Höhe Bartresen: Alle Maße, Ergonomie-Tipps und Planungshinweise für 2026

Die Höhe eines Bartresens entscheidet darüber, ob dieser täglich mit Begeisterung genutzt wird — oder unbequem bleibt und zum teuren Staubelement verkommt. Die richtige Bartresenhöhe liegt je nach Nutzungsart zwischen 90 und 115 cm: Für sitzende Nutzung mit Barhockern empfehlen wir 90 bis 95 cm, für einen Stehtisch-Bartresen 105 bis 115 cm. Wer beides kombinieren möchte, wählt am besten 95 cm als vielseitigen Kompromiss. In diesem Artikel erklären wir alle relevanten Maße, ergonomischen Zusammenhänge und Planungsaspekte — damit Ihr Bartresen nicht nur gut aussieht, sondern auch wirklich funktioniert.

Kurzübersicht: Die optimale Höhe eines Bartresens beträgt 90–95 cm für sitzende Nutzung mit Barhockern (Sitzhöhe Hocker: 60–65 cm). Für Stehhöhe empfehlen sich 105–115 cm. Entscheidend sind außerdem Tiefe (Überstand mind. 25–30 cm), Kniefreiheit (mind. 20 cm) und die Körpergröße der Hauptnutzer.

Warum die Höhe des Bartresens so entscheidend ist

Ein Bartresen in der Küche ist heute weit mehr als ein optisches Highlight — er ist Esstisch, Arbeitsplatz, Kommunikationszentrum und Raumteiler zugleich. Gerade deshalb ist seine ergonomische Planung keine Nebensache. Wer die Höhe falsch wählt, sitzt entweder zu tief und bekommt schmerzende Schultern, oder zu hoch und baumelt mit den Beinen in der Luft.

In unserer täglichen Beratungspraxis bei Lieblingsküchen erleben wir immer wieder, dass Kunden mit einer konkreten Vorstellung kommen — „ich möchte einen Bartresen mit Barhockern“ — aber die konkrete Maßplanung noch völlig offen ist. Genau hier beginnt unsere Arbeit: Wir ermitteln die Körpergrößen der Nutzer, die geplante Nutzungshäufigkeit und die Raumverhältnisse, bevor auch nur eine Linie gezeichnet wird.

Ein weiterer häufiger Irrtum: „Standardmaße passen schon.“ In der Realität unterscheiden sich optimale Bartresenhöhen je nach Haushalt erheblich — ein Haushalt mit Kindern braucht andere Maße als ein Singlehaushalt mit zwei Meter großen Bewohnern.

Kurzantwort: Die Höhe des Bartresens ist ergonomisch entscheidend, weil sie Sitzhaltung, Schulterbelastung und Beinfreiheit direkt beeinflusst. Falsche Maße führen zu Unbehagen und seltenem Gebrauch. Eine professionelle Bedarfsermittlung sichert die individuell passende Höhe für alle Nutzer des Haushalts.

Die richtige Höhe Bartresen: Standardmaße im Überblick

Es gibt keine einzige „richtige“ Bartresenhöhe — aber es gibt klare Richtwerte, die sich in der Praxis bewährt haben. Grundsätzlich unterscheiden wir drei Nutzungstypen:

  • Bartresen zum Sitzen (mit Barhockern): 90–95 cm Tresenoberkante
  • Stehtisch-Bartresen (zum Stehen oder kurzen Anlehnen): 105–115 cm
  • Kombinierter Bartresen (sitzen und stehen): 95–100 cm als Kompromiss, oft ergänzt durch höhenverstellbare Barhocker

Besonders der Bereich um 90 bis 95 cm hat sich als meistgenutzter Standard etabliert. Er ist kompatibel mit handelsüblichen Barhockern (Sitzhöhe 60–65 cm), passt zu den meisten Erwachsenengrößen und fügt sich harmonisch in die typische Küchenarbeitsplattenhöhe von 85–92 cm ein — was die optische Verbindung zur übrigen Küche erleichtert.

Für Haushalte mit Kindern unter 12 Jahren empfehlen wir zusätzlich, schon bei der Planung an die Übergangslösung zu denken: Ein Bartresen mit 90 cm Höhe und höhenverstellbaren Barhockern (regulierbar von 50 bis 70 cm) bedient alle Altersgruppen langfristig.

