Standardmaße Küchenschränke: Das vollständige Handbuch für Ihre Küchenplanung 2026
Die Standardmaße von Küchenschränken bilden das Fundament jeder erfolgreichen Küchenplanung. Als Standardmaß gilt ein genormtes Rastersystem: Unterschränke sind typischerweise 72 cm hoch (Korpus), 60 cm tief und in Breiten von 30 bis 120 cm in 10-cm-Schritten erhältlich. Oberschränke messen in der Tiefe 35 cm, Hochschränke reichen bis 215 cm Höhe. Wer diese Maße kennt und versteht, trifft bei der Küchenplanung sicherere Entscheidungen — und erkennt, wann individuelle Lösungen sinnvoller sind als das Standardraster.
In diesem Artikel erklären wir alle relevanten Maße systematisch, zeigen Ihnen, wo Standardlösungen gut funktionieren und wo maßgefertigte Planung entscheidend ist. Sie erfahren, wie Ergonomie, Gerätemaße und Raumgeometrie zusammenspielen — und warum Küchen, die nur nach dem Standardraster geplant werden, oft wertvolles Potenzial verschenken.
—
Warum gibt es Standardmaße für Küchenschränke überhaupt?
Das heutige Maßsystem für Küchenmöbel wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts europaweit vereinheitlicht. Das Ziel: Küchenmöbel, Einbaugeräte und Zubehör von verschiedenen Herstellern sollen problemlos kombinierbar sein. Dieses Prinzip der Normierung macht Küchen planbarer, Gerätewechsel einfacher und Produktion günstiger.
Die zugrundeliegende europäische Norm orientiert sich an einem 60-cm-Raster. Aus diesem Grundmodul leiten sich die Breiten aller Schranktypen ab — von der schmalen 30-cm-Nische bis zum 120-cm-Breitunterschrank. Einbaugeräte wie Geschirrspüler, Einbaukühlschränke oder Backöfen sind auf dieselben Nischenmaße abgestimmt.
In unserer täglichen Beratung in den Studios Rostock und Schwerin erleben wir, dass viele Kunden die Standardmaße kennen, aber ihre konkrete Bedeutung für den eigenen Raum unterschätzen. Ein Maßraster löst keine schiefen Wände, keine ungünstigen Fensterbrüstungen und keine zu niedrigen Deckenhöhen — dafür braucht es Planungserfahrung.
—
Standardmaße Küchenschränke: Das vollständige Maßsystem im Überblick
Das Maßsystem gliedert sich in drei Schranktypen: Unterschränke, Oberschränke und Hochschränke. Jeder Typ hat eigene Standardhöhen, Tiefen und Breitenraster. Hinzu kommen Sonderformate für Eckbereiche, Spülenunterschränke und Gerätehochschränke.
Unterschränke (Basisschränke)
Unterschränke bilden die tragende Ebene der Küche. Ihr Korpus ist standardmäßig 72 cm hoch — das ist das Maß vom Boden bis zur Oberkante des Korpus, ohne Sockel und ohne Arbeitsplatte. Die Standardtiefe beträgt 60 cm, die Nutztiefe im Inneren liegt nach Abzug der Rückwand bei ca. 57–58 cm.
Die Breiten folgen dem 10-cm-Raster: 30, 40, 45, 50, 60, 80, 90, 100 und 120 cm. Besonders verbreitet sind 60 cm (Grundmodul), 80 cm (mit zwei Türen) und 45 cm (für Füllbereiche oder schmalere Nischen). Schubladen-Unterschränke haben meist Breiten von 60, 80 oder 90 cm.
Zum Unterschrank gehört der Sockel, der die Höhendifferenz zwischen Fußboden und Korpusunterkante überbrückt. Der Standardsockel ist 15 cm hoch, kann aber auf 10 oder 18 cm angepasst werden — eine Justierung, die die spätere Gesamtarbeitshöhe direkt beeinflusst.
Oberschränke (Hängeschränke)
Oberschränke werden an der Wand über der Arbeitsplatte montiert. Ihre Standardtiefe beträgt 35 cm, in einigen Serien auch 40 cm. Die Korpushöhen sind in drei Varianten erhältlich: 54 cm (klassisch, kompakt), 72 cm (mehr Stauraum) und 90 cm (bei hohen Decken bis zur Decke geführt).
