Küche streichen: Der vollständige Leitfaden für 2026 – Vorbereitung, Farbe, Technik und wann eine neue Küche die bessere Wahl ist
Küche streichen bedeutet: Küchenfronten, Wände oder Schränke mit einem geeigneten Lack oder einer Spezialfarbe neu gestalten, um der Küche optisch frischen Schwung zu verleihen, ohne sie komplett zu erneuern. Das klingt einfach – und in vielen Fällen ist es auch machbar. Doch zwischen dem Ergebnis, das man sich wünscht, und dem, was am Ende tatsächlich entsteht, liegen oft entscheidende Details bei Vorbereitung, Materialwahl und Technik. Wir erklären Ihnen in diesem Artikel alles, was Sie 2026 dazu wissen müssen – und wir sagen Ihnen auch ehrlich, wann eine neue Küche die sinnvollere Entscheidung ist.
Warum Küche streichen 2026 wieder ein großes Thema ist
In Zeiten steigender Rohstoffpreise und eines wachsenden Bewusstseins für Nachhaltigkeit denken viele Menschen darüber nach, ihre bestehende Küche aufzuwerten statt zu ersetzen. Das Küche streichen erlebt daher einen echten Trend-Aufschwung. Gleichzeitig sind die Ansprüche gestiegen: Wer heute renoviert, will kein schnell verblassendes Provisorium – sondern ein dauerhaftes Ergebnis, das auch die tägliche Beanspruchung in einem der meistgenutzten Räume des Hauses übersteht.
Hinzu kommen neue Farbtrends für 2026: Warme Erdtöne wie Terrakotta, Salbeigrün und Lehmbeige sind in der Küchengestaltung dominant. Tiefe Blautöne und Graphit gewinnen als mutige Akzentfarben an Beliebtheit. Diese Töne lassen sich tatsächlich auch mit dem Pinsel oder der Rolle in eine bestehende Küche einbringen – wenn man weiß, wie.
Welche Oberflächen lassen sich beim Küche streichen tatsächlich bearbeiten?
Nicht jede Küchenfront reagiert gleich auf Farbe. Das ist einer der wichtigsten Punkte, den wir in unserer täglichen Beratung immer wieder ansprechen müssen. Denn viele Menschen starten ein Streichprojekt, ohne vorher zu prüfen, womit sie es materialmäßig zu tun haben.
Holz und MDF-Fronten
Massivholz und MDF-Fronten (mitteldichte Faserplatte) lassen sich am besten streichen. Sie nehmen Grundierung und Farbe gut auf, lassen sich hervorragend schleifen und bieten eine stabile Basis für mehrere Farbschichten. Besonders Fronten aus lackiertem oder geöltem Massivholz sind ideal für eine Neugestaltung.
Beschichtete Spanplatten und Melamin
Hier wird es anspruchsvoller. Melaminharz-Oberflächen sind extrem glatt und nehmen Farbe ohne Haftgrundlage kaum an. Ein sorgfältiger Anschliff mit 180er Schleifpapier und ein Spezial-Haftgrund sind hier absolut unverzichtbar. Bei beschädigten Melaminkanten oder aufquellenden Spanplatten raten wir vom Streichen ab.
Folienfronten
Folierte Fronten – also Türen, die mit einer aufgezogenen Dekorfolie versehen sind – sind der schwierigste Fall. Die Folie haftet selbst oft nur begrenzt am Untergrund und bietet für Farbe noch schlechtere Voraussetzungen. Ergebnis: Die Farbe blättert mittel- bis langfristig ab. Hier empfehlen wir, die Fronten zu tauschen statt zu streichen.
Küchenwände streichen
Wände lassen sich grundsätzlich einfacher streichen als Fronten. Für Küchenwände empfehlen wir feuchtigkeitsresistente Wandfarben oder spezielle Küchenfarben mit abwaschbarer Oberfläche. Besonders im Bereich hinter dem Herd und der Spüle – also dort, wo Fett und Wasserdampf auftreten – sollte die Wandfarbe waschfest sein oder durch Fliesenspiegel oder Glas ergänzt werden.
Die richtige Farbe fürs Küche streichen wählen
Die Wahl der richtigen Farbe entscheidet maßgeblich darüber, wie lange das Ergebnis hält und wie es im Alltag aussieht. Hier gibt es gravierende Unterschiede zwischen Standard-Wandfarben und echten Küchenlacken.