Nutzungstyp Höhe Bartresen Sitzhöhe Barhocker Kniefreiheit (mind.)
Sitzen mit Barhockern 90–95 cm 60–65 cm 20–25 cm
Stehtisch / Anlehnen 105–115 cm 75–85 cm (Steighocker) 20 cm
Kombination (sitzen + stehen) 95–100 cm 65–75 cm (höhenverstellbar) 20–25 cm
Kinder-/Familienhaushalt 90 cm 50–65 cm (verstellbar) 15–25 cm
Kurzantwort: Die Standardhöhe eines Bartresens zum Sitzen beträgt 90–95 cm, für Stehtisch-Nutzung 105–115 cm. Dazu passen Barhocker mit 60–65 cm Sitzhöhe. Für gemischte Nutzung in Familienhaushalten empfehlen sich höhenverstellbare Barhocker und eine Tresenoberkante von 90–95 cm.

Höhe Bartresen und Körpergröße: Die individuelle Berechnung

Standardmaße sind ein guter Ausgangspunkt — aber wirklich ergonomisch wird der Bartresen nur, wenn er auf die tatsächlichen Körpergrößen der Nutzer abgestimmt ist. Die klassische Formel lautet:

Die Ergonomie-Formel für die Bartresenhöhe:

  • Ideale Sitzhöhe des Hockers = Körpergröße × 0,29 (Faustformel)
  • Ideale Tresenoberkante = Sitzhöhe des Hockers + 25 bis 30 cm
  • Mindest-Kniefreiheit = Sitzhöhe des Hockers − 20 bis 25 cm (Abstand zur Tresenunterkante)

Beispiel: Person, 175 cm groß → ideale Sitzhöhe ≈ 51 cm → Tresenoberkante ≈ 76–81 cm (Esstischhöhe!) oder bei Sitzhöhe 63–65 cm (Barhocker) → Tresenoberkante 90–95 cm ✓

Wichtig: Die oben genannte Formel gilt für normales Sitzen am Esstisch. Bei Barhockern sitzen wir bewusst höher und kompakter — das ist physiologisch durchaus korrekt, erfordert aber die richtigen Maßverhältnisse zwischen Hocker und Tresen. Abweichungen von mehr als 5 cm in eine oder andere Richtung führen zu Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich oder schmerzhaftem Andrücken der Oberschenkel.

Unsere Kunden fragen uns häufig: „Kann ich meinen bestehenden Bartresen einfach erhöhen?“ Die Antwort ist: In manchen Fällen ja — durch Sockelerweiterung oder neue Unterkonstruktion. Aber in den meisten Fällen ist eine nachträgliche Anpassung aufwendiger und teurer als eine sorgfältige Erstplanung. Deshalb beginnen wir bei Lieblingsküchen immer mit einer detaillierten Bedarfsermittlung.

Welche Bartresenhöhe ist bei kleinen Körpergrößen unter 160 cm optimal?

Bei Körpergrößen unter 160 cm empfehlen wir eine Tresenoberkante von maximal 90 cm, kombiniert mit Barhockern bei 58–60 cm Sitzhöhe. Höhenverstellbare Barhocker sind hier besonders wertvoll. Wichtig: Die Fußstütze des Hockers sollte in jedem Fall erreichbar sein — baumelnde Beine erzeugen nach kurzer Zeit Rückenschmerzen.

Welche Bartresenhöhe ist bei Körpergrößen über 190 cm sinnvoll?

Personen über 190 cm sitzen an einem 90 cm Bartresen oft zu gebückt. Wir empfehlen hier eine individuelle Tresenoberkante von 95–100 cm, kombiniert mit Barhockern auf 67–72 cm Sitzhöhe. Diese Maßabweichung ist planerisch einfach umsetzbar — und lohnt sich langfristig enorm für den Komfort.

Tiefe und Überstand: Was häufig unterschätzt wird

Neben der Höhe ist die Tiefe des Bartresens — genauer: der Überstand über die Unterschrankfront — ein ebenso kritisches Maß. Zu wenig Überstand zwingt die sitzende Person in eine gebeugte, nach vorne kippende Haltung. Zu viel Überstand macht statische Probleme, wenn der Tresen nicht richtig unterstützt wird.

