voraus — denn wenn nichts sichtbar ist, muss alles perfekt organisiert sein, damit die Küche funktioniert.
Maximale Raumhöhe nutzen
Deckenhoch geplante Schrankwände — von 0 bis 260 cm oder mehr — sind 2026 kein Trend mehr, sondern Standard in modernen Küchen. Sie machen nicht nur optisch Eindruck, sondern aktivieren konsequent alle Stauraumreserven im Raum.
Multifunktionale Küchen- und Wohnbereiche
Küchen und Wohnräume verschmelzen immer stärker. Das bedeutet: Stauraumplanung endet nicht an der Küchenzeile. Wir planen bei Lieblingsküchen auch Wohnbereiche und Hauswirtschaftsräume, die nahtlos mit dem Küchensystem verbunden werden — für ein kohärentes Gesamtbild mit maximaler Stauraumeffizienz durch das gesamte Zuhause.
Innenleben mit Premium-Finish
2026 ist das Innenleben der Schränke sichtbares Designelement: Holzeinlagen in Schubladen, beleuchtete Innenräume, Besteckeinsätze in Nussbaum oder Eiche. Der Stauraum wird nicht mehr versteckt, sondern zelebriert — was gleichzeitig dazu motiviert, ihn geordnet zu halten.
Geschirrspüler und Geräteeinteilung: Stauraum für die Küche ganzheitlich denken
Stauraum bedeutet nicht nur Schränke. Auch die Ausstattung von Einbaugeräten — insbesondere die Körbe und Schubladen im Geschirrspüler — ist ein Aspekt der Stauraumplanung, der oft vergessen wird. Ein Geschirrspüler mit schlechter Innenaufteilung ist weniger effizient und erfordert mehr Stauraum für handgespültes Geschirr.
Dasselbe gilt für den Einbaukühlschrank: Wer auf die richtige Inneneinteilung achtet — Schubladen, Türfächer, Flaschenfächer, Null-Grad-Zone — nutzt das Kühlvolumen deutlich besser. Tipps zur optimalen Nutzung des Kühlschranks finden Sie in unserem Artikel über die Null-Grad-Zone im Kühlschrank.
Hauswirtschaftsraum als Entlastung für den Küchenststraum
Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen für mehr Stauraum in der Küche ist paradoxerweise eine, die außerhalb der Küche stattfindet: der Hauswirtschaftsraum. Wer Vorräte, Reinigungsmittel, Wäschepflege und Saisonware in einem angrenzenden Raum auslagert, entlastet die Küche erheblich und kann ihre Schrankkapazitäten auf das Wesentliche konzentrieren.
Bei Lieblingsküchen planen wir Hauswirtschaftsräume als festen Bestandteil unseres Gesamtkonzepts — mit denselben Qualitätsstandards wie die Küche selbst: maßgefertigte Schrankwände, durchdachte Inneneinteilung, professionelle Montage durch eigene Teams.
Häufige Fragen zum Thema Stauraum für die Küche
Wie viel Stauraum brauche ich in einer kleinen Küche von ca. 8 m²?
In einer kleinen Küche ist es weniger eine Frage der Mindestmenge als der Effizienz. Statt mehr Schränke brauchen Sie klügere Schränke: Hochschränke bis zur Decke, Vollauszüge in Unterschränken, Eckschranklösungen und konsequente Inneneinteilung. Damit lässt sich aus 3 laufenden Metern Küchenfront dasselbe unterbringen wie aus 5 Metern mit schlechter Planung. Wir empfehlen eine professionelle Beratung, in der Ihr tatsächlicher Bedarf analysiert wird — nicht eine Standardlösung.
Sind Hochschränke in jeder Küche sinnvoll?
Ja, in nahezu jeder Küche sind Hochschränke sinnvoll — es sei denn, die Deckenhöhe oder der Grundriss lassen es nicht zu. Sie bieten das beste Stauraum-zu-Grundfläche-Verhältnis und können je nach Bedarf als Vorratsschrank, Geräteturm oder reiner Stauraumschrank konfiguriert werden. Wer auf einen Hochschrank verzichtet, sollte sicherstellen, dass der entgangene Stauraum anderweitig kompensiert wird.
Was ist der Unterschied zwischen Vollauszug und Teilauszug bei Schubladensystemen?