Küchenlack vs. Acrylfarbe vs. Wandfarbe
Ein Küchenlack auf Alkyd- oder modifizierter Acrylbasis ist speziell für hohe Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und mechanische Beanspruchung formuliert. Er trocknet zu einer harten, abwaschbaren Filmoberfläche, die Fettdämpfen und Reinigungsmitteln standhält. Normale Acrylfarben oder Wandfarben haben diese Eigenschaften nicht – sie sind für Küchenfronten ungeeignet.
Glanzgrade: Was passt zur Küche?
Für Fronten empfehlen wir Seidenglanz (20–40 Glanzgrad): Der Schmutz lässt sich gut abwischen, der Fingerabdruck fällt nicht so auf wie bei Hochglanz, und die Oberfläche wirkt hochwertiger als bei Mattlack. Für Küchenwände ist ein leichter Seidenglanz oder ein robustes Matt mit wasserresistenter Formulierung ideal.
Farbwahl und Küchentrends 2026
Wer die Küchentrends 2026 im Blick hat, wählt aus einer Palette warmer, natürlicher Töne. Salbeigrün, Lehm, gebrochenes Weiß, Taupe und tiefes Petrol dominieren aktuelle Planungen. Diese Töne lassen sich hervorragend als Vollfarbton auf Oberschränken oder als Akzentfarbe auf einzelnen Frontflächen einsetzen – ein Design-Prinzip, das auch beim Streichen wirkungsvoll ist.
| Farbtyp | Geeignet für | Abwaschbar | Trocknungszeit | Haltbarkeit |
|---|---|---|---|---|
| Küchenlack (Alkydharzbasis) | Fronten, Schränke | ✓ Sehr gut | 12–24 Std. pro Schicht | 8–12 Jahre |
| Acryl-Küchenlack | Fronten, Wände | ✓ Gut | 2–4 Std. pro Schicht | 5–8 Jahre |
| Spezial-Küchenfarbe (Wand) | Wände, Decken | ✓ Mittel | 1–2 Std. pro Schicht | 3–5 Jahre |
| Standard-Wandfarbe | Nur Wände (Niedrigbelastung) | ✗ Nein | 1–2 Std. pro Schicht | 1–3 Jahre |
Schritt-für-Schritt: Küche streichen richtig ausgeführt
Eine gut gestrichene Küche entsteht zu 70 Prozent in der Vorbereitung und zu 30 Prozent beim eigentlichen Auftragen der Farbe. Diese Erfahrung machen immer wieder Menschen, die den Vorbereitungsschritt unterschätzen und sich dann über Abplatzer oder ungleichmäßige Deckung wundern.
- Reinigen: Alle Flächen mit Fettlöser oder Zuckerseifelösung gründlich entfetten — kein Schritt ist wichtiger.
- Schleifen: Oberflächen mit 180–240er Schleifpapier anrauen, damit der Haftgrund Grip bekommt.
- Grundieren: Spezial-Haftgrund auftragen, 2–4 Stunden trocknen lassen (Herstellerangabe beachten).
- Abkleben: Beschläge, Scharniere, Arbeitsplatten und angrenzende Flächen mit Malerkrepp und Folie schützen.
- Erste Farbschicht: Dünn und gleichmäßig auftragen — Kurzflor-Rolle für Flächen, Flachpinsel für Kanten.
- Zwischenschliff: Nach vollständiger Trocknung (mind. 12–24 Std.) mit 240er Papier leicht anschleifen, Staub entfernen.
- Zweite Schicht: Erneut dünn auftragen. Bei Bedarf dritte Schicht nach weiterem Zwischenschliff.
- Aushärten: Mindestens 48 Stunden vor normaler Nutzung; volle Endhärte nach 7–14 Tagen.
Welches Werkzeug ist für das Küche streichen geeignet?
Für gleichmäßige Flächen ohne sichtbare Pinselstriche hat sich ein Kurzflor-Schaumroller (4–6 mm Flor) bewährt. Kanten, Aussparungen und Profilierungen werden mit einem flachen, hochwertigen Pinsel in 30–40 mm Breite bearbeitet. Wer professionelle Ergebnisse ohne Rollstruktur wünscht, kann auch ein kleines Druckluft- oder Airless-Sprühsystem verwenden – das erfordert allerdings besonders sorgfältiges Abkleben der gesamten Umgebung.
