Maße Küchenschränke: Der vollständige Ratgeber für perfekte Küchenplanung 2026

Die Maße von Küchenschränken sind die Grundlage jeder gelungenen Küchenplanung. Unterschränke, Hängeschränke und Hochschränke folgen zwar bestimmten Standardmaßen — doch erst das Wissen um alle Abweichungen, Sondergrößen und Planungsregeln macht den Unterschied zwischen einer funktionierenden und einer wirklich perfekten Küche. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen alle relevanten Maße, Faustregeln und Planungsdetails, die Sie 2026 kennen müssen.

Kurzübersicht: Küchenschränke sind in Standardbreiten von 30 bis 120 cm erhältlich. Unterschränke haben eine Standardhöhe von 85 cm (ohne Arbeitsplatte) und eine Tiefe von 60 cm. Oberschränke sind 35 cm tief und in Höhen bis 100 cm verfügbar. Individuelle Raumsituationen erfordern jedoch fast immer maßgefertigte Anpassungen.

Warum die richtigen Maße Küchenschränke so entscheidend sind

Wer denkt, Standardmaße passen automatisch in jeden Raum, liegt leider oft falsch. In unserer täglichen Beratung in den Lieblingsküchen-Studios in Rostock und Schwerin erleben wir es immer wieder: Kunden kommen mit Maßskizzen aus dem Internet, die auf ihren konkreten Grundriss schlicht nicht anwendbar sind. Schräge Wände, Deckenunterzüge, Nischen mit ungeraden Breiten — die Realität weicht fast immer vom Ideal ab.

Gleichzeitig gilt: Wer die Standardmaße versteht, kann schon vor dem ersten Beratungsgespräch besser einschätzen, was in seinem Raum möglich ist. Dieses Grundwissen macht Kunden zu selbstbewussten Gesprächspartnern — und genau das wollen wir bei Lieblingsküchen erreichen.

Die Maße der Küchenschränke beeinflussen außerdem direkt die Ergonomie, die Stauraumkapazität und die Optik der Küche. Eine schlecht geplante Unterschrankhöhe bedeutet Rückenschmerzen nach jedem Kochvorgang. Zu niedrig hängende Oberschränke wirken beengend. Zu viel verschenkte Ecke bedeutet Jahr für Jahr verlorenen Stauraum.

Kurzantwort: Die Maße der Küchenschränke sind entscheidend, weil sie Ergonomie, Stauraumnutzung und die Optik der gesamten Küche bestimmen. Standardmaße bieten eine Orientierung, passen aber selten ohne Anpassung zum individuellen Raum. Professionelle Planung verhindert teure Fehler.

Standardmaße Küchenschränke: Unterschränke im Detail

Unterschränke bilden das Fundament jeder Einbauküche. Sie tragen die Arbeitsplatte, beherbergen Einbaugeräte und bieten den Hauptteil des Stauraums im unteren Bereich. Wir erklären alle relevanten Maße systematisch.

Höhe der Unterschränke

Die Standardhöhe eines Unterschranks beträgt 85 cm — gemessen vom Boden bis zur Oberkante des Korpus, ohne Arbeitsplatte. Zuzüglich einer typischen Arbeitsplatten-Stärke von 3 bis 4 cm ergibt sich eine Gesamthöhe der Arbeitsfläche von ca. 88 bis 89 cm. Diese Höhe ist an die durchschnittliche Körpergröße erwachsener Personen angepasst und entspricht der DIN 68930.

Sockelblenden unter den Unterschränken haben eine Standardhöhe von 15 bis 19 cm. Sie lassen sich in der Tiefe anpassen und kaschieren Bodenunebenheiten. Bei der Planung ist zu beachten: Der Sockel gehört zum Unterschrank-Gesamtmaß, ist aber separat einstellbar.

Für Menschen mit abweichender Körpergröße empfehlen wir die individuelle Ermittlung der ergonomischen Arbeitshöhe: Ellenbogen im 90-Grad-Winkel minus 10 bis 15 cm. Detaillierte Informationen dazu finden Sie in unserem Ratgeber zur richtigen Arbeitshöhe in der Küche.