Unsere Empfehlung aus der Praxis: Der Überstand sollte mindestens 25 cm, idealerweise 30–35 cm betragen. Bei Überhängen ab 40 cm empfehlen wir immer eine statische Unterkonstruktion — sei es durch Stahlträger, Konsolen oder Stützfüße. Gerade bei schweren Materialien wie Keramikplatten oder Natursteinplatten (Materialdicke 12–20 mm) ist dieser Aspekt nicht zu unterschätzen.

Die Gesamttiefe der Tresenplatte liegt in der Regel bei 50 bis 70 cm. Bei einer 60 cm tiefen Küchenunterkonstruktion und einem 30 cm Überstand ergibt sich damit eine Gesamtplattenbreite von 90 cm — das ist ein realistisches und gut funktionierendes Maß für die meisten Küchengrundrisse.

Kurzantwort: Der Überstand des Bartresens über die Unterschrankfront sollte mindestens 25–30 cm betragen. Bei Überhängen über 40 cm ist eine statische Unterkonstruktion (Stahlträger, Konsolen) notwendig. Die empfohlene Gesamttiefe der Tresenplatte beträgt 50–70 cm.

Bartresen als Raumteiler: Höhe und Raumwirkung

Ein Bartresen übernimmt in offenen Wohnküchen häufig die Funktion eines Raumteilers zwischen Koch- und Wohnbereich. Hier wirkt die gewählte Höhe besonders stark auf die Raumwahrnehmung. Ein 90 cm hoher Bartresen schafft eine leichte optische Trennung, bleibt aber offen und kommunikativ — perfekt für Familien, die beim Kochen mit dem Rest des Raums verbunden bleiben möchten.

Ein 110–115 cm hoher Bartresen als Stehtisch-Raumteiler betont die Trennung deutlicher. Er verbirgt gleichzeitig Küchenunordnung, die von der Wohnseite aus sonst sichtbar wäre — ein Vorteil, den viele unserer Kunden erst im Nachhinein zu schätzen wissen.

In Verbindung mit Pendelleuchten über dem Bartresen entsteht eine Zonierung, die nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch sehr überzeugend ist. Wir empfehlen Pendelleuchten mit einer Unterkantenposition von 70–80 cm über der Tresenoberkante — so entsteht eine angenehme Arbeits- und Stimmungsbeleuchtung ohne Blendwirkung.

Kann ein Bartresen auch als vollwertiger Esstisch dienen?

Ja — in kleinen Küchen und Apartments ersetzen Bartresen zunehmend den klassischen Esstisch. Voraussetzung ist eine ausreichende Länge (mindestens 60 cm Tresenlänge pro Sitzplatz) und die ergonomisch korrekte Höhe (90–95 cm). Der Vorteil: Der Bartresen beansprucht weniger Grundfläche als ein freistehender Tisch und nutzt den Anschluss an die Küchenmöbel konstruktiv. Wir planen regelmäßig solche Lösungen für kleine, ausgefallene Küchen, bei denen jeder Quadratmeter zählt.

Höhe Bartresen im Verhältnis zur Arbeitsplattenhöhe

Eine Frage, die wir in der Küchenplanung häufig hören: „Soll der Bartresen genauso hoch sein wie meine Arbeitsplatte?“ Die Antwort lautet: Nein — und das ist genauso gewollt. Der Bartresen liegt in der Regel 5 bis 25 cm höher als die übrige Küchenarbeitsplatte, was die funktionale und optische Trennung der Zonen betont.

Die optimale Arbeitshöhe in der Küche liegt für die meisten Menschen bei 85 bis 92 cm. Ein Bartresen bei 90–95 cm liegt also knapp darüber — optisch kaum merklich, funktional aber klar differenziert. In unserer ausführlichen Beratung zur richtigen Arbeitshöhe in der Küche erklären wir diese Zusammenhänge ausführlich.

Bei Kücheninseln mit integriertem Bartresen gibt es häufig eine zweistufige Lösung: Die Innenarseite der Insel liegt auf Arbeitshöhe (85–90 cm), die Außenseite als Bartresen auf 90–95 cm. Diese Stufenlösung ist planerisch elegant und funktional sehr stark.