Die Breitenraster entsprechen denen der Unterschränke. Typische Oberschrankbreiten sind 30, 40, 45, 50, 60, 80 und 90 cm. Der Abstand zwischen Arbeitsplatte und Oberschrank-Unterkante sollte mindestens 45–50 cm betragen, damit bequem gearbeitet werden kann — bei Dunstabzugshauben gelten gerätespezifische Mindestabstände.
Hochschränke
Hochschränke reichen vom Sockel bis nahe an die Decke. Standard-Korpushöhen sind 195 cm und 215 cm. Bei 15 cm Sockel ergibt sich eine Gesamthöhe von 210 oder 230 cm. Die Tiefe entspricht mit 60 cm der der Unterschränke, Breiten sind meist 60 cm (Standard) oder 90 cm (Vorratsschrank).
Hochschränke nehmen Einbaugeräte wie Backöfen, Dampfgarer oder Einbaukühlschränke auf. Gerätehochschränke haben genormte Einbaunischen: 45 cm Höhe für Einbaubacköfen (Standardnische) oder kombinierte 88 cm für Backofen plus Mikrowelle übereinander.
—
Die Standardmaße in der Übersicht: Vergleichstabelle aller Schranktypen
| Schranktyp | Korpushöhe | Tiefe | Typische Breiten | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Unterschrank (Basis) | 72 cm | 60 cm | 30–120 cm | + 15 cm Sockel + 3–4 cm Arbeitsplatte |
| Oberschrank (Hänger) | 54 / 72 / 90 cm | 35 cm (auch 40 cm) | 30–90 cm | Abstand Arbeitsplatte mind. 45 cm |
| Hochschrank | 195 / 215 cm | 60 cm | 60 / 90 cm | Gesamthöhe inkl. Sockel: 210–230 cm |
| Gerätehochschrank (Backofen) | 195 / 215 cm | 60 cm | 60 cm | Einbaunische 45 cm (Backofen) / 88 cm (Kombi) |
| Eckunterschrank | 72 cm | 60 × 60 cm | 80 / 90 / 100 cm | Karussellauszug oder Le-Mans-Beschlag |
| Spülenunterschrank | 72 cm | 60 cm | 60 / 80 / 90 cm | Ohne Mittelsteg, Siphon-Aussparung |
—
Standardmaße Küchenschränke und die richtige Arbeitshöhe
Die Arbeitshöhe ist einer der wichtigsten ergonomischen Parameter in der Küchenplanung — und einer, der in Standard-Planungen am häufigsten pauschal behandelt wird. Die Gesamtarbeitshöhe ergibt sich aus: Sockelhöhe + Korpushöhe + Arbeitsplattendicke.
Bei Standardwerten (15 cm Sockel + 72 cm Korpus + 3,8 cm Arbeitsplatte) ergibt das etwa 90,8 cm — gerundet 91 cm. Das ist für Personen zwischen 170 und 180 cm Körpergröße oft passend. Die ergonomische Faustregel: Ellenbogenhöhe minus 10 bis 15 cm. Für eine 165 cm große Person liegt die ideale Arbeitshöhe bei ca. 85 cm, für eine 190 cm große Person bei ca. 95–100 cm.
Wir empfehlen in unserer Beratungspraxis, die Sockelhöhe als Stellschraube zu nutzen: Ein Sockel von 10 cm statt 15 cm senkt die Arbeitshöhe um 5 cm — ohne den Schrankkorpus zu ändern. Alternativ bieten viele Hersteller Korpushöhen von 70 oder 74 cm als Sondermaß an. Lesen Sie dazu auch unseren ausführlichen Artikel zur richtigen Arbeitshöhe in der Küche.
Was ist die ergonomisch richtige Arbeitshöhe?
Die ergonomisch richtige Arbeitshöhe liegt 10 bis 15 cm unterhalb der Ellenbogenhöhe. Für Personen zwischen 160 und 185 cm Körpergröße bedeutet das eine Arbeitshöhe zwischen 83 und 96 cm. Wer regelmäßig anspruchsvolle Küchenarbeit leistet — etwa langes Schneiden oder Kneten — sollte die Höhe auf der niedrigeren Seite des Spektrums wählen, um die Schultern zu entlasten. Unsere Planungsexperten messen im Beratungsgespräch immer gemeinsam mit den Kunden.
Wie verändert die Arbeitsplattenstärke die Gesamthöhe?
Arbeitsplatten sind in Stärken von 2 cm (Feinsteinzeug, Keramik) bis 6 cm (massive Holzarbeitsplatte, dicke Natursteinplatten) erhältlich. Die häufigste Stärke bei Laminat- und Holzwerkstoffplatten ist 3,8 cm. Eine massivere Platte — etwa aus Naturstein oder Beton-Optik — kann die Arbeitshöhe gegenüber dem Standardwert um bis zu 2 cm erhöhen. Wir berücksichtigen diese Differenz immer schon bei der Sockeljustierung in der Planungsphase.
—
Standardmaße und Einbaugeräte: Was passt zusammen?
Einer der häufigsten Planungsfehler, den unsere Kunden schildern, ist die Annahme, dass alle Einbaugeräte automatisch in Standardschränke passen. Das stimmt für die meisten gängigen Geräteklassen — aber nur, wenn die Geräte selbst Standardmaße einhalten.
Einbaugeschirrspüler
Standard-Einbaugeschirrspüler passen in eine 60 cm breite, 82–86 cm hohe Nische. Vollintegriete Modelle (ohne sichtbare Front) brauchen eine spezielle Tür-Befestigung am Korpus. Schlanke Varianten mit 45 cm Breite sind für schmale Küchen erhältlich, bieten aber weniger Kapazität. Wichtig: Der Sockelbereich des Unterschranks muss für Zu- und Ablauf ausgespart sein.
Einbaukühlschrank und Gefrierschrank
Einbaukühlschränke sind in 122 cm, 144 cm und 177 cm Nischenhöhe erhältlich. Die 177-cm-Variante wird im Gerätehochschrank verbaut. Die Nischenbreite beträgt standardmäßig 56 cm bei einer Außenbreite des Geräts von 54–55 cm. Side-by-Side-Geräte sprengen das Standardraster deutlich — dafür sind individuelle Planungen erforderlich.
Kochfeld und Dunstabzug
Induktionskochfelder in 60 cm Breite sind die häufigste Variante und passen in eine entsprechend breite Unterschrank-Nische. Kochfelder mit 80 oder 90 cm Breite benötigen breitere Unterschränke. Der Dunstabzug darüber muss mindestens gleich breit sein wie das Kochfeld. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zur Planung der Ablufthaube.
Einbaubackofen und Dampfgarer
Standard-Einbaubacköfen passen in eine Nische von 60 cm Breite und 45 cm Höhe. Werden Backofen und Dampfgarer übereinander verbaut, braucht der Hochschrank eine Nische von ca. 88 cm. Manche Geräte benötigen eine Belüftungsöffnung im Sockelbereich oder seitliche Abstände von 5–10 mm — diese Details klären wir immer im Planungsgespräch, bevor Maße fixiert werden.
—
Restmaße und Füllleisten: Was tun wenn der Raum nicht ins Raster passt?
Küchenräume sind selten exakt durch 60 cm oder 10 cm teilbar. Eine Wand von 347 cm kann mit fünf 60-cm-Unterschränken und einem 47-cm-Rest nicht sauber gefüllt werden. Genau hier zeigt sich, ob eine Küchenplanung professionell oder improvisiert ist.
In unserer Planung nutzen wir Füllleisten und Füllschränke in Sonderbreiten, um Restmaße ästhetisch zu integrieren. Füllleisten sind schmale, rahmenartige Profile, die zwischen Schrank und Wand oder zwischen zwei Schränken eingespannt werden — in Breiten von 2 bis 10 cm. Größere Restmaße werden mit Sonderschränken (z. B. 37 cm oder 53 cm) gefüllt, die in der Schrankproduktion maßgenau gefertigt werden.
Die Kunst der professionellen Küchenplanung liegt darin, diese Anpassungen unsichtbar zu machen — sodass die fertige Küche aussieht, als wäre der Raum für sie gebaut worden. Genau das erleben unsere Kunden in den Studios am Warnowufer und am Hopfenmarkt in Rostock sowie in Schwerin täglich.
—
Standardmaße Küchenschränke: Schrittweise Planung für Ihren Raum
So planen Sie Ihre Küche systematisch — Schritt für Schritt
- Raummaße aufnehmen: Alle Wände an drei Stellen (oben, Mitte, unten) messen. Schrägen, Nischen, Steckdosen, Fenster- und Türöffnungen dokumentieren.
- Standardmaße als Ausgangspunkt: Unterschrankhöhe 72 cm + Sockel 15 cm + Arbeitsplatte 3,8 cm = ca. 91 cm Arbeitshöhe. Mit diesem Wert starten Sie die Höhenplanung.
- Ergonomie prüfen: Ellenbogenhöhe minus 10–15 cm ergibt Ihre ideale Arbeitshöhe. Weicht sie von 91 cm ab, passen Sie die Sockelhöhe an.
- Geräteliste erstellen: Alle geplanten Einbaugeräte mit Typenschildmaßen oder Datenblatt-Angaben erfassen — Einbaumaße, Nischenhöhen, Mindestabstände.
- Restmaße berechnen: Raumbreite minus Summe aller geplanten Schrankbreiten = Restmaß. Dieses mit Füllleisten oder Sonderschränken einplanen.
- 3D-Planung beauftragen: Lassen Sie Ihre Küche im Küchenstudio visualisieren. Fehler in der Planung sind vor der Produktion kostenlos — danach unter Umständen sehr teuer.
—
Typische Irrtümer rund um Standardmaße — und was wirklich gilt
In unserer Beratung begegnet uns regelmäßig der Irrtum: „Wenn ich Standardmaße kenne, kann ich meine Küche selbst planen.“ Das Wissen um Maße ist ein guter Einstieg — es ersetzt aber keine professionelle Planung. Drei Irrtümer hören wir besonders häufig.
Irrtum 1: „Standardmaße passen immer“
Standardmaße passen für Standardräume — aber kein Raum ist vollständig standard. Schräge Wände, unterschiedliche Deckenhöhen, versetzte Steckdosen und tragende Wände machen individuelle Anpassungen notwendig. Wir messen jeden Raum im Rahmen unserer Beratungsvorbereitung persönlich aus — mit Lasermaßen, nicht aus dem Gedächtnis des Kunden.
Irrtum 2: „Es wird schon genug Stauraum geben“
Dieser Satz ist einer der teuersten Planungsfehler, den Kunden machen. Standardschränke bieten Stauraum — aber ohne gezielte Inneneinteilung durch Schubladen-Organisatoren, Auszüge, Eck-Lösungen und Hochschrank-Nutzung bleibt viel Potenzial ungenutzt. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel zu den 3 teuren Fehlern beim Küchenkauf.
Irrtum 3: „Oberschränke brauche ich nicht“
Gerade in modernen, minimalistischen Küchen 2026 werden Oberschränke oft weggelassen — für ein offenes, luftiges Raumgefühl. Das ist eine legitime Designentscheidung, die aber den Stauraumverlust bewusst kompensieren muss: durch tiefere Unterschränke (60 cm statt 35 cm), Hochschränke oder Regalsysteme. Wer Oberschränke weglässt, ohne den Stauraum anders zu sichern, bereut es oft schnell.
—
Sonderformate: Wenn Standardmaße nicht ausreichen
Nicht jede Küche lässt sich in das 60-cm-Raster pressen. Für Galerie-Küchen, Altbauwohnungen mit niedrigen Decken, Lofts mit Dachschrägeen oder sehr große Kücheninseln braucht es Sonderformate. Hier ein Überblick der häufigsten Abweichungen:
- Schlanke Unterschränke: 45 cm Tiefe statt 60 cm, für schmale Galerien oder Küchenzeilen in kleinen Räumen — Details zu platzsparenden Lösungen erläutern wir auch in unserem Artikel zu ausgefallenen kleinen Küchen.
- Erhöhte Arbeitshöhe: Großgewachsene Nutzer profitieren von Arbeitshöhen bis 100 cm, realisierbar durch Hochsockel (20 cm) oder spezielle Korpushöhen (76–80 cm).
- Niedriger Oberschrank: In Räumen mit Deckenhöhen unter 2,40 m werden Oberschränke mit 54 cm oder weniger eingesetzt, um Proportionen zu wahren.
- Überbreite Kücheninseln: Kücheninseln werden häufig in Breiten von 100–140 cm und Längen von 150–300 cm realisiert. Sie folgen keinem Standardraster mehr, sondern werden individuell geplant.
- Barrierefreie Küchen: Hier gelten eigene Normen (DIN 18040): Unterschranktiefen von 30–35 cm unter der Arbeitsplatte (unterfahrbar), Arbeitshöhen von 72–82 cm, großzügige Bewegungsflächen.
Unsere Planungsteams in Rostock und Schwerin kennen alle Sondernormen und setzen sie täglich um — ob im privaten Neubau, bei der Sanierung eines Altbaus oder im barrierefreien Umbau. Mit unseren Partnerstudios bundesweit sind wir auch außerhalb Norddeutschlands für Sie da.
—
Küchenschrank-Maße und die Wahl der Arbeitsplatte
Die Arbeitsplatte ist das verbindende Element zwischen Schrankkorpus und Nutzoberfläche — und ihr Maß beeinflusst die Ergonomie, das Aussehen und den Reinigungsaufwand erheblich. Standardarbeitsplatten sind 60 cm tief (entsprechend dem Unterschrankraster), 3,8 cm stark und in Längen von 200–400 cm oder als Zuschnitt erhältlich.
Die Überkragung nach vorne (über die Schrankfront hinaus) beträgt standardmäßig 2–3 cm, was als Griffkante dient und die Hand vor dem Korpus schützt. Zur Wand hin wird die Platte auf die Wandkontur angepasst — auch das ist eine handwerkliche Leistung, die ein erfahrenes Montageteam erbringt.
Materialien wie Keramik oder Feinsteinzeug werden teils nur 12–20 mm stark eingesetzt, was die Gesamtarbeitshöhe leicht reduziert. Naturstein kann bis zu 60 mm stark sein. Für eine pflegeleichte, strapazierfähige Arbeitsplatte, die gut zu Standardmaßen passt, geben wir in unserem Ratgeber zu pflegeleichten Arbeitsplatten detaillierte Empfehlungen.
—
Standardmaße und Küchentrends 2026: Was ändert sich?
Das Grundmaßraster der Küchenschränke bleibt 2026 stabil — es hat sich über Jahrzehnte als industrieller Standard bewährt. Was sich verändert, sind die Inneneinteilungen, die Oberflächenmaterialien und die Schrankhöhen im Raum.
Der wichtigste Trend 2026: deckenhohe Fronten. Immer mehr Küchen werden bis zur Raumdecke geführt — entweder mit echten Hochschrankmöbeln (215 cm + Aufsatz) oder mit Blenden-Elementen, die den Raum zwischen Oberschrank und Decke schließen. Das erfordert exakte Maßaufnahmen der Deckenhöhe an mehreren Stellen, da diese in vielen Gebäuden nicht gleichmäßig ist.
Ein weiterer Trend: Schubladenunterschränke dominieren gegenüber klassischen Drehtür-Unterschränken. Schubladenauszüge bis 30 kg Tragkraft und Inneneinteilungen aus Holz oder Aluminium maximieren den nutzbaren Stauraum — auch innerhalb des Standardkorpus. Die Schrankmaße ändern sich nicht, aber der Inhalt wird durchdachter.
—
People Also Ask: Häufige Fragen zu Standardmaßen bei Küchenschränken
Wie tief sind Küchenschränke wirklich — Außenmaß oder Nutztiefe?
Das Außenmaß eines Unterschranks beträgt 60 cm inklusive Rückwand. Die nutzbare Innenbreite (Lichtmaß) liegt nach Abzug der Seitenwände bei ca. 56–57 cm, die nutzbare Innentiefe bei ca. 56–58 cm. Bei Schubladen reduziert sich die effektive Nutztiefe durch Schubladenführungen nochmals leicht. Diese Differenz ist bei der Auswahl von Einsätzen und Organizer-Systemen entscheidend.
Welche Küchenschrankbreite ist am häufigsten verbaut?
Die häufigste Schrankbreite ist 60 cm — sie entspricht dem Grundmodul und deckt Standardgerätenischen (Geschirrspüler, Kühlschrank) direkt ab. An zweiter Stelle stehen 80 cm für Schubladenunterschränke und 45 cm als Füllschrank. In der Planung empfehlen wir immer, die Breitenverteilung auf den tatsächlichen Nutzungsflow abzustimmen — Töpfe nah am Herd, Geschirr nah an der Spülmaschine.
Kann ich einen Küchenschrank nachträglich in der Höhe verändern?
Der Schrankkorpus selbst ist nicht höhenveränderbar. Anpassungen sind jedoch über den Sockel möglich: Schrankfüße lassen sich in der Regel zwischen 10 und 20 cm einstellen. Im Nachhinein — also nach der Montage — ist eine Sockelerhöhung aufwändig, weil Arbeitsfläche, Sockelblende und Wandanpassungen neu abgestimmt werden müssen. Deshalb ist die Vorab-Ergonomieplanung so wichtig.
Was ist der Unterschied zwischen 60-cm-Unterschrank und 60-cm-Einbaugerät?