Tiefe der Unterschränke

Die Standardtiefe von Unterschränken beträgt 60 cm — das ist die Außentiefe inklusive Front. Der eigentliche Korpus misst in der Tiefe 56 cm, die restlichen 4 cm entfallen auf Fronten und Türen. Diese Tiefe ist auf die gängigen Einbaugeräte wie Geschirrspüler, Einbaukühlschrank und Backofen abgestimmt, die ebenfalls für 60-cm-Nischen konzipiert sind.

Sonderfall: Bei Kücheninseln oder freistehenden Unterschrankblöcken werden auch Tiefen von 70 bis 90 cm verwendet. Das schafft mehr Arbeitsfläche und ermöglicht bequemes Arbeiten von beiden Seiten.

Breiten der Unterschränke

Unterschränke sind in folgenden Standardbreiten erhältlich, die auf das Rastermaß von 10 cm aufgebaut sind:

Breite Typische Nutzung Besonderheiten
30 cm Gewürzschrank, Füllschrank Häufig als Auszugschrank mit Schubladen
40 cm Schubladenschrank, kleiner Stauraum Ideal für Besteck und Kleinkram
45 cm Spülmaschinen-Nische, Geschirrspüler Kompaktgeschirrspüler passen hier
50 cm Unterschrank mit Tür, Stauraum Häufig als Eckfüller
60 cm Standard-Einbaugerät, Spüle, Herd Häufigste Breite überhaupt
80 cm Doppelzonen-Spüle, breite Schubladenblöcke Gut für Töpfe und Pfannen
90 cm Spülenunterschrank breit, Vorratsschrank Oft für breite Arbeitsbereiche
100 / 120 cm Eckunterschrank, Sonderbreiten Eckkarussell oder Le-Mans-Beschlag
Kurzantwort: Unterschränke haben eine Standardhöhe von 85 cm (ohne Arbeitsplatte), eine Tiefe von 60 cm und sind in Breiten von 30 bis 120 cm erhältlich. Die häufigste Breite ist 60 cm, da sie auf Standard-Einbaugeräte abgestimmt ist. Millimetergenaue Anpassungen sind jederzeit möglich.

Maße Küchenschränke: Hängeschränke und Oberschränke

Hängeschränke — auch Oberschränke oder Wandschränke genannt — sind der zweite prägende Element der Küchenplanung. Sie nutzen die Wandfläche oberhalb der Arbeitsfläche und schaffen wertvollen Stauraum für Gläser, Gewürze, Vorräte und Küchenutensilien.

Höhe der Hängeschränke

Hängeschränke sind in verschiedenen Höhenmodulen erhältlich, die je nach Decken- und Raumhöhe kombiniert werden können:

  • 36 cm: Niedrige Hängeschränke, ideal über Dunstabzugshauben oder für dekorative Nischen
  • 54 cm: Mittlere Höhe, gut für kompakte Räume mit niedrigen Decken
  • 72 cm: Standard-Hängeschrank, passt unter die meisten Standarddecken
  • 90 cm: Hoher Hängeschrank, bis unter die Decke bei ca. 2,40 m Deckenhöhe
  • 100 cm: Maximalvariante für hohe Räume, oft mit Klappen oder Liftsystemen

Für Räume mit Deckenhöhen über 2,50 m empfehlen wir, Hängeschränke bis unter die Decke zu führen und den Spalt mit einer Abschlussleiste zu schließen. Das wirkt ordentlicher und verhindert schwer zugängliche Stauräume, in denen sich Staub ansammelt.

Tiefe der Hängeschränke

Die Standardtiefe von Hängeschränken beträgt 35 cm. Diese Tiefe ist so gewählt, dass die Schranktüren beim Öffnen nicht mit dem Kopf kollidieren, wenn man an der Arbeitsfläche steht. In einigen Planungen werden auch 30 cm tiefe Oberschränke eingesetzt — etwa über dem Spülbereich, wo tiefere Schränke den Lichteinfall beeinträchtigen würden.

Sonderfall Glasoberschränke: Glasschränke mit Beleuchtung werden häufig in 30 cm Tiefe geplant, da sie mehr zur Dekoration als zur Stauraumgewinnung dienen. Sie setzen Akzente und lockern die Küchenfront optisch auf — ein Trend, der auch 2026 in vielen Premium-Küchen aktuell bleibt.

