Kochfeld mit Muldenlüfter planen: Darauf müssen Sie achten
Die moderne Küchenplanung setzt zunehmend auf innovative Absaugsysteme, die Dunst direkt dort abfangen, wo er entsteht. Ein Kochfeld mit Muldenlüfter saugt Dämpfe nach unten ab und ersetzt die klassische Dunstabzugshaube über dem Kopf.
In diesem Video werden u.a. folgende Fragen beantwortet:
- Worin unterscheiden sich die Muldenlüfter von Miele, Siemens, Elica, Bora und Berbel optisch?
- Was passiert, wenn beim Kochen Flüssigkeit in den Muldenlüfter überläuft?
- Was ist der Unterschied zwischen geführter und ungeführter Umluft unter dem Kochfeld?
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Die optischen Unterschiede der bekannten Hersteller
Das Prinzip, den Dunst nach unten zu ziehen, wurde ursprünglich von der Firma Bora erfunden und wird heute von vielen großen Marken wie Miele, Siemens, Elica oder Berbel angeboten. Obwohl die Grundfunktion bei allen Geräten sehr ähnlich ist, gibt es optische und bauliche Unterschiede.
Miele nutzt beispielsweise ein robustes Auflagegitter aus Edelstahl, auf dem man bei Bedarf auch Töpfe abstellen kann. Siemens setzt auf einen besonders schmalen, flächenbündigen Schlitz, über den sich Töpfe leicht hinwegschieben lassen. Elica und Bora arbeiten hingegen mit einem runden Lüfterrad beziehungsweise einer zentralen runden Abdeckung in der Mitte des Kochfeldes.
Reinigung und Schutz vor überlaufenden Flüssigkeiten
Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl eines Kochfeldes mit Muldenlüfter ist die Reinigung. Viele Nutzer sorgen sich vor überlaufenden Flüssigkeiten, doch die Systeme sind darauf vorbereitet. Bei allen gängigen Modellen ist eine integrierte Auffangschale verbaut, die Flüssigkeiten sicher aufnimmt, sodass nichts beschädigt wird.
Am Beispiel von Siemens zeigt sich das einfache Prinzip: Die obere Abdeckung wird abgenommen, der Filter getrennt und kann direkt in der Spülmaschine gereinigt werden. Eventuelle Reste in der Auffangschale lassen sich anschließend mühelos auswischen.
Der Einfluss der Bedienleiste auf die Kochfläche
Die Größe der nutzbaren Kochfläche hängt stark von der Platzierung der Bedienleiste ab. Bei Miele und Siemens befindet sich die Steuerung im vorderen Bereich über die gesamte Breite. Steht hier eine große Pfanne nach vorne über, verdeckt sie das Bedienfeld, was zu Fehlfunktionen führt. Zwei große Töpfe hintereinander zu platzieren, wird hier oft schwierig.
Elica löst dies besser, indem die Bedienung direkt unter der zentralen Absaugöffnung platziert ist. Bora bietet ebenfalls eine sehr große, voll nutzbare Kochfläche, da die Steuerung kompakt vorne sitzt. Berbel geht noch einen Schritt weiter und erlaubt durch die vordere Bedienplatzierung die Nutzung der vollen Tiefe, sodass sogar zwei große Pfannen über die gedachte Trennlinie ragen können. Zudem lässt sich die Kochfläche bei Berbel flexibel zu den Seiten hin erweitern.
Besonderheiten der Berbel-Zentrifugalkraft
Berbel verfolgt bei der Luftreinigung eine ganz eigene Philosophie und verzichtet im Gegensatz zu den herkömmlichen Systemen auf den klassischen Fettfilter. Das System arbeitet stattdessen mit der sogenannten Zentrifugalkraft.
Die Kochfelddämpfe werden so beschleunigt, dass sich das Fett in einer speziellen Fettauffangleiste abscheidet. Diese Leiste muss von den Nutzern lediglich regelmäßig geöffnet und unkompliziert ausgewischt werden.
Der Platzbedarf und die Luftführung im Unterschrank
Wer ein Kochfeld mit Muldenlüfter plant, muss den Platzbedarf im Unterschrank berücksichtigen. Da sich die gesamte Technik direkt unter dem Kochfeld befindet, kann dort keine normale Besteckschublade verbaut werden. Bei der Umlufttechnik wird zudem zwischen geführter und ungeführter Luftströmung unterschieden.
Bei der ungeführten Variante strömt die gereinigte Luft hinter den Schränken aus und verteilt sich im Raum. Die geführte Variante leitet die Luft über einen festen Schacht gezielt nach unten in den Sockelbereich ab, wo sie durch ein Lüftergitter austritt. Dies schont die Schränke und die dahinterliegende Wand deutlich besser, sollte jedoch im Detail vorab mit einem Küchenberater besprochen werden.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Kochfeld mit Muldenlüfter eine optisch elegante und funktionale Alternative zur klassischen Dunstabzugshaube darstellt. Während die grundlegende Absaugung bei allen Herstellern zuverlässig funktioniert, liegen die entscheidenden Unterschiede im Detail: Die Positionierung der Bedienfelder bestimmt die effektiv nutzbare Kochfläche, während herstellereigene Filtersysteme wie die Zentrifugalkraft von Berbel oder flächenbündige Designs von Siemens den Reinigungs- und Kochkomfort beeinflussen. Für die optimale Planung des Unterschranks sowie der passenden Umluftführung ist eine fachkundige Beratung im Küchenstudio unerlässlich.