Ein 60-cm-Unterschrankkorpus hat eine Außenbreite von 60 cm. Ein 60-cm-Einbaugerät (z. B. Geschirrspüler) hat dagegen eine Gerätebreite von 59,5–60 cm — aber eine Einbaubreite (Nischenbreite), für die es mind. 60 cm Öffnung braucht. Bei vollintegrierten Geräten, die eine Schranktür tragen, ist außerdem der Türbeschlag-Mechanismus zu berücksichtigen. In der Praxis bedeutet das: Ein Einbaugerät „60 cm“ passt in eine 60-cm-Nische — aber der Spielraum ist minimal und Passgenauigkeit muss geprüft werden.
—
FAQ: Standardmaße Küchenschränke — Ihre Fragen, unsere Antworten
Was sind die genauen Standardmaße für Küchenschränke?
Unterschränke haben einen Standardkorpus von 72 cm Höhe, 60 cm Tiefe und Breiten von 30 bis 120 cm im 10-cm-Raster. Oberschränke sind 35 cm tief, 54, 72 oder 90 cm hoch und in denselben Breiten erhältlich. Hochschränke sind 60 cm tief, 60 oder 90 cm breit und in 195 oder 215 cm Höhe (Korpus) erhältlich. Hinzu kommen Sonderformate für Eckschränke, Spülenunterschränke und Gerätehochschränke. Diese Maße gelten für den Großteil aller serienmäßigen Einbauküchen in Deutschland und Europa.
Was ist das Systemmaß und wozu brauche ich es?
Das Systemmaß ist die Außenbreite eines Küchenschranks — das Maß, das in der Grundrissplanung verwendet wird. Es umfasst Korpus, Seitenwände und Türen. Das Lichtmaß ist die nutzbare Innenbreite nach Abzug der Wandstärken (je 16–19 mm). Für die Raumplanung zählt das Systemmaß, für Inneneinteilungen und Zubehör das Lichtmaß. In unserer Beratung geben wir beide Maße immer transparent an, damit keine Verwirrung entsteht.
Wie plane ich eine Küche, wenn der Raum nicht ins 60-cm-Raster passt?
Räume, deren Breite sich nicht glatt durch 60 cm teilen lässt, erfordern Füllleisten oder Sonderschrankbreiten. Füllleisten überbrücken Restmaße von 2 bis 10 cm zwischen Schrank und Wand. Für größere Restmaße werden Schränke in Sonderbreiten (z. B. 37 oder 53 cm) gefertigt. In der professionellen Küchenplanung werden Restmaße immer bereits in der Grundrissphase gelöst, nicht erst bei der Montage. Genau das gehört zu unserem 9-Schritte-Planungsprozess bei Lieblingsküchen.
Welche Gerätemaße muss ich kennen, bevor ich Küchenschränke auswähle?
Vor der Schrankplanung sollten Sie die Einbaumaße aller geplanten Geräte kennen: Einbaubreite und -höhe für Geschirrspüler (meist 60 × 82 cm), Kühlschrank (56 cm Breite, 122/144/177 cm Höhe), Backofen (60 × 45 cm Nische) und Kochfeld (60 oder 80 cm Breite). Zusätzlich sind Mindestbelüftungsabstände und elektrische Anschlussanforderungen relevant. Wir empfehlen, Gerätedatenblätter bereits zum ersten Planungsgespräch mitzubringen.
Macht ein Küchenstudio wirklich einen Unterschied gegenüber dem Kauf im Möbelhaus?
Ein Küchenstudio wie Lieblingsküchen bietet weit mehr als Möbelverkauf: individuelle Raumvermessung, professionelle 3D-Planung, Gerätekompetenz, eigene Montageteams und eine 5-jährige Garantie auf Einbaugeräte aus unserem Programm. Möbelhäuser bieten Standardware im Standardraster — ohne individuelle Maßplanung, oft ohne eigene Montage und ohne nachgelagerten Service aus einer Hand. Wer einmal den Unterschied in der Beratungstiefe erlebt hat, versteht, warum sich das Gesamtpaket eines Küchenstudios rechnet. Mehr dazu in unserem Artikel zur richtigen Arbeitshöhe in der Küche und zur Wahl des richtigen Arbeitsplattenmaterials.
—
Ihre Küche verdient mehr als Standardmaße
Wir planen Ihre Küche in Rostock, Schwerin oder bundesweit — persönlich, maßgenau und mit eigenen Montageteams. Jetzt Beratungstermin vereinbaren und von unserer 5-Jahre-Gerätegarantie profitieren.