Breiten der Hängeschränke

Hängeschränke folgen denselben Breitenrastern wie Unterschränke: 30, 40, 50, 60, 80, 90 und 100 cm. Wichtig: Hängeschränke müssen nicht zwingend die gleiche Breite wie der darunter stehende Unterschrank haben. Manchmal ist es sinnvoll, einen breiteren Unterschrank mit zwei schmaleren Hängeschränken zu kombinieren — etwa um eine Griffleiste oder ein Lichtband sinnvoll zu integrieren.

Abstand Arbeitsplatte zu Hängeschrank

Der Abstand zwischen Arbeitsplatten-Oberkante und Unterkante des Hängeschranks ist eine der meistgestellten Fragen in unserer Beratung. Der Standardwert liegt bei 50 bis 60 cm. Dieser Abstand ist aus zwei Gründen wichtig: Er ermöglicht bequemes Arbeiten ohne Kopfstöße und lässt ausreichend Raum für Küchenrückwände, Fliesenspiegel oder dekorative Verkleidungen.

Bei der Dunstabzugshaube gelten besondere Regeln: Mindestabstand zum Kochfeld beträgt 65 cm bei Elektrokochfeldern und 75 cm bei Gaskochfeldern. Mehr dazu erklärt unser Beitrag zur Ablufthaube und worauf Sie achten müssen.

Kurzantwort: Hängeschränke haben eine Standardtiefe von 35 cm und sind in Höhen von 36 bis 100 cm sowie in Breiten von 30 bis 100 cm erhältlich. Der Abstand zwischen Arbeitsplatte und Unterkante des Hängeschranks sollte 50 bis 60 cm betragen, bei der Dunstabzugshaube gelten Mindestabstände zum Kochfeld.

Hochschränke: Maße, Varianten und Planungsregeln

Hochschränke sind die effizientesten Stauraumlösungen in der Küche. Sie reichen von der Arbeitsfläche bis unter die Decke oder werden als vollständige Säulen vom Boden bis zur Decke geplant. Dabei erzielen sie auf kleiner Grundfläche maximalen Stauraum.

Standardmaße Hochschränke

Die Standardhöhe von Hochschränken liegt zwischen 190 cm und 230 cm. Sie werden typischerweise in zwei Segmenten geliefert und vor Ort montiert. Das untere Segment steht auf dem Sockel, das obere wird aufgesetzt und fixiert. Unsere eigenen Montageteams bei Lieblingsküchen kennen diese Details genau und gewährleisten dabei präzise, fugenfreie Verbindungen.

Die Tiefe von Hochschränken beträgt ebenfalls 60 cm — so sind sie bündig mit den Unterschränken und ermöglichen eine durchgehende Arbeitsfläche. Bei Gerätehochschränken für Einbaubacköfen, Dampfgarer oder Einbaukühlschränke ist die Tiefe identisch, da diese Geräte für die 60-cm-Nische konzipiert sind.

Hochschrankreihen werden häufig als Gerätetürme geplant: Einbaubackofen unten auf ergonomischer Griffhöhe, darüber Dampfgarer oder Mikrowelle, ganz oben Wärmeschublade oder Stauraum. Das spart Arbeitsfläche und schafft eine klare Gerätezone.

Breiten von Hochschränken

Hochschränke sind vorwiegend in 50, 60 und 80 cm Breite erhältlich. Schmalere Hochschränke (30 oder 45 cm) sind als Apothekerschränke mit Auszügen konzipiert — sie bieten auf geringer Grundfläche überraschend viel Stauraum für Gewürze, Öle und Konserven.

Kurzantwort: Hochschränke sind 190 bis 230 cm hoch, 60 cm tief und in Breiten von 30 bis 80 cm erhältlich. Sie sind die effizientesten Stauraumlösungen in der Küche und werden häufig als Gerätetürme für Einbaubacköfen, Dampfgarer und Einbaukühlschränke geplant.

