Küchen Maße Schränke: Standardmaße, Ergonomie und Planungsfehler im Überblick 2026
Die Maße von Küchenschränken sind kein Zufall — sie folgen einer jahrzehntelang verfeinerten Normlogik, die Ergonomie, Gerätekompatibilität und Raumeffizienz miteinander verbindet. Unter-, Ober- und Hochschränke haben definierte Standardmaße für Breite, Tiefe und Höhe, die als Planungsgrundlage dienen. Wer diese Maße kennt, trifft bessere Entscheidungen — und erkennt, wann individuelle Anpassungen sinnvoller sind als Standardlösungen.
In diesem Artikel erklären wir alle relevanten Küchen-Maße für Schränke — von den Normmaßen der Korpusse über ergonomische Abstände bis hin zu den häufigsten Planungsfehlern, die wir in unserem Studio in Rostock und Schwerin täglich beobachten. Damit Sie am Ende wissen: Was passt standardmäßig, und wo brauchen Sie eine individuelle Lösung?
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Warum Küchen Maße bei Schränken so wichtig sind
Die Maße von Küchenschränken entscheiden über weit mehr als nur die Optik. Sie bestimmen, ob Einbaugeräte eingebaut werden können, ob Schubladen vollständig aufgehen, ob die Arbeitshöhe ergonomisch ist — und ob die Küche am Ende effizient funktioniert oder täglich Kompromisse fordert.
In unserer täglichen Beratung erleben wir immer wieder, dass Kunden mit dem Irrglauben zu uns kommen: „Standardmaße passen doch immer.“ Das stimmt in der Theorie — aber in der Praxis weicht kaum ein Raum so stark von der Norm ab wie die Küche. Schräge Wände, unterschiedliche Deckenhöhen, versetzt sitzende Steckdosen und alte Wasserleitungen machen individuelle Anpassungen fast immer notwendig.
Die gute Nachricht: Wer die Grundmaße versteht, kann im Planungsgespräch auf Augenhöhe mitdiskutieren und gezielt Fragen stellen.
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Standardmaße für Unterschränke: Höhe, Tiefe und Breite
Der Unterschrank ist das Fundament jeder Einbauküche. Er trägt die Arbeitsplatte, beherbergt Einbaugeräte wie den Geschirrspüler oder die Spüle und bietet den Hauptstauraum im unteren Bereich der Küche.
Höhe des Unterschranks
Die Standardhöhe eines Unterschranks beträgt 85 cm — gemessen ohne Arbeitsplatte und ohne Sockel. Mit einem typischen Sockel von 10–15 cm Höhe und einer Arbeitsplatte von 3–4 cm Stärke ergibt sich eine Gesamtarbeitsfläche auf rund 90–96 cm. Dieser Wert entspricht der ergonomisch empfohlenen Arbeitshöhe für Personen mit einer Körpergröße zwischen 165 und 180 cm.
Viele Hersteller bieten heute Sockelhöhen in verschiedenen Stufen an — 8, 10, 12 oder 15 cm — sodass die Gesamthöhe flexibel justiert werden kann. Das ist besonders relevant, wenn die Küche von Personen unterschiedlicher Körpergröße genutzt wird.
Tiefe des Unterschranks
Die Standardtiefe beträgt 60 cm. Dieser Wert ist auf die Einbautiefe normierter Einbaugeräte abgestimmt: Geschirrspüler, Einbaukühlschränke und Backöfen haben fast alle eine Einbautiefe von 55–60 cm. Hinzu kommt der Überstand der Arbeitsplatte nach vorne (2–4 cm), sodass die fertige Küchenzeile inklusive Arbeitsplatte eine Außentiefe von ca. 62–65 cm erreicht.
Bei Kücheninseln oder Thekenlösungen sind auch Tiefen von 80 oder 90 cm üblich — das schafft mehr Arbeitsfläche und ermöglicht das Integrieren von Sitzbereichen mit Barhockern auf der Rückseite.
Breiten des Unterschranks
Unterschränke werden in folgenden Normbreiten angeboten:
| Breite (cm) | Typische Verwendung | Hinweise |
|---|---|---|
| 30 cm | Gewürzschrank, schmale Füllschränke | Ideal für Restmaße und Eckfüllungen |
| 40 cm | Topfauszug, kleine Schubladen | Gute Ergänzung neben Herd oder Spüle |
| 45 cm | Schmalere Spülenunterschränke | Seltener, aber in kleinen Küchen nützlich |
| 50 cm | Auszüge, Schubladen, Abfallsysteme | Universell einsetzbar |
| 60 cm | Geschirrspüler-Nische, Standardschränke | Häufigste Breite — für Einbaugeräte normiert |
| 80 cm | Spülenunterschrank, breite Schubladen | Viel Stauraum, gute Frontwirkung |
| 90 cm | Herdunterschrank, breite Schubladen | Maximale Standardbreite im Unterschrank-Bereich |
Viele Premium-Hersteller bieten darüber hinaus Sondermaße in 1-cm-Schritten an — das ist in der individuellen Küchenplanung oft die elegantere Lösung als das Auffüllen von Restmaßen mit Blendstücken.
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Standardmaße für Oberschränke: Höhe, Tiefe und Breite
Oberschränke nutzen den Wandbereich oberhalb der Arbeitsfläche und sind für viele Haushalte die wichtigste Stauraum-Reserve im Küchenbereich. Ihre Maße folgen eigenen Regeln — abgestimmt auf ergonomische Erreichbarkeit und optische Proportionen.
Tiefe des Oberschranks
Die Standardtiefe von Oberschränken beträgt 35 cm. Dieser geringere Wert gegenüber dem Unterschrank (60 cm) hat einen einfachen Grund: Oberschränke dürfen den Arbeitsbereich darunter nicht einengen. Bei 35 cm Tiefe bleiben ausreichend Bewegungsfreiheit und gute Einsehbarkeit in den Schrankinhalt erhalten.
In manchen Planungen — etwa bei reinen Stauraum-Lösungen ohne direkten Arbeitsbereich darunter — sind auch Oberschranktiefen von 40 oder 45 cm möglich. Das sollte jedoch immer mit dem Küchenplaner abgestimmt werden, da tiefere Oberschränke schnell klaustrophobisch wirken können.
Höhe des Oberschranks
Oberschrankhöhen gibt es in drei gängigen Stufen:
- 50 cm: Klassische, kompakte Variante — ideal für niedrige Deckenhöhen oder wenn der Platz über dem Oberschrank genutzt werden soll
- 70 cm: Der universelle Standard — bietet zwei bis drei Einlegeböden und fasst Alltags-Geschirr problemlos
- 90 cm: Maximaler Stauraum — empfehlenswert bei Raumhöhen ab 2,50 m und wenn Hochschränke fehlen
Darüber hinaus bieten einige Hersteller auch Aufsätze für Oberschränke an — schmale Zusatzschränke, die den Bereich bis zur Decke schließen und losen Stauraum für selten genutzte Gegenstände schaffen.
Breiten des Oberschranks
Die Breiten der Oberschränke entsprechen weitgehend denen der Unterschränke: 30, 40, 45, 50, 60, 80 und 90 cm. In der Regel werden Oberschränke deckungsgleich über den Unterschränken positioniert — das erzeugt ein harmonisches, strukturiertes Gesamtbild der Küchenfront.
Welcher Abstand muss zwischen Arbeitsplatte und Oberschrank sein?
Der empfohlene Mindestabstand zwischen Arbeitsplatten-Oberkante und Unterkante des Oberschranks beträgt 50 cm. Empfohlen werden 55 bis 60 cm — das entspricht dem komfortablen Arbeitsbereich und schafft Platz für gängige Dunstabzugshauben. Für freihängende Wandhauben über Gaskochfeldern gelten teils höhere Mindestabstände, die herstellerseitig vorgegeben sind.
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Standardmaße für Hochschränke: Geräteintegration und Stauraum
Hochschränke sind die Multitalente in der Küchenplanung. Sie bieten maximalen Stauraum auf minimaler Grundfläche und eignen sich ideal zur Integration von Einbaugeräten wie Backofen, Dampfgarer, Einbaukühlschrank oder Gefrierschrank.
Höhe und Tiefe von Hochschränken
Hochschränke werden in folgenden Standardhöhen angeboten: 190, 200, 210, 220 und 230 cm. Die Wahl der Höhe richtet sich nach der Deckenhöhe des Raums und dem gewünschten Look — raumhohe Hochschränke bis 230 cm wirken besonders monolithisch und edel, während niedrigere Varianten mit Oberschrank-Aufsätzen kombiniert werden können.