Kurzantwort: Der Bartresen liegt bewusst 5–25 cm höher als die übrige Küchenarbeitsplatte (85–92 cm). Bei Kücheninseln mit integriertem Bartresen empfiehlt sich eine zweistufige Lösung: Arbeitsfläche auf 85–90 cm, Tresenabschnitt auf 90–95 cm. Das betont die Zonentrennung und erhöht den Nutzwert beider Flächen.

Materialien für den Bartresen: Auswahl und Eigenschaften 2026

Weil der Bartresen optisch exponiert ist — er ist buchstäblich das erste, was Besucher beim Betreten einer offenen Wohnküche sehen — lohnt sich die Materialwahl besonders sorgfältig. Gleichzeitig muss das Material robust genug für tägliche Nutzung, Getränke und gelegentliche Hitzeeinwirkung sein.

Die meistgefragten Bartresenmaterialien bei Lieblingsküchen 2026 sind:

  • Keramik / Feinsteinzeug: Extrem kratzfest, hitzefest, hygienisch und fugenlos — ideal für Bartresen mit hoher Nutzungsintensität. Materialdicken von 12 mm (Standard) bis 20 mm (extradicke Optik „Statement-Piece“) sind möglich. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Keramik-Arbeitsplatte.
  • Ultra-Compact-Oberflächen (Sinterstein): Ähnliche Eigenschaften wie Keramik, aber noch kompakter und in größeren Formaten erhältlich. In 2026 besonders gefragt für minimalistische, fugenlose Gesamtkonzepte.
  • Naturstein (Granit, Quarzit, Marmor): Hohe Wertanmutung, jede Platte ein Unikat. Marmor ist pflegeintensiver als Granit. Materialdicke meist 20–30 mm.
  • Massivholz und Holzwerkstoffe: Warmherzig, wohnlich, kombinierbar. Erfordert regelmäßige Pflege (Ölen, Versiegeln). Ideal für Küchen mit organisch-natürlichem Designkonzept.
  • Laminat und HPL: Günstigste Option, in unzähligen Dekoren erhältlich. Weniger hitzefest als Keramik, aber für reine Bartresen ohne direkte Hitzequelle vollkommen ausreichend.

Wir empfehlen grundsätzlich, den Bartresen entweder materialgleich zur Arbeitsplatte zu wählen (für ein harmonisches Gesamtbild) oder bewusst als Kontrastelement zu inszenieren — z.B. weiße Küche mit schwarzem Marquinia-Marmortresen. Mehr zu Arbeitsplattenmaterialien und ihren Unterschieden lesen Sie in unserem ausführlichen Vergleich.

Höhe Bartresen planen: Schritt für Schritt zur richtigen Lösung

Die Planung eines Bartresens folgt einer klaren Logik. Wer diese Reihenfolge einhält, vermeidet die häufigsten Fehler und spart Zeit und Geld bei der Umsetzung.

Planungsschritte für den Bartresen — unsere Empfehlung:

  1. Nutzungsart klären: Sitzen, Stehen oder beides? Wie oft, wie viele Personen?
  2. Körpergrößen erfassen: Wer sind die Hauptnutzer? Gibt es Kinder oder sehr große Personen?
  3. Raum und Position bestimmen: Raumteiler, Kücheninsel, Wandbartresen?
  4. Maßtrias festlegen: Höhe + Tiefe + Überstand in Abhängigkeit von Position und Nutzung.
  5. Unterkonstruktion prüfen: Welche Träger, Konsolen oder Stützfüße sind bei größerem Überstand nötig?
  6. Material wählen: Passend zur Küchenoptik und Nutzungsintensität.
  7. 3D-Planung im Studio: Alle Maße visualisieren, Konflikte mit Raumgrenzen und Türen erkennen.
  8. Barhocker abstimmen: Sitzhöhe, Fußstütze, Rückenlehne — oder bewusst ohne Rückenlehne für mehr Bewegungsfreiheit.

Gerade Schritt 7 — die 3D-Planung im Studio — ist entscheidend. In einer zweidimensionalen Skizze sieht ein Bartresen immer gut aus. Im dreidimensionalen Raum erkennen wir gemeinsam sofort, ob der Überstand in den Küchengang ragt, ob das Fenster blockiert wird oder ob die Pendelleuchten zu tief hängen würden. Das ist es, was professionelle Küchenplanung von einer schnellen Skizze unterscheidet.

Einen häufigen Fehler, den viele Bauherren und Renovierer machen, beschreiben wir ausführlich in unserem Artikel zu den 3 teuersten Fehlern beim Küchenkauf.

Bartresen bei Kücheninsel vs. Wandbartresen: Unterschiede in der Planung

Je nach Position des Bartresens unterscheiden sich die Planungsanforderungen erheblich. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptvarianten: den Bartresen als Teil der Kücheninsel (beidseitig zugänglich) und den Wandbartresen (einseitig an Wand oder Unterschrankfront).

Kücheninsel mit Bartresenaufsatz

Bei einer Kücheninsel wird der Bartresen oft als zweite Ebene auf der der Wohnseite zugewandten Kante realisiert. Die Arbeitsfläche der Insel liegt bei 85–92 cm, der Bartresenaufsatz erhöht die Außenkante auf 90–95 cm. Dieser Höhenversatz wird durch eine separate Tresenplatte erreicht, die auf einem Aufsatzrahmen oder Stützträgern befestigt wird.

Wichtig: Bei dieser Lösung muss die Breite der Kücheninsel mindestens 90 cm betragen (Tiefe der Arbeitsfläche 60 cm + Überstand Bartresen 30 cm). Kleinere Inseln bieten nicht genug Tiefenangebot für eine komfortable Doppellösung.

Wandbartresen als Raumteiler oder Frühstückstheke

Der Wandbartresen ist die schlankste Variante — eine auskragende Platte an der Wand oder am Ende der Unterschränke. Hier ist besondere Aufmerksamkeit auf die Wandbefestigung zu legen: Gipskartonwände tragen große Platten mit mehreren Sitzplätzen und entsprechender Belastung nicht ohne Verstärkung. Massivwände oder spezielle Wandanker sind dann Pflicht.

Häufige Planungsfehler bei der Bartresenhöhe — und wie wir sie vermeiden

Nach über 15 Jahren in der Küchenplanung kennen wir die typischen Fehler sehr genau. Die häufigsten sind:

  • Zu wenig Kniefreiheit: Der Abstand zwischen Sitzfläche und Tresenunterkante ist kleiner als 20 cm. Die Folge: Knieanschlag und unbequeme Sitzhaltung. Lösung: Frühzeitig den Unterbau unter dem Bartresen klären — Unterschränke, Kühlschubladen oder offene Nische.
  • Falscher Barhockerkauf vor der Küchenplanung: Viele Kunden kaufen die Barhocker, bevor die Küche geplant ist. Dann passt die Sitzhöhe nicht zur geplanten Tresenoberkante. Unsere Empfehlung: Erst Tresen planen, dann Hocker kaufen.
  • Zu kurze Bartresenlänge: Für zwei Sitzplätze werden mindestens 120 cm Tresenlänge benötigt (60 cm pro Platz). Unter 50 cm pro Platz wird es sehr eng.
  • Ungeklärte Leitungsführung: Strom- und Wasserleitungen unter dem Bartresen schränken die spätere Nutzungsflexibilität ein. Das muss in der Planungsphase geklärt werden.
  • Keine Fußstütze eingeplant: Bei Barhockern ohne Fußstütze baumeln die Beine — das erzeugt nach kurzer Zeit Rückenschmerzen. Entweder Hocker mit Fußstütze wählen oder eine Fußreling am Bartresen einplanen.
Kurzantwort: Die häufigsten Fehler bei der Bartresenplanung sind zu wenig Kniefreiheit (unter 20 cm), zu früher Hocker-Kauf vor der Planung, zu kurze Tresenlänge (unter 60 cm pro Sitzplatz) und das Vergessen einer Fußstütze. Professionelle Planung im Küchenstudio verhindert alle diese Fehler systematisch.

Bartresen-Trends 2026: Was ist aktuell gefragt?

In unseren Studios in Rostock und Schwerin sehen wir 2026 klare Trendentwicklungen beim Thema Bartresen. Das Interesse an dieser Küchen- und Wohnlösung ist ungebrochen — und die Ansprüche an Materialität und Funktionalität wachsen weiter.