Eckschränke: Besondere Maße und Lösungen

Ecken sind die Herausforderung schlechthin in jeder Küchenplanung. Der verfügbare Raum ist groß, die Zugänglichkeit aber eingeschränkt — ohne durchdachte Lösungen verbirgt sich hinter der Eckverkleidung verschenkter Stauraum.

Eckunterschrank mit Karussell

Der klassische Eckunterschrank mit Drehteller-Karussell benötigt auf jeder Seite eine Mindestbreite von 100 cm gemessen ab der Ecke. Innen dreht ein Karussell-System (zwei übereinanderliegende Ebenen), das beim Öffnen der Tür herausschwenkt. Der nutzbare Innendurchmesser beträgt je nach Hersteller ca. 80 bis 84 cm.

Blind-Eckschrank mit Le-Mans-Beschlag

Der Le-Mans-Beschlag ist für viele Küchenprofis die elegantere Lösung: Beim Öffnen der Tür fahren zwei halbkreisförmige Ebenen aus dem Schrank heraus. Die Zugänglichkeit ist deutlich besser als beim Karussell. Er benötigt ca. 90 cm Schrankbreite auf der Seite, an der die Tür angeschlagen ist.

Offene Ecke mit Regalverbindung

Eine dritte Variante ist die offene Ecke: Statt eines Eckschranks wird der Raum hinter der Ecke als offenes Regal gestaltet oder durch ein Fenster genutzt. Diese Lösung passt besonders gut zu modernen, offenen Küchenkonzepten und spart Kosten. Wer die Ecke bewusst als Designelement einsetzt, erhält eine einzigartige Optik — vorausgesetzt, die Planung berücksichtigt das von Anfang an.

Kurzantwort: Eckunterschränke benötigen mindestens 100 cm Schranklänge pro Seite. Die beliebtesten Lösungen sind das Karussell-System und der Le-Mans-Beschlag. Beide maximieren den Stauraum in der Ecke — vorausgesetzt, die angrenzenden Schränke haben die korrekten Maße.

Maße Küchenschränke: Planungsregeln und Faustformeln

Nach über zehn Jahren Erfahrung in der Küchenplanung haben wir bei Lieblingsküchen eine Reihe von Planungsregeln entwickelt, die in der täglichen Beratung zuverlässig funktionieren. Hier teilen wir die wichtigsten mit Ihnen.

Die 10 wichtigsten Planungsregeln für Küchenschrank-Maße

  1. Arbeitshöhe zuerst: Individuelle Körpergröße bestimmt die Unterschrankhöhe — nicht umgekehrt
  2. 60/35 cm Tiefenregel: Unterschränke 60 cm, Oberschränke 35 cm — hält Küche ergonomisch und optisch in Balance
  3. 50–60 cm Wandspiegelzone: Dieser Bereich zwischen Arbeitsplatte und Hängeschrank ist Kernarbeitsbereich und Gestaltungsfläche
  4. Ecken mind. 100 cm: Jede Seite des Eckschranks braucht mindestens 100 cm für ein funktionierendes Innenausstattungssystem
  5. Gerätenische = Gerätemaß + 2 mm: Einbaugeräte brauchen exakt ihre Nischenmaße — zu viel Spiel stört die Optik
  6. Steckdosen hinter der Fassade: Anschlüsse nie hinter feste Schrankrückwände planen — Servicezugang muss immer möglich sein
  7. Türöffnungsrichtung prüfen: Schranktüren und Gerätetüren dürfen sich nicht gegenseitig blockieren
  8. Schubladenausfahrraum einplanen: Schubladen brauchen vor dem Schrank dieselbe Tiefe als freien Raum zum vollständigen Herausziehen
  9. Beleuchtungszone berücksichtigen: LED-Unterbodenleuchten brauchen Kabelkanal — früh in der Planung einbauen
  10. Deckenunterzüge immer einmessen: Auch wenige Zentimeter Versatz können die gesamte Hochschrankplanung verschieben

Welche Schranklänge brauche ich für eine Küchenzeile?

Als Faustformel gilt: Eine vollständige Einzeilenküche (Spüle, Arbeitsfläche, Kochzone, Stauraum) benötigt mindestens 2,40 bis 3,00 m Wandlänge. Komfortabler sind 3,60 m und mehr. Bei L- oder U-Küchen addieren sich die Wandlängen — wobei Ecklösungen jeweils ca. 100 cm pro Seite beanspruchen.

Wie viele Schränke passe ich in eine 3-Meter-Küche?

In einer 3-Meter-Küchenzeile lassen sich beispielsweise kombinieren: ein 60-cm-Spülschrank, ein 60-cm-Unterschrank-Herd, zwei 60-cm-Unterschränke und ein 60-cm-Schubladenblock — macht genau 300 cm. In der Praxis kommen noch Füllstücke, Blenden und seitliche Abschlüsse hinzu, die 2 bis 5 cm beanspruchen. Diese wenigen Zentimeter entscheiden darüber, ob die Planung aufgeht oder nicht — weshalb millimetergenaue Aufmaße vor jeder Küchenplanung unverzichtbar sind. Häufige Fehler dabei beschreibt unser Artikel zu den 3 teuren Fehlern beim Küchenkauf.

Maße Küchenschränke anpassen: Sonderlösungen für jeden Raum

Nicht jede Küche hat gerade Wände, rechte Winkel und Standarddeckenhöhen. Gerade in Altbaugebäuden in Rostock oder Schwerin treffen wir regelmäßig auf schiefe Wände, Deckenbalken, Schrägen und Nischen, die keine Standardlösung erlauben.

Maßanpassung bei schrägen Wänden

Schräge Wände werden durch Füllleisten und Zierleisten ausgeglichen. Diese werden individuell auf Maß zugeschnitten und in der Farbe der Küchenfronten oder neutral in Weiß/Grau geliefert. Unser Montageteam vermisst die Abweichung vor Ort und schneidet die Leisten exakt zu — das Ergebnis sieht aus wie aus einem Guss.

Dachschrägen in der Küche

Dachschrägen erfordern häufig Sonderhöhen bei Hängeschränken. Hier werden Schränke schräg zugeschnitten oder als offene Regale unter der Schräge integriert. Auch Hochschränke können mit Schrägschnitt an die Dachfläche angepasst werden. Die genaue Lösung hängt vom Winkel der Schräge ab und wird individuell geplant.

Deckenunterzüge und Balken

Deckenunterzüge reduzieren die verfügbare Einbauhöhe lokal. Hochschränke müssen in diesem Bereich niedriger geplant werden, oder der Unterzug wird durch eine verkleidete Blende kaschiert, die nahtlos in das Küchendesign integriert wird. Unsere Küchenplaner im Studio berücksichtigen solche Besonderheiten ab dem ersten Planungsgespräch.

Kurzantwort: Sonderlösungen für schräge Wände, Dachschrägen und Deckenunterzüge sind durch Füllleisten, Schrägschnitte und Blenden realisierbar. Sie erfordern exaktes Aufmaß vor Ort und werden bei professionellen Küchenstudios standardmäßig in der Planung berücksichtigt.

Maße Küchenschränke und Einbaugeräte: Was zusammenpassen muss

Einbaugeräte und Küchenschränke bilden eine Einheit — sie müssen maßlich exakt aufeinander abgestimmt sein. Schon wenige Millimeter Abweichung können dazu führen, dass eine Gerätetür nicht richtig schließt oder ein Gerät nicht bündig mit der Front abschließt.

Geschirrspüler-Nische

Standard-Geschirrspüler haben eine Einbaubreite von 60 cm und eine Einbauhöhe von 82 bis 87 cm (höhenverstellbar über die Füße). Der Schrank muss exakt diese Maße freigeben, plus ca. 1 bis 2 mm Toleranz für einfache Montage. Kompakt-Geschirrspüler haben eine Einbaubreite von 45 cm.

Einbaukühlschrank und Gefrierkombi

Einbaukühlschränke werden in Standardhöhen von 88 cm (Unterbaukühlschrank), 122 cm (Mittelhoher Kühlschrank) und 177 bis 193 cm (Vollintegrierter Kühlschrank) angeboten. Letztere werden in einen Hochschrank integriert — die Schrankmaße müssen auf die genaue Gerätehöhe plus Belüftungsabstand abgestimmt sein.

Einbaubacköfen und Dampfgarer

Standard-Einbaubacköfen haben eine Einbauhöhe von 59,4 bis 60 cm und eine Einbaubreite von 56 cm (in 60-cm-Nische). Dampfgarer und Mikrowellen haben dieselben Maße und werden senkrecht gestapelt — ideal im Hochschrank auf Arbeitshöhe. Die ergonomisch günstige Position für Backofen-Einbau ist mit der Oberkante des Geräts auf ca. 70 bis 80 cm Höhe, um bequemes Herein- und Herausnehmen zu ermöglichen.

Mehr zur Ausstattung von Einbaugeräten und deren optimaler Positionierung finden Sie in unserem Ratgeber zur Ausstattung eines Geschirrspülers.

Ergonomie und Maße Küchenschränke: Was wirklich zur Person passt

Die beste Küchenplanung ist die, die auf den Menschen zugeschnitten ist — nicht auf den Normkatalog. In unserer Beratungspraxis bei Lieblingsküchen sehen wir täglich, wie viel Unterschied eine individuell angepasste Schrankplanung macht.

Körpergröße und Unterschrankhöhe

Für eine Person mit 160 cm Körpergröße liegt die ideale Arbeitsfläche bei ca. 83 cm. Für eine Person mit 190 cm Körpergröße sind es ca. 93 cm. Die Differenz von 10 cm entspricht bei Standardsockelhöhen einem um ca. 5 cm erhöhten Sockel — technisch problemlos realisierbar. Für Paare mit unterschiedlichen Körpergrößen empfehlen wir unterschiedliche Arbeitsbereiche: Die Kochzone kann höher geplant werden, der Spülbereich niedriger — oder umgekehrt.

Unseren detaillierten Ratgeber zur optimalen Arbeitshöhe in der Küche empfehlen wir als ergänzende Lektüre.

Rollstuhlgerechte Küchen und barrierefreie Maße

Barrierefreie Küchen nach DIN 18040-2 erfordern abweichende Maße: Unterschränke ohne Sockel oder mit unterfahrbarem Freiraum (mind. 67 cm Höhe, 60 cm Tiefe unter der Arbeitsplatte), Arbeitsflächen auf 80 bis 85 cm Höhe und Bedienbereiche in erreichbarer Höhe von max. 85 cm. Lieblingsküchen plant auch barrierearme und rollstuhlgerechte Küchen — sprechen Sie uns im Beratungsgespräch an.

People Also Ask: Häufige Fragen zu Küchenschrank-Maßen

Welche Maße haben Küchenschränke in der Standardplanung?

In der Standardplanung gilt: Unterschränke sind 85 cm hoch, 60 cm tief und in Breiten von 30 bis 120 cm verfügbar. Hängeschränke messen in der Tiefe 35 cm und erreichen Höhen von 36 bis 100 cm. Hochschränke sind 190 bis 230 cm hoch und ebenfalls 60 cm tief. Diese Maße sind auf Standard-Einbaugeräte und ergonomische Richtwerte für durchschnittliche Körpergrößen abgestimmt.

Wie tief sind Oberschränke in der Küche?

Oberschränke — auch Hängeschränke oder Wandschränke genannt — haben eine Standardtiefe von 35 cm. Diese Tiefe ist so gewählt, dass die Türen beim Öffnen nicht mit dem Kopf kollidieren und die Schränke die Arbeitsfläche darunter nicht zu stark überschatten. In einigen Sondersituationen, etwa über dem Spülbereich, werden auch 30-cm-Schränke eingesetzt.

Was ist der Unterschied zwischen Korpusmaß und Außenmaß beim Küchenschrank?

Das Korpusmaß beschreibt das nackte Schrankgehäuse — bei Unterschränken typischerweise 56 cm tief. Das Außenmaß inklusive Fronten und Türen beträgt 60 cm. Diese 4 cm Differenz ist für die Planung entscheidend: Einbaugeräte werden auf das Außenmaß abgestimmt, Wandabstände werden auf Basis des Außenmaßes gemessen.

Wie viel Platz braucht eine Küche mindestens?