Die Standardtiefe von Hochschränken beträgt — analog zum Unterschrank — 60 cm. Das ermöglicht die nahtlose Integration von Einbaugeräten mit 55–60 cm Einbautiefe.
Gerätenischen im Hochschrank: welche Maße sind relevant?
Bei der Geräteintegration in Hochschränken gelten spezifische Nischenmaße:
- Einbaubackofen: Standardnische 60 × 60 cm (Breite × Höhe) — nahezu alle Normgeräte passen
- Dampfgarer: identische 60 × 45 cm Nische, oft kombiniert mit dem Backofen in einer Hochschranksäule
- Einbaukühlschrank (unterbaufähig, 88 cm): Nische 60 × 90 cm
- Vollintegrierter Kühlschrank (178 cm): Nische 60 × 180 cm oder als eigenständiger Hochschrank mit integrierter Türe
- Side-by-Side oder French-Door-Modelle: individuelle Planungen nötig, Breiten ab 90 cm
Wichtig: Immer ausreichend Belüftungsschlitze und Kabelführungen einplanen. Unsere Montageteams prüfen das vor Ort und stimmen die Einbautiefe exakt ab — das vermeidet Überhitzungsschäden und Garantieverlust.
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Eckschränke und Sonderlösungen: Maße und Planungsbesonderheiten
Ecken sind in der Küchenplanung traditionell die schwierigsten Bereiche. Eckschränke bieten viel Stauraum, sind aber ohne clevere Innenauszüge nur schlecht nutzbar. Die relevanten Maße hier unterscheiden sich deutlich von Standardschränken.
Eckunterschrank (L-Küche)
Ein klassischer Eckunterschrank hat eine Einbauöffnung von 90 × 90 cm (beidseitig gemessen ab Innenecke). Das schafft Platz für Karussell-Systeme, Magic-Corner-Auszüge oder Le-Mans-Beschläge, die den toten Winkel der Ecke nutzbar machen. Ohne solche Innensysteme bleibt ein erheblicher Teil des Stauraums faktisch unzugänglich.
Eckoberschrank
Eckoberschränke folgen einem ähnlichen Prinzip, sind jedoch aufgrund der geringeren Tiefe (35 cm) in der Innenlösung eingeschränkter. Häufig werden diagonal gesetzte Fronten oder spezielle Ecklösungen eingesetzt, die den Raumeindruck auflockern und die Ergonomie verbessern.
Sondermaße: Wenn der Raum nicht normiert ist
Ältere Gebäude — besonders Gründerzeit-Wohnungen oder Altbauküchen — haben selten normgerechte Wandabstände. Schräge Wände, Dachschrägen, Nischen und Vorsprünge erfordern maßgefertigte Lösungen. In unseren Studios in Rostock und Schwerin planen wir solche Küchen regelmäßig und wissen: Ein gut geplanter Maßschrank ist am Ende oft günstiger als mehrere Füllstücke und verlorener Stauraum.
Wer mehr über besondere Planungssituationen für kleine oder ungewöhnliche Räume erfahren möchte, findet weitere Inspirationen in unserem Artikel über ausgefallene kleine Küchen.
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Ergonomische Küchen Maße: Schränke richtig auf den Menschen abstimmen
Normen sind gut — Ergonomie ist besser. Die eigentliche Kunst in der Küchenplanung liegt darin, die standardisierten Maße für Küchenschränke so zu individualisieren, dass die Küche für die konkrete Person komfortabel und langfristig nutzbar ist.
Die richtige Arbeitshöhe berechnen
Die Faustregel lautet: Ellenbogenhöhe minus 10 bis 15 cm. Stehen Sie aufrecht mit hängenden Armen, messen Sie von der Schulter bis zur Tischfläche — von diesem Wert ziehen Sie 10–15 cm ab. Das ergibt Ihre persönliche Idealarbeitshöhe.
Für eine Person mit 160 cm Körpergröße liegt die Idealarbeitshöhe bei etwa 85 cm, für 175 cm bei 90–92 cm und für 185 cm bei 95–97 cm. Wird die Küche von mehreren Personen unterschiedlicher Körpergröße genutzt, empfehlen wir, die häufigste Nutzerin als Referenz zu nehmen und ergänzend höhenverstellbare Tische oder Sitzbereiche einzuplanen.
Detaillierte Informationen zur Arbeitshöhe in der Küche finden Sie in unserem gesonderten Artikel: Arbeitshöhe in der Küche — die richtige Wahl treffen.
Erreichbarkeit von Oberschränken
Die Unterkante des Oberschranks sollte auf Augenhöhe oder leicht darunter beginnen, damit der Inhalt gut einsehbar ist. Die Oberkante des genutzten Bereichs sollte die Armlänge plus Körpergröße nicht überschreiten — alles darüber ist Totzone, die nur für selten genutzte Gegenstände geeignet ist.
Hochschränke über 210 cm erfordern in der Regel ein Trittbrett oder eine Leiter für die oberen Fächer. Das sollte bewusst geplant werden — und nicht zur unliebsamen Überraschung nach dem Einzug werden.
Gangbreiten und Bewegungsflächen
Mindestens 90 cm Gangbreite sind in einer Einzeilküche oder Küchenzeile nötig — besser sind 100 bis 120 cm. In einer Küche mit gegenüberliegenden Zeilen (Galley-Küche) empfehlen wir mindestens 120 cm Abstand zwischen den Fronten, damit Schubladen und Gerätetüren gleichzeitig geöffnet werden können, ohne zu kollidieren.
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Häufige Planungsfehler bei Küchen Maßen und Schränken
Unsere Kunden fragen uns häufig im Nachhinein: „Warum hat das niemand vorher gesagt?“ Dabei sind die meisten Planungsfehler gut bekannt — und vermeidbar, wenn man die richtigen Fragen stellt.
- Rohbaumaß statt Fertigmaß planen — Putz, Fliesen und Bodenbelag reduzieren die nutzbare Breite teils um mehrere Zentimeter
- Türöffnungsradius vergessen — Gerätetüren, Schränke und Zimmertüren kollidieren im schlechtesten Fall direkt
- Schubladenausfahrlänge nicht berücksichtigt — Vollauszüge brauchen vor dem Schrank die gleiche Tiefe wie der Schrank selbst
- Herd und Spüle zu nah an der Ecke — mindestens 30 cm Abstand zur Wand sind für komfortables Arbeiten nötig
- Deckenleuchten nicht in den Plan einbezogen — Oberschränke können im Weg stehen oder Licht blockieren
- Steckdosen im Spritzwasserbereich falsch positioniert — Elektriker muss vor Montage das Endmaß kennen
- Sockelleiste und Bodenbelag nicht abgestimmt — der Sockelhöhen-Ausgleich muss auf den geplanten Belag abgestimmt sein
Wer diese Fehler vermeiden möchte, findet in unserem Artikel über die 3 teuren Fehler beim Küchenkauf weitere wichtige Hinweise — inklusive der finanziellen Konsequenzen schlecht geplanter Entscheidungen.
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Schritt-für-Schritt: Küchen Maße für Schränke richtig planen
Die folgende Anleitung zeigt, wie wir in unserer Beratung systematisch vorgehen — von der ersten Messung bis zur finalen 3D-Planung im Studio.
- Raummaße aufnehmen: Breite, Tiefe, Höhe — inklusive Fenster, Türen, Heizkörper und Steckdosen
- Rohbau vs. Fertigmaß unterscheiden: Putz- und Fliesendicken, Bodenaufbauhöhe einrechnen
- Ergonomische Arbeitshöhe bestimmen: Ellenbogenhöhe aller Nutzerinnen ermitteln, Kompromiss oder Varianten definieren
- Normbreiten als Gerüst anlegen: Welche Standardbreiten ergeben eine logische Aufteilung ohne problematische Restmaße?
- Gerätenischen reservieren: Einbaugeräte mit exakten Einbaumaßen (aus Datenblatt) in die Planung einsetzen
- Restmaße klären: Füllstücke oder Maßschränke für Lücken zwischen Normkorpussen und Wand
- Abstände prüfen: Gangbreiten, Türöffnungsradien, Schubladenausfahrlängen, Abstand Herd–Wand
- 3D-Visualisierung: Finale Prüfung auf Kollisionen und optische Proportionen im Planungstool
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People Also Ask: Häufig gestellte Fragen zu Küchen Maße Schränke
Welche Normmaße gelten für Einbauküchen in Deutschland?