Ein Vollauszug fährt vollständig aus dem Schrank heraus — der gesamte Innenraum ist sichtbar und erreichbar. Ein Teilauszug stoppt bei etwa 75 % der Schubladenlänge, sodass der hinterste Bereich nicht zugänglich ist. In der Praxis bedeutet das, dass bei einem Teilauszug der hintere Bereich dauerhaft als toter Raum verloren geht. Wir empfehlen ausschließlich Vollauszüge mit Soft-Close-Dämpfung für alle Schubladensysteme in unseren Küchen.
Lohnt es sich, bestehende Küchen mit besserem Innenleben nachzurüsten?
In vielen Fällen ja — wenn die Schrankkorpusse noch in gutem Zustand sind. Nachgerüstete Auszüge, neue Besteckeinsätze oder Türinneneinteilungen können die Stauraumeffizienz einer bestehenden Küche erheblich verbessern. Für eine belastbare Einschätzung, was in Ihrer Küche möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, empfehlen wir ein persönliches Beratungsgespräch bei uns im Studio.
FAQ: Häufige Fragen zu Stauraum für die Küche
Wie viel Stauraum braucht man in einer Küche?
Als Orientierungsgröße gilt: Eine Person benötigt mindestens 1–1,5 laufende Meter Schrankfronten für komfortablen Alltag, eine vierköpfige Familie mindestens 3–4 laufende Meter. Entscheidender als die reine Frontlänge ist aber die Nutztiefe und die Inneneinteilung — ein Hochschrank mit 60 cm Tiefe bietet bei guter Inneneinteilung mehr als drei flache Hängeschränke. In unserer Beratung ermitteln wir den Bedarf immer individuell anhand von Haushaltsgröße, Kochgewohnheiten und vorhandener Staurauminfrastruktur. Pauschalregeln ersetzen keine individuelle Planung.
Welche Schranktypen bieten den meisten Stauraum in kleinen Küchen?
In kleinen Küchen sind Hochschränke die effektivste Lösung, weil sie die gesamte Raumhöhe nutzen und auf kleinster Grundfläche maximales Volumen bieten. Ergänzend empfehlen wir Eckschrankl ösungen wie Le-Mans-Auszüge, die sonst toten Winkelraum aktivieren, sowie Schubladenschränke statt Drehtürunterschränken. Sockelschubladen und Hängeschränke bis zur Decke sind weitere Maßnahmen, die in kleinen Küchen großen Effekt haben. Offene Regale sollten sparsam eingesetzt werden, da sie keinen Staubschutz bieten und schnell überladen wirken.
Was kostet eine professionell geplante Küche mit optimiertem Stauraum?
Pauschale Preise sind bei Küchen seriöserweise nicht nennbar, da Größe, Ausstattung, Materialien und Grundriss den Preis stark beeinflussen. Was wir sagen können: Eine professionell geplante Küche mit optimiertem Stauraum amortisiert sich durch deutlich höhere Alltagseffizienz, Langlebigkeit und Wohnqualität. Bei Lieblingsküchen erstellen wir nach einem ausführlichen Beratungsgespräch ein transparentes, vollständiges Angebot, das Planung, Montage und fünf Jahre Gerätegarantie einschließt. Das Gesamtpaket — nicht nur der Schrankpreis — entscheidet den Wert.
Kann ich Stauraum in einer bestehenden Küche nachrüsten?
Ja, in vielen Fällen ist das möglich und sinnvoll. Nachgerüstete Vollauszüge ersetzen bestehende Einlegerböden in Unterschränken, neue Inneneinteilungen optimieren Schubladen, Türinneneinteilungen nutzen bisher verschwendete Flächen. Wandregale, Magnetleisten und Hakenleisten schaffen zusätzlichen griffbereiten Stauraum ohne Schrankeingriff. Am meisten bringt jedoch eine Neuplanung, bei der der gesamte Raum von Grund auf optimiert wird — das ist die Lösung, die wir langfristig empfehlen.
Sind maßgefertigte Küchen wirklich notwendig für optimalen Stauraum?
Maßplanung macht beim Stauraum den entscheidenden Unterschied. Standardmaße lassen fast zwangsläufig Lücken entstehen — neben dem Kühlschrank, in Nischen, unter Schrägen oder neben dem Herd. Diese ungenutzten Zentimeter summieren sich zu echten Stauraumverlusten. Zudem ermöglicht Maßplanung eine auf Ihre Utensilien abgestimmte Inneneinteilung, statt Kompromisse bei Schubladenhöhen oder Auszugstiefen einzugehen. Nach unserer Erfahrung gewinnen Kunden durch Maßplanung regelmäßig 20–30 % mehr nutzbaren Stauraum gegenüber Standardkonfigurationen.
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