Eine funktionale Einzeilenküche benötigt mindestens 2,40 m Wandlänge und eine Gangbreite von 90 cm für ungestörtes Arbeiten. Für eine L-Küche sind in der Regel Raumlängen von 3,00 × 2,40 m sinnvoll. Bei U-Küchen empfehlen wir mindestens 4,00 × 2,60 m Raumgröße, damit ausreichend Bewegungsfreiheit erhalten bleibt. Kleine Küchen lassen sich durch intelligente Planung erstaunlich effizient gestalten — unser Artikel zu ausgefallenen kleinen Küchen zeigt wie.

Schritt-für-Schritt: Küchenschrank-Maße richtig ermitteln und planen

In 6 Schritten zu den richtigen Küchenschrank-Maßen

  1. Raummaße aufnehmen: Breite, Höhe, alle Nischen, Fenster- und Türöffnungen, Anschlüsse
  2. Geräteanforderungen klären: Einbaumaße aller geplanten Geräte notieren
  3. Arbeitshöhe individuell ermitteln: Ellenbogen 90° minus 10–15 cm
  4. Oberschrank-Position festlegen: Wandspiegelzone und Haubenmindestabstand berücksichtigen
  5. Stauraumbedarf analysieren: Unterschränke, Hochschränke, Sonderlösungen definieren
  6. Professionelle Feinplanung: Füllstücke, Blenden, Sonderlösungen mit dem Küchenstudio abstimmen

Materialien und Korpusqualität: Was hinter den Maßen steckt

Maße allein sagen nichts über die Qualität eines Küchenschranks. Hinter identischen Außenmaßen können sich erhebliche Qualitätsunterschiede verbergen — vom Korpur-Material über die Beschlagsqualität bis zur Rückwandstärke.

Hochwertige Küchenschränke haben Korpusse aus 19 mm starkem Spanplatten-Kernmaterial mit beidseitiger Melaminharzbeschichtung und umlaufenden ABS-Kanten (0,8 bis 2 mm stark). Günstigere Produkte setzen auf 16 mm Korpusplatten — was bei größeren Breiten zu Durchbiegung führen kann.

Die Rückwand des Unterschranks hat bei Qualitätsprodukten eine Stärke von 4 bis 5 mm (HDF-Platte), bei günstigeren Varianten nur 3 mm. Das klingt marginal, macht aber langfristig einen Unterschied bei der Stabilität — besonders wenn Töpfe und Pfannen im Schrank stehen.

Beschläge wie Scharniere und Auszüge sollten aus Metall mit Soft-Close-Funktion sein. Kunststoffbeschläge sind deutlich weniger langlebig und gehören nicht in eine Premium-Küche. Unsere Kunden bei Lieblingsküchen profitieren von unserer langjährigen Erfahrung bei der Auswahl zuverlässiger Hersteller und Systeme — in Kombination mit unserer 5 Jahre Gerätegarantie, die wir auf alle Einbaugeräte gewähren.

Küchentrends 2026: Wie sich die Maße verändern

Die Maße von Küchenschränken sind über Jahrzehnte erstaunlich stabil geblieben — doch 2026 zeichnen sich einige relevante Entwicklungen ab, die auch maßlich relevant sind.

Tiefere Unterschränke: Kücheninseln mit 70 bis 90 cm tiefen Unterschränken werden beliebter. Sie bieten mehr Arbeitsfläche und schaffen natürliche Raumteiler in offenen Wohnküchen.

Flächenbündige Fronten: Grifflose Küchen mit Push-to-Open-Systemen oder durchgehenden Griffleisten sind weiter auf dem Vormarsch. Sie stellen besondere Anforderungen an die Passgenauigkeit der Schranktüren — Toleranzen von unter 1 mm sind Standard bei Premium-Herstellern.

Höhere Oberschränke: Statt 72 cm hoher Hängeschränke werden zunehmend 90 und 100 cm hohe Varianten gewählt — sie reichen bis unter die Decke und maximieren den Stauraum im oberen Bereich. Liftsysteme und Klapptüren machen den Zugang komfortabel.

Offene Regalsysteme: Insbesondere im mittleren Hängebereich werden offene Regale aus Holz, Metall oder Glas als Designelement integriert — dort wo früher geschlossene Hängeschränke standen. Das reduziert den Stauraum, gewinnt aber an Wohnlichkeit und Sichtbarkeit für schöne Küchenutensilien.