In Deutschland orientiert sich die Küchenbranche an der DIN 18022 sowie an den europäischen Normmaßen der Gerätehersteller. Unterschränke: 85 cm hoch, 60 cm tief. Oberschränke: 35 cm tief, 50–90 cm hoch. Hochschränke: 60 cm tief, 190–230 cm hoch. Breiten: 30, 40, 45, 50, 60, 80, 90 cm. Diese Maße gelten als Planungsgrundlage — Sondermaße sind individuell buchbar.
Wie viel Platz brauche ich für eine Küche mindestens?
Eine funktionsfähige Einzeilenküche (Küchenzeile an einer Wand) benötigt eine Wandlänge von mindestens 240 cm — um Spüle, Kochfeld und ausreichend Arbeitsfläche unterzubringen. Für eine vollständige L- oder U-Küche empfehlen wir mindestens 8–10 m² Grundfläche. Entscheidend ist nicht nur die Wandlänge, sondern auch die Bewegungsfläche vor den Schränken.
Was bedeutet Korpusbreite gegenüber Außenmaß beim Küchenschrank?
Der Korpus ist das eigentliche Schrankgehäuse ohne Türen und Schubladenfronten. Das Außenmaß inklusive Front kann je nach Frontdicke (typisch 16–19 mm) und Grifflösung um 20–30 mm davon abweichen. Grifflose Fronten mit Push-to-open-Mechanismus reduzieren den Überstand, greifen aber tiefer in den Raum hinein. Bei der Planung muss immer das Rohmaß des Korpus mit dem Nischenmaß verglichen werden.
Wie plane ich Küchenschränke bei einer Dachschräge oder Nische?
Dachschrägen erfordern entweder abgeschrägte Korpusse (Spezialanfertigung), niedrigere Schrankhöhen oder eine Kombination aus Unterschranklösung und freistehenden Elementen. Nischen mit unregelmäßigen Tiefen oder Breiten können mit Maßschränken oder cleveren Füllkonstruktionen geschlossen werden. In unserer Beratung nehmen wir solche Sondersituationen besonders genau auf — gerade in Rostock und Schwerin mit dem teils älteren Gebäudebestand begegnen uns solche Herausforderungen häufig.
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Küchenschrank-Maße 2026: Was sich in der Planung verändert
Die Küchentrends 2026 zeigen eine klare Bewegung in Richtung raumhoher Lösungen: Hochschränke bis zur Decke dominieren, klassische Oberschränke weichen offenen Regalbereichen oder vollflächigen Frontsystemen. Das hat direkte Auswirkungen auf die Schrankmaße — denn raumhohe Lösungen erfordern präzise Maßaufnahmen der tatsächlichen Deckenhöhe, die in vielen Räumen variiert.
Parallel dazu wächst die Nachfrage nach barrierefreien Küchen mit angepassten Unterschrankhöhen (72–82 cm für Rollstuhlnutzung), unterfahrbaren Spülenbereichen und elektrisch höhenverstellbaren Arbeitsflächen-Modulen. Auch in diesem Segment steigen die Anfragen in unseren Studios merklich.
Ein weiterer Trend: Küchenschränke werden zunehmend in die Wohnraumplanung integriert — nahtlose Übergänge zwischen Küchen- und Wohnbereich, bei denen Schrankmaße und Frontdesigns aufeinander abgestimmt sind. Lieblingsküchen plant und realisiert solche integrierten Lösungen auch für Wohnbereiche und Hauswirtschaftsräume — aus einer Hand und mit eigenem Montageteam.
Wichtig für 2026: Viele Gerätehersteller haben ihre Einbaumaße leicht angepasst. Wer Geräte aus Vor-2023-Planungen eins zu eins ersetzen möchte, sollte unbedingt die aktuellen Datenblätter prüfen — oder direkt im Planungsgespräch ansprechen.
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Küchen Maße Schränke: Der Zusammenhang mit Arbeitsplatten und Fronten
Schrankmaße können nicht losgelöst von Arbeitsplatten und Fronten betrachtet werden. Die Stärke der Arbeitsplatte beeinflusst die Gesamthöhe der Küche — und damit die ergonomisch wichtige Arbeitsflächen-Höhe.
Standard-Laminatarbeitsplatten haben eine Stärke von 28–38 mm. Steinplatten aus Granit oder Keramik kommen auf 12–20 mm Stärke, sind aber schwerer und erfordern eine stabile Unterkonstruktion. Massivholzplatten liegen bei 40–60 mm und erhöhen die Arbeitshöhe entsprechend. All diese Werte müssen in die Gesamtplanung der Küchenschrank-Maße einbezogen werden.
Frontstärken liegen je nach Material zwischen 16 und 22 mm — bei Lack-, Folie- oder Echtholzfurnieren im unteren Bereich, bei strukturierten oder besonders robusten Fronten auch darüber. Das beeinflusst das optische Erscheinungsbild und bei Schubladenfronten auch den nutzbaren Innenraum.
Mehr Informationen zu den Unterschieden bei Arbeitsplatten-Materialien finden Sie in unserem Artikel über Arbeitsplattenmaterialien: Unterschiede und Eigenschaften.
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FAQ: Küchen Maße Schränke — Antworten auf Ihre häufigsten Fragen
Welche Standardmaße haben Küchenschränke?
Unterschränke sind in Deutschland standardmäßig 85 cm hoch (ohne Arbeitsplatte), 60 cm tief und in Breiten von 30 bis 90 cm erhältlich. Oberschränke haben eine Standardtiefe von 35 cm und Höhen von 50, 70 oder 90 cm. Hochschränke erreichen Höhen von 190 bis 230 cm bei einer Tiefe von 60 cm. Diese Normmaße sind auf die Einbaumaße gängiger Einbaugeräte abgestimmt — können aber in der individuellen Planung millimetergenau angepasst werden.
Wie viel Abstand brauche ich zwischen Arbeitsplatte und Oberschrank?
Der Mindestabstand zwischen Oberkante der Arbeitsplatte und Unterkante des Oberschranks beträgt 50 cm — empfohlen werden 55 bis 60 cm. Dieser Abstand gewährleistet ausreichend Bewegungsfreiheit beim Arbeiten und ist für die meisten gängigen Dunstabzugshauben-Typen ausreichend. Bei speziellen Haubentypen können abweichende Mindestabstände gelten, die mit dem Küchenplaner abgestimmt werden müssen.
Was kostet ein maßgefertigter Küchenschrank im Vergleich zum Standardschrank?
Maßgefertigte Küchenschränke in 1-cm-Schritten sind bei Premium-Herstellern in der Regel ohne erheblichen Aufpreis erhältlich — der Mehrwert liegt in der deutlich besseren Raumnutzung und dem saubereren optischen Ergebnis. Sondermaße unter 30 cm oder über 90 cm können mit Zusatzkosten verbunden sein, die je nach Hersteller und Material variieren. In unserer Beratung kalkulieren wir immer transparent, wann ein Sondermaß wirtschaftlich sinnvoller ist als ein Standardmaß mit Füllstücken.
Wie tief sollten Schubladen in Küchenschränken sein?
Schubladen in Unterschränken nutzen die volle Schranktiefe von 60 cm — die nutzbare Innenmaß-Tiefe liegt nach Abzug der Frontdicke und der Rückwand bei ca. 50–55 cm. Vollauszüge ermöglichen dabei, die gesamte Innentiefe zu nutzen, was besonders bei breiten Topfschubladen entscheidend ist. Beim Aufmaß im Raum muss vor dem Schrank die gleiche Tiefe als Freiraum eingeplant sein, damit die Schublade vollständig ausgefahren werden kann.
Kann ich meine bestehende Küche einfach um einzelne Schränke erweitern?
Das ist grundsätzlich möglich, aber oft anspruchsvoller als erwartet. Schrankkorpusse und Fronten müssen exakt zu den bestehenden Maßen passen — sowohl in Breite und Höhe als auch in der Tiefe und im Frontdesign. Ältere Küchen haben oft nicht mehr lieferbare Fronten oder abweichende Korpusmaße von bis zu mehreren Zentimetern. In unserem Studio prüfen wir solche Erweiterungen sorgfältig und beraten ehrlich, wann eine Teil- oder Vollrenovierung wirtschaftlich sinnvoller ist.
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Ihre Küche verdient eine Planung, die wirklich passt.
Im Lieblingsküchen-Studio in Rostock oder Schwerin nehmen wir uns Zeit für Ihre individuelle Situation — vom ersten Maß bis zur letzten Schraube. Persönliche Beratung, eigene Montageteams und 5 Jahre Gerätegarantie inklusive.