Trend 1 — Extradicker Bartresen als Statement: Tresenplatten in 20 mm oder 30 mm Stärke aus Keramik oder Sinterstein vermitteln eine massive, hochwertige Anmutung. Die Schnittkanten werden bewusst sichtbar gelassen — eine reduzierte, kraftvolle Ästhetik.

Trend 2 — Kombinierter Esstisch-Bartresen: Statt separatem Esstisch und Bartresen werden beide Zonen zu einer fließenden Form zusammengefasst — der Tresen geht nahtlos in eine niedrigere Tischzone über. Diese Abstufungslösung ist technisch anspruchsvoll, aber räumlich sehr effizient.

Trend 3 — Bartresen mit integriertem Induktionskochfeld: Besonders in offenen Küchen ist ein in den Bartresen integriertes Induktionskochfeld oder ein Teppanyaki-Feld beliebt — Gäste sitzen direkt am Geschehen. Die Tresenoberkante liegt dann bei 90 cm, passend zur Standardkochfeldhöhe.

Trend 4 — Dunkle Materialkombinationen: Schwarze oder anthrazitfarbene Bartresen aus Feinsteinzeug oder lackiertem Glas vor hellen Küchenfronten dominieren 2026 die Designanfragen. Der Kontrast schafft Spannung und verleiht der Küche eine klare Struktur.

Häufig gestellte Fragen zur Höhe Bartresen

Welche Höhe hat ein typischer Bartresen in Deutschland?

In deutschen Haushalten ist eine Bartresenhöhe von 90 bis 95 cm am weitesten verbreitet. Diese Höhe passt zu handelsüblichen Barhockern mit 60 bis 65 cm Sitzhöhe und liegt 5 bis 10 cm über der üblichen Küchenarbeitshöhe von 85 bis 92 cm. Bei Neubauten und Renovierungen ab 2024 sehen wir zunehmend auch Lösungen bei 95 bis 100 cm, die größere Nutzergruppen komfortabler bedienen.

Muss der Bartresen die gleiche Höhe wie die Kücheninsel haben?

Nein — und genau dieser Unterschied macht den Bartresen zu einem funktional eigenständigen Element. Die Kücheninsel liegt typischerweise auf Arbeitshöhe (85–92 cm), der Bartresen liegt bewusst 5 bis 20 cm höher. Bei kombinierten Lösungen (Kücheninsel mit integriertem Bartresen) wird der Höhenunterschied durch einen zweistufigen Aufbau realisiert. Das ist planerisch aufwendiger, aber funktional optimal.

Wie viel Platz brauche ich für einen Bartresen in der Küche?

Für einen Bartresen mit zwei Sitzplätzen benötigen Sie mindestens 120 cm Tresenlänge (60 cm pro Platz) und einen Freiraum von 80 bis 100 cm hinter den Barhockern für bequemes Aufstehen und Durchgehen. Der Überstand der Tresenplatte beträgt 25–35 cm. In der Summe planen wir für eine 2-Platz-Bartresen-Zone mit Bewegungsraum mindestens 1,5 bis 2 m Raumtiefe ein. Wir klären das in der 3D-Planung für Ihren konkreten Grundriss.

Welcher Bodenbelag ist unter einem Bartresen mit Barhockern empfehlenswert?

Unter einem Bartresen mit Barhockern sind hartflächige, strapazierfähige Bodenbeläge wie Feinsteinzeug, Vinyl-Designboden oder Laminat am praktischsten — sie lassen sich leicht reinigen und werden durch Hocker-Kratzer nicht sofort beschädigt. Teppich ist unter Barhockern generell ungünstig. Wer aus akustischen Gründen Teppich bevorzugt, wählt eine kleine, austauschbare Teppichfliese, die bei Bedarf gewechselt werden kann.

Kann ich einen Bartresen nachträglich in eine bestehende Küche einbauen?

Ja — das ist in vielen Fällen möglich, aber mit planerischem Aufwand verbunden. Die einfachste Lösung ist ein auskragender Wandbartresen an einer massiven Wand. Komplexer wird es, wenn eine bestehende Kücheninsel um einen Bartresenaufsatz erweitert werden soll — hier müssen Konstruktion, Statik und Materialpassung geprüft werden. Wir beraten Sie gern dazu in einem persönlichen Beratungsgespräch in unserem Studio in Rostock oder Schwerin.

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