Wer wissen möchte, welche Lösungen sich besonders für kleinere Grundrisse eignen, findet bei uns inspirierende Ideen zu ausgefallenen kleinen Küchen.

Häufig gestellte Fragen zu Maßen von Küchenschränken (FAQ)

Wie hoch sind Küchenschränke normalerweise?

Unterschränke haben eine Standardhöhe von 85 cm ohne Arbeitsplatte. Hängeschränke sind in Höhen von 36 bis 100 cm erhältlich, wobei 72 cm die häufigste Variante darstellt. Hochschränke reichen von 190 bis 230 cm Höhe. Diese Standardmaße basieren auf der DIN 68930 und sind auf eine durchschnittliche Körpergröße von 170 bis 175 cm abgestimmt. Für Menschen mit abweichender Körpergröße lassen sich die Unterschrankhöhen über den Sockel individuell anpassen.

Welche Tiefe haben Küchenschränke?

Unterschränke und Hochschränke haben eine Standardtiefe von 60 cm (Außenmaß) bzw. 56 cm Korpustiefe. Hängeschränke sind 35 cm tief, in Sonderfällen auch 30 cm. Kücheninseln werden häufig in 70 bis 90 cm Tiefe geplant. Die Tiefe ist so gewählt, dass Standard-Einbaugeräte bündig mit der Frontseite abschließen und die Arbeitsplatte sicher aufliegt.

Wie breit sind Küchenschränke in der Regel?

Küchenschränke sind in Standardbreiten von 30, 40, 45, 50, 60, 80, 90, 100 und 120 cm erhältlich. Das Rastermaß von 10 cm ermöglicht flexible Kombinationen. Die häufigste Breite ist 60 cm, da Einbaugeräte wie Geschirrspüler, Backofen und Einbaukühlschrank exakt für diese Breite ausgelegt sind. Sonderbreiten jenseits der Standardmaße sind als Maßanfertigung oder durch Füllleisten realisierbar.

Kann ich Küchenschränke in Sondermaßen bestellen?

Ja, Sondermaße sind in der professionellen Küchenplanung Standard und keine Ausnahme. Besonders in Altbauten, bei Dachschrägen, Nischen oder unregelmäßigen Grundrissen sind Anpassungen durch Füllleisten, Sonderhöhen oder maßgefertigte Korpi notwendig. Ein erfahrenes Küchenstudio wie Lieblingsküchen berücksichtigt diese Anforderungen von Beginn an in der Planung und setzt sie in der eigenen Montage präzise um. So entstehen keine Überraschungen zwischen Planung und Ergebnis.

Wie plane ich Küchenschranke ergonomisch richtig?

Ergonomische Planung beginnt mit der individuellen Arbeitshöhe: Ellenbogen im 90-Grad-Winkel minus 10 bis 15 cm ergibt die ideale Arbeitsflächen-Höhe. Hängeschränke sollten mit der Unterkante mindestens 50 cm über der Arbeitsplatte hängen. Hochschränke mit Backofen positionieren Profis so, dass die Oberkante des Backofens auf ca. 70 bis 80 cm liegt — das schont den Rücken. Schubladenauszüge sind in den unteren zwei Dritteln des Unterschranks ergonomisch besser zugänglich als Klappen. Wir empfehlen auch unsere Informationen zur richtigen Arbeitshöhe in der Küche für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Thema.

Was kostet eine professionelle Küchenplanung und worauf sollte ich achten?

Die Kosten einer professionellen Küchenplanung hängen vom Umfang, den Materialien und den Einbaugeräten ab. Was sich immer lohnt: Ein Küchenstudio mit eigenem Montageteam, transparenter Preisgestaltung und Garantieleistungen wählen. Günstige Angebote ohne Service-Paket führen häufig zu höheren Gesamtkosten, wenn Nacharbeiten, Nachlieferungen oder Montagefehler entstehen. Bei Lieblingsküchen begleiten wir Kunden in 9 klar definierten Schritten — von der ersten Idee bis zur Abnahme. Mehr zu typischen Kauffehlern erklärt unser Artikel zu den 3 teuren Fehlern beim Küchenkauf.

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