Fronten aus- oder eingebaut streichen?
Ausgebaute Fronten lassen sich komfortabler und gleichmäßiger bearbeiten, da sie horizontal gelegt werden können und Tropfnasen vermieden werden. Der Ausbau ist bei einfach verschraubten Scharnieren oft in 30–60 Minuten erledigt. Für den Laien kann das Wiedereinbauen und Justieren jedoch aufwendig sein – hier lohnt sich eine ruhige Vorgehensweise mit nummerierten Türen für die Wiedermontage.
Häufige Fehler beim Küche streichen und wie man sie vermeidet
Unsere Kunden fragen uns häufig, warum ein früherer Streichversuch gescheitert ist. In den meisten Fällen sind es drei wiederkehrende Ursachen.
Fehler 1: Unzureichende Entfettung
Küchenfronten sind durch Kochen und täglichen Kontakt ständig mit unsichtbaren Fettpartikeln belegt. Wer direkt über die scheinbar saubere Oberfläche streicht, riskiert, dass die Farbe innerhalb weniger Monate in Form von Blasen oder Schichten abplatzt. Ein spezieller Fettlöser oder Zuckerseife ist hier Pflicht – und muss vollständig abgespült sein, bevor der nächste Schritt folgt.
Fehler 2: Fehlender Haftgrund
Besonders bei glatten oder beschichteten Oberflächen haftet Farbe ohne Primer einfach nicht ausreichend. Ein spezifischer Haftvermittler für Holz, MDF oder Kunststoff schafft die nötige Verbindung zwischen dem Untergrund und dem Deckanstrich. Ohne diesen Schritt ist die Arbeit in vielen Fällen nach einem Jahr wieder hinfällig.
Fehler 3: Zu dicke Farbschichten
Der Wunsch, mit einer einzigen Schicht fertig zu werden, ist verständlich – führt aber zu Läufern, ungleichmäßiger Trocknung und einer weichen Oberfläche, die dauerhaft empfindlich bleibt. Zwei bis drei dünnere Schichten mit vollständiger Zwischentrocknung und Zwischenschliff ergeben immer ein besseres Ergebnis als eine dicke Schicht.
Welche Grundierung eignet sich für das Küche streichen?
Für Holz- und MDF-Flächen empfehlen wir einen Universalhaftgrund auf Wasseroder Lösemittelbasis. Bei glatten Kunststoff- oder Melaminflächen brauchen Sie einen speziell formulierten Kunststoffhaftgrund. Dieser wird in dünner Schicht aufgetragen und nach etwa 2 Stunden mit der ersten Lackschicht überzogen. Ein falscher Primer – oder keiner – ist die häufigste Ursache für gescheiterte Streichprojekte in der Küche.
Wie viele Schichten braucht man beim Küche streichen?
In der Regel sind zwei vollständige Farbschichten plus einer Grundierung das Minimum für ein dauerhaftes Ergebnis. Wer von einem dunklen auf einen hellen Ton wechselt, braucht oft drei Schichten, damit der Unterton nicht durchscheint. Dunkle auf helle Richtung ist dabei anspruchsvoller als hell auf dunkel.
Küche streichen – oder Fronten tauschen? Die ehrliche Kosten-Nutzen-Abwägung
Nach über zehn Jahren Erfahrung in der Küchenplanung sagen wir unseren Kunden eines ganz klar: Das Küche streichen ist dann sinnvoll, wenn die Küche strukturell und funktional noch in Ordnung ist – und eine optische Auffrischung ausreicht. Es ist dann nicht sinnvoll, wenn die eigentlichen Probleme tiefer liegen.
Wann ist Streichen die bessere Wahl?
Wenn die Küchenschränke stabil und die Beschläge noch funktionsfähig sind, die Schubladen reibungslos laufen und die Arbeitsplatte keine tiefen Schäden aufweist – dann kann ein frischer Anstrich für einige Jahre neue Freude an der Küche bringen. Besonders wenn der Grundriss und die Funktionalität stimmen, ist das Streichen die kostengünstigere und nachhaltigere Option.
Wann ist eine neue Küche die bessere Entscheidung?
Unsere Kunden, die uns mit dem Wunsch nach einem Streichprojekt kontaktieren, stellen in der Beratung oft fest: Die eigentliche Unzufriedenheit liegt nicht in der Farbe der Fronten, sondern im mangelnden Stauraum, in einer schlechten Arbeitsflächen-Ergonomie oder in einer Grundrissplanung, die nie wirklich zu ihrer Lebensweise gepasst hat. Eine gestrichene Küche, die schlecht geplant ist, bleibt trotz frischer Farbe eine schlecht geplante Küche.
Wenn Sie beispielsweise über die optimale Arbeitshöhe in der Küche nachdenken oder festgestellt haben, dass Ihnen schlaue Stauraumlösungen wie ein Apothekerschrank fehlen – dann sind das Signale, die über eine Farberneuerung hinausgehen.
| Kriterium | Küche streichen | Fronten tauschen | Neue Küche |
|---|---|---|---|
| Kosten | 50–300 € (Material) | 600–3.000 € | Ab 5.000 € |
| Haltbarkeit | 5–10 Jahre | 8–15 Jahre | 15–25+ Jahre |
| Funktionsverbesserung | ✗ Keine | ✗ Gering | ✓ Komplett |
| Stauraumoptimierung | ✗ Nein | ✗ Nein | ✓ Ja, maßgefertigt |
| Aufwand (DIY) | Mittel (1–3 Tage) | Hoch (Fachbetrieb) | Profimontage nötig |
| Gestaltungsfreiheit | Mittel | Hoch | ✓ Unbegrenzt |
Küchenwände und Decken streichen: Besonderheiten im Feuchtraum
Die Küche ist neben dem Bad der Raum mit der höchsten Luftfeuchtigkeit und den stärksten Temperaturschwankungen im Haus. Das stellt besondere Anforderungen an jede Wandfarbe, die hier eingesetzt wird.
Welche Wandfarbe eignet sich für die Küche?
Ausschließlich Farben mit der Eigenschaft „wasserabweisend“ oder „feuchtraumgeeignet“ einsetzen. Besonders im Bereich hinter dem Herd und über der Spüle empfehlen wir entweder Fliesenspiegel, Hartglas oder eine hitzebeständige Wandfarbe. Normale Dispersionsfarbe bildet in diesen Zonen nach kurzer Zeit Schimmelflecken oder löst sich von der Wand.
Kann man Fliesen in der Küche streichen?
Ja – mit einem speziellen Fliesenfarbe-System, das Haftgrund, Farbe und Versiegelung umfasst. Das Ergebnis hält bei guter Vorbereitung mehrere Jahre. Die Fliesen müssen vor dem Streichen gründlich entfettet, gereinigt und mit einem geeigneten Haftprimer vorbereitet werden. Tiefe Kratzer in der Glasur können dabei sichtbar bleiben – das sollte man realistisch einplanen.
Küchendecke streichen: Worauf achten?
Küchendecken nehmen Fettdampf auf und vergilben über Zeit. Für die Decke empfehlen wir eine abwaschbare Deckenfarbe mit Schimmelschutz – besonders in Küchen ohne ausreichende Dunstabzugslösung. Wer über die richtige Lüftungslösung für die Küche nachdenkt, findet in unserem Artikel zur Ablufthaube weiterführende Informationen.
Nachhaltigkeit beim Küche streichen: Emissionen, VOC und umweltbewusste Produktwahl
Ein Thema, das 2026 immer mehr Kunden beschäftigt: Welche Schadstoffe stecken in Küchenlacken? Lacke auf Alkydbasis enthalten organische Lösemittel (VOC – Volatile Organic Compounds), die beim Auftragen und Trocknen ausgasen. In einem gut belüfteten Raum sind sie für gesunde Erwachsene unbedenklich, aber bei empfindlichen Personen, Kindern oder Haustieren sollte die Küche während der Trocknung nicht genutzt werden.
Als nachhaltigere Alternative haben sich wasserbasierte Acryl-Küchenlacke etabliert. Sie haben deutlich geringere VOC-Werte, trocknen schneller und sind geruchsärmer – mit leicht reduzierten Härtewerten im Vergleich zu Alkydsystemen. Wer auf Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit achtet, wählt wasserbasierte Produkte mit Low-VOC-Zertifizierung.
Küche streichen lassen: Wann der Profi sinnvoll ist
Nicht jeder hat Zeit, Geduld oder handwerkliche Erfahrung für ein umfangreiches Streichprojekt. Ein erfahrener Malerbetrieb kann eine Küche mit sechs bis acht Fronten an ein bis zwei Arbeitstagen fachgerecht renovieren – inklusive Schleif- und Grundierarbeiten. Die Kosten dafür liegen je nach Region und Aufwand zwischen 500 und 2.000 Euro.
Wer dabei auf Lackiersysteme mit Airless-Technik setzt, bekommt ein strichfreies, gleichmäßiges Ergebnis, das einer Werksneulackierung sehr nahekommt. Wichtig ist, beim Malerbetrieb explizit nach Erfahrung mit Küchenfronten zu fragen – denn das ist eine Spezialität, die sich von normaler Wandmalerei grundlegend unterscheidet.
People Also Ask: Häufige Fragen zum Küche streichen
Kann man eine Küche selbst streichen, ohne Vorkenntnisse?
Ja, aber mit realistischen Erwartungen. Wände und Decken lassen sich auch ohne handwerkliche Erfahrung gut selbst streichen, wenn die richtigen Materialien verwendet werden. Für Fronten und Schränke ist ein Minimum an Erfahrung im Schleifen und Grundieren hilfreich – die Vorbereitung ist zeitaufwendiger als das eigentliche Streichen. Wer keine Erfahrung hat, sollte mit einem kleinen, wenig sichtbaren Bereich beginnen, um ein Gefühl für die Technik zu bekommen.
Welche Fehler machen die meisten Heimwerker beim Küche streichen?
Die häufigsten Fehler sind: Überspringen des Entfettungsschritts, fehlender Haftgrund, zu dicke Farbschichten und unzureichende Trocknungszeiten zwischen den Schichten. Auch zu frühe mechanische Belastung der frisch gestrichenen Oberfläche – also das sofortige Befüllen der Schränke – führt häufig zu Beschädigungen, weil der Lack seine Endhärte erst nach 7 bis 14 Tagen erreicht.
Kann man Küchenfronten mit einer Sprühflasche oder Sprühdose streichen?
Sprühdosen aus dem Baumarkt sind für kleine Flächen und einzelne Akzentflächen geeignet, für eine komplette Küche aber unpraktisch und teuer. Besser ist ein Kurzflor-Rollensystem für Flächen und ein Pinsel für Kanten. Wer ein Airless-Sprühgerät mieten oder kaufen möchte, bekommt professionelle Ergebnisse – benötigt aber sehr sorgfältiges Abkleben der gesamten Umgebung, da der Sprühnebel eine erhebliche Reichweite hat.
Lohnt sich das Küche streichen vor dem Verkauf einer Immobilie?
Ja, in vielen Fällen. Eine optisch frische Küche – auch wenn nicht neu – wirkt auf potenzielle Käufer deutlich attraktiver als eine vergilbte oder veraltete Optik. Der Return on Investment ist beim Streichen im Vergleich zum Einbau einer neuen Küche vor dem Verkauf in der Regel positiv, wenn die Substanz der Küche stimmt. Wichtig ist dabei, auf neutrale, zeitlose Farbtöne zu setzen, die eine breite Käufergruppe ansprechen. Mehr dazu, wie Sie teure Fehler beim Küchenkauf oder -renovierung vermeiden, haben wir in einem eigenen Artikel zusammengefasst.
Von der Küche streichen zur Traumküche: Wann ein Neustart sinnvoller ist
In unserer Beratungspraxis bei Lieblingsküchen – mit Standorten in Rostock (Am Warnowufer sowie im Herzen der Stadt als Küchen am Hopfenmarkt) und Schwerin sowie Partnerstudios bundesweit – erleben wir regelmäßig, wie aus einem geplanten Streichprojekt ein grundlegendes Überdenken der Küchensituation wird. Das ist kein Fehler, sondern oft der richtige Schritt.
Wer merkt, dass die Küche trotz frischer Farbe nicht mehr zu den eigenen Lebensgewohnheiten passt – zu wenig Stauraum, ungünstige Arbeitsflächen-Höhe, fehlende Funktionselemente wie ein Dampfgarer oder ein integriertes Induktionskochfeld – der profitiert von einer professionellen Neuplanung mehr als von jedem Anstrich.
Unsere Küchenplanung beginnt mit einer gründlichen Bedarfsermittlung: Was brauchen Sie wirklich? Was stört Sie an Ihrer aktuellen Küche? Daraus entsteht Schritt für Schritt eine Lösung, die nicht nur schön aussieht, sondern dauerhaft zu Ihrem Alltag passt. Und wenn Sie sich fragen, was das in etwa kostet: Auf unserer Abverkaufsseite finden Sie immer wieder attraktive Angebote, und in einem persönlichen Gespräch können wir konkret und transparent über Budgets und Möglichkeiten sprechen – ganz ohne Pauschalaussagen.
Besonders wenn es um die richtige Arbeitsplatte in der Küche geht – ein Element, das weder gestrichen noch einfach aufgefrischt werden kann – lohnt sich die professionelle Beratung besonders. Eine hochwertige Arbeitsplatte, ob aus Holz, Keramik, Feinsteinzeug oder Naturstein, verändert den Gesamteindruck einer Küche fundamental und ergänzt eine neu gestrichene Front ideal.
FAQ: Küche streichen – die wichtigsten Fragen und Antworten
Welche Farbe eignet sich am besten fürs Küche streichen?
Für das Streichen von Küchenfronten und Schränken empfehlen wir ausschließlich Küchenlacke auf Alkyd- oder Acrylbasis, die speziell für feuchtigkeitsbeanspruchte Räume formuliert sind. Diese Lacke trocknen zu einer harten, abwaschbaren Oberfläche, die Fettdampf, Wasserdampf und Reinigungsmittel verträgt. Seidenglanz ist dabei der praktischste Glanzgrad: einfach zu reinigen, ohne die Fingerabdruck-Problematik von Hochglanz. Standard-Wandfarben sind für Fronten generell ungeeignet, da sie nicht die nötige Abriebfestigkeit mitbringen.
Muss ich vor dem Küche streichen schleifen?
Ja, fast immer. Das Anschleifen der Oberfläche mit 180–240er Schleifpapier ist notwendig, um eine mechanische Haftgrundlage für Grundierung und Farbe zu schaffen. Besonders bei glatten Oberflächen wie Hochglanzlack, Melamin oder lackierten Platten haftet Farbe ohne diesen Schritt nicht dauerhaft. Nach dem Schleifen muss Schleifstaub vollständig entfernt werden, bevor der Haftgrund aufgetragen wird. Nur bei bereits rauen, unbehandelten Holzoberflächen kann der Schleifschritt in Einzelfällen entfallen.
Wie lange hält eine gestrichene Küche?
Bei sorgfältiger Vorbereitung, Verwendung eines hochwertigen Küchenlacks und korrekter Ausführung mit mehreren dünnen Schichten kann eine gestrichene Küche 5 bis 10 Jahre in gutem Zustand bleiben. Hochbeanspruchte Bereiche rund um Kochfeld und Spüle nutzen sich erfahrungsgemäß etwas schneller ab. Billige Farben ohne Küchenzulassung oder mangelnde Vorbereitung führen dagegen schon nach 1 bis 2 Jahren zu Abplatzern, Verfärbungen und Schäden. Die volle Endhärte des Lacks tritt unabhängig von der Produktqualität erst nach 7 bis 14 Tagen ein.
Kann ich folienbeschichtete Küchenfronten streichen?
Das ist technisch möglich, aber in den meisten Fällen nicht empfehlenswert. Folienfronten haben eine sehr glatte, nicht saugfähige Oberfläche, auf der selbst spezielle Haftgründe nur begrenzt wirken. Hinzu kommt, dass die Folie selbst oft nur begrenzt am Untergrund haftet – und somit Farbe mitsamt Folie langfristig abschilfern kann. In einem solchen Fall ist es wirtschaftlicher und dauerhafter, die Fronten zu tauschen statt zu streichen, vor allem wenn das Ziel ein langfristiges Ergebnis ist.
Was kostet es, eine Küche professionell streichen zu lassen?
Die Kosten für einen professionellen Malerbetrieb liegen je nach Küchengröße, Region und Aufwand zwischen 500 und 2.000 Euro. Bei dieser Summe sind Vorbereitung, Schleif- und Grundierarbeiten, zwei bis drei Farbschichten sowie Nacharbeiten inbegriffen. Wer überschlägig rechnet, stellt dabei oft fest: Für eine mittelgroße Küche kann ein Frontentausch durch den Küchenhersteller – also neue Türen auf den vorhandenen Korpusen – im ähnlichen Preissegment liegen, bietet aber deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten und eine garantierte Langlebigkeit.
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