Arbeitsplatte folieren: Was wirklich dahintersteckt – und wann sich der Aufwand lohnt

Arbeitsplatte folieren bedeutet, eine selbstklebende Dekorfolie auf die bestehende Oberfläche aufzubringen, um Kratzer, Verfärbungen oder ein veraltetes Erscheinungsbild zu kaschieren. Die Methode klingt einfach und günstig – doch in unserer täglichen Beratungspraxis bei Lieblingsküchen erleben wir regelmäßig, dass Kunden mit foliierten Platten zu uns kommen, die sich wieder lösen, aufreißen oder die eigentlichen Probleme nur verdeckt haben. In diesem Artikel erklären wir Ihnen ehrlich und vollständig, wann das Folieren sinnvoll ist, wie es richtig funktioniert, welche Materialien sich eignen – und wann ein Neukauf die deutlich bessere Investition ist.

Kurzübersicht: Arbeitsplatten lassen sich mit Klebefolie optisch aufwerten – das ist kostengünstig und schnell umsetzbar. Die Methode hat jedoch klare Grenzen: Bei Feuchtigkeitsschäden, stark beschädigten Untergründen oder einer generellen Küchenrenovierung ist eine neue Arbeitsplatte die wirtschaftlich und qualitativ bessere Lösung. Professionelle Beratung hilft, die richtige Entscheidung zu treffen.

Was bedeutet Arbeitsplatte folieren – und wie funktioniert es?

Beim Folieren wird eine selbstklebende Vinylfolie, auch Klebefolie oder Möbelfolie genannt, auf die vorhandene Arbeitsplattenoberfläche aufgetragen. Die Folie ist auf einer Trägerfolie aufgerollt und verfügt auf der Rückseite über eine Klebeschicht, die nach dem Abziehen der Schutzschicht haftet. Moderne Folien sind in unzähligen Dekoren erhältlich: von Holzoptik über Betonlook bis hin zu Marmoroptik und einfarbigen Mattoberflächen.

Qualitativ hochwertige Möbelfolien für Arbeitsplatten haben eine Materialstärke von 120 bis 200 Mikrometern (µm). Billige Folien aus dem Baumarkt liegen oft unter 80 µm – sie reißen schneller, bilden eher Blasen und halten der täglichen Belastung in der Küche deutlich kürzer stand. Der Unterschied in der Verarbeitbarkeit und Haltbarkeit ist erheblich.

Kurzantwort: Arbeitsplatte folieren bedeutet, eine selbstklebende Vinyl- oder Dekorfolie (min. 120 µm Stärke) auf die bestehende Oberfläche aufzubringen. Es verändert das Erscheinungsbild ohne Austausch der Platte, ersetzt aber keine strukturelle Sanierung bei echten Schäden.

Welche Arbeitsplatten lassen sich folieren – und welche nicht?

Grundsätzlich eignen sich glatte, fettfreie und beschädigungsfreie Untergründe für das Folieren. Am besten funktioniert die Methode auf Holzwerkstoff-Platten mit aufkaschierter Dekorschicht – also dem, was in den meisten Standardküchen verbaut ist. Auch Schichtstoffplatten (HPL) mit glatter Oberfläche lassen sich gut folieren, sofern die Oberfläche noch intakt ist.

Problematisch wird es bei strukturierten oder rauen Oberflächen. Bei gehämmertem Naturstein, geschliffenem Beton oder grobporiger Keramik findet die Folie keine vollflächige Haftung. Sie legt sich zwar auf die Erhöhungen, nicht aber in die Vertiefungen – und löst sich dann schrittweise.

Aufgequollene Partien, Feuchtigkeitsschäden oder tiefe Kratzer sind ein absolutes Ausschlusskriterium. Die Folie kaschiert solche Schäden optisch für kurze Zeit, beschleunigt aber durch eingeschlossene Feuchtigkeit oft den weiteren Verfall des Untergrunds.

Untergrundtyp Eignung zum Folieren Hinweis
Spanplatte mit Melaminharzbeschichtung ✅ Gut geeignet Oberfläche muss glatt und unbeschädigt sein
HPL-Schichtstoff (glatt poliert) ✅ Gut geeignet Oberfläche vorher entfetten
Naturstein (poliert, glatt) ⚠️ Bedingt geeignet Keine Poren, vollständig glatt nötig
Naturstein (strukturiert, gebürstet) ❌ Nicht geeignet Keine vollflächige Haftung möglich
Aufgequollene / feuchtigkeitsgeschädigte Platte ❌ Nicht geeignet Schaden wird kaschiert, nicht behoben
Keramik / Feinsteinzeug (poliert) ⚠️ Bedingt geeignet Haftung testen; würde Keramikoptik überdecken
Kurzantwort: Glatte, unbeschädigte Dekorbeschichtungen auf Holzwerkstoff oder HPL-Schichtstoff eignen sich gut für Klebefolie. Strukturierte Oberflächen, feuchtigkeitsgeschädigte Platten sowie hochwertige Materialien wie Keramik oder Quarzstein sollten grundsätzlich nicht foliert werden.

Schritt-für-Schritt: Arbeitsplatte richtig folieren

Das Folieren einer Arbeitsplatte ist handwerklich anspruchsvoller als es zunächst erscheint. Besonders bei großen Flächen, Aussparungen für Einbauspülen und Kochfelder sowie an den Kanten entstehen schnell Fehler, die das Ergebnis dauerhaft beeinträchtigen. Wir erklären die sechs wesentlichen Arbeitsschritte:

Arbeitsplatte folieren – Schritt für Schritt

  1. Oberfläche gründlich reinigen: Fette, Öle und Rückstände mit Isopropylalkohol entfernen. Mindestens 30 Minuten trocknen lassen.
  2. Folie ausmessen und zuschneiden: Mit 2–3 cm Überstand auf allen Seiten. Scharfes Cuttermesser und Metallschiene verwenden.
  3. Folie positionieren und andrücken: Trägerfolie schrittweise abziehen, mit Rakel von der Mitte nach außen arbeiten. Abschnitte à ca. 20 cm.
  4. Kanten und Aussparungen bearbeiten: Spülen- und Kochfeldaussparungen exakt ausschneiden, Kanten mit Kantenfolie ummanteln.
  5. Luftblasen entfernen: Mit Nadel anstechen und Luft mit Rakel herausdrücken. Bei Bedarf Heißluftfön (niedrige Stufe) einsetzen.
  6. Ränder versiegeln: Alle Schnittkanten und Übergänge mit wasserfestem Acrylkleber oder transparentem Silikon versiegeln.

Welches Werkzeug brauche ich zum Arbeitsplatte folieren?

Für ein ordentliches Ergebnis benötigen Sie eine Rakel (Kunststoffspachtel oder Filzrakel), ein scharfes Cuttermesser mit frischer Klinge, eine Metallschiene als Schnittführung, Isopropylalkohol zum Entfetten, ein Maßband und optional einen Heißluftfön. Eine Wasserwaage hilft beim exakten Ausrichten der Folie auf der Platte. Investieren Sie in eine Folie mit Luftkanälen (sogenannte „Slideable“-Technologie) – diese lässt sich repositionieren und ist deutlich einfacher zu verarbeiten.

Wie lange dauert das Folieren einer Arbeitsplatte?

Für eine durchschnittliche Küchenzeile mit ca. 2,5 bis 3 Laufmetern sollten Sie als geübter Heimwerker zwischen 3 und 5 Stunden einplanen – inklusive Vorbereitung, Verarbeitung und Aushärtezeit der Versiegelung. Planen Sie für das erste Mal lieber einen ganzen Tag ein. Nach dem Aufbringen der Folie sollte die Küche für mindestens 24 Stunden nicht intensiv genutzt werden, damit der Kleber vollständig haftet.

Kurzantwort: Das Folieren einer Küchenarbeitsplatte dauert für Einsteiger ca. 3–5 Stunden bei einer normalen Küchenzeile. Entscheidend sind saubere Vorbereitung, hochwertige Folie (min. 120 µm), sorgfältige Kanten- und Aussparungsbearbeitung sowie vollständige Versiegelung aller Übergänge.

Welche Folien eignen sich für das Arbeitsplatten folieren?

Nicht jede Klebefolie ist für Küchenarbeitsplatten geeignet. Die Küche stellt besondere Anforderungen: Hitze vom Kochfeld, Feuchtigkeit rund um die Spüle, Schneidbelastung und täglich wechselnde Reinigungsmittel. Wir empfehlen ausschließlich speziell für Möbel- und Küchenanwendungen entwickelte Folien aus dem Fachhandel.

Achten Sie auf folgende Eigenschaften: Materialstärke min. 120 µm, UV-Beständigkeit (verhindert Vergilben), Feuchtigkeitsresistenz, Temperaturbeständigkeit bis mindestens 60 °C (für den Bereich rund um die Spüle), sowie eine lösbare Klebetechnologie, die keine Rückstände hinterlässt. Gute Folien lassen sich nach einigen Jahren rückstandsfrei entfernen.

In der Praxis haben sich besonders dreidimensionale Dekore wie Betonoptik, helle Holzstrukturen und Marmoroptik bewährt – sie kaschieren kleinere Unregelmäßigkeiten besser als einfarbige Varianten. Die Küchentrends 2026 zeigen hier eine deutliche Bewegung hin zu matten, natürlichen Oberflächen in Sandstein-, Schiefer- und hellen Travertin-Optiken.

Folienart Vorteile Nachteile Empfehlung
Standard-Klebefolie (Baumarkt) Günstig, schnell verfügbar Dünne Schicht (50–80 µm), wenig haltbar ❌ Nicht geeignet
Möbelfolie Fachhandel (120–150 µm) Feuchtigkeitsresistent, UV-stabil, viele Dekore Etwas teurer, Verarbeitung anspruchsvoller ✅ Empfehlenswert
Premiumfolie mit Luftkanälen (≥ 150 µm) Blasenfreie Verarbeitung, hohe Haltbarkeit, repositionierbar Höherer Materialpreis ✅ Ideal für Einsteiger
Strukturierte Dekorfolie (3D-Effekt) Hochwertige Optik, Fehlerkaschierung Schwierigerer Schnitt an Aussparungen ✅ Empfehlenswert

Pflege und Haltbarkeit: Wie lange hält eine folierte Arbeitsplatte?

Unsere Kunden fragen uns häufig, wie lange eine folierte Arbeitsplatte wirklich hält. Die ehrliche Antwort lautet: zwischen 3 und 7 Jahren – wenn alles richtig gemacht wurde. Entscheidend sind die Qualität der Folie, die Sorgfalt bei der Vorbereitung und die konsequente Versiegelung aller Kanten und Aussparungen.

Für die tägliche Pflege gilt: Folierflächen dürfen nicht mit aggressiven Scheuermitteln, scheuernden Schwämmen oder Scheuerpulver gereinigt werden. Mildes Spülmittel und ein weicher Lappen reichen vollkommen aus. Direkte Hitzeeinwirkung – etwa durch heiße Töpfe direkt aus dem Induktionskochfeld – ist problematisch, da die Folie sich bei Temperaturen über 80–100 °C verformen oder lösen kann. Verwenden Sie immer Topfuntersetzer.

Schneidbretter sind bei einer folierten Fläche noch wichtiger als bei einer normalen Arbeitsplatte. Jede Messerklinge, die direkt auf die Folie trifft, hinterlässt Schnitte, durch die Feuchtigkeit eindringen kann. Die Schnittstellen sind dann nicht mehr reparierbar – nur eine vollständige Neufolie hilft.

Kurzantwort: Eine professionell aufgebrachte Arbeitsplattenfolie hält 3–7 Jahre, wenn Kanten versiegelt sind, keine direkten Schnitteinwirkungen erfolgen und die Fläche mit milden Mitteln gepflegt wird. Hitzeschutz durch Untersetzer ist zwingend notwendig.

Arbeitsplatte folieren vs. neue Arbeitsplatte – der ehrliche Vergleich

Nach über einem Jahrzehnt Küchenerfahrung bei Lieblingsküchen können wir eines mit Bestimmtheit sagen: Das Folieren ist eine kurzfristige Lösung, die unter bestimmten Bedingungen absolut sinnvoll ist – aber keine Alternative zu einer neuen Arbeitsplatte, wenn eine komplette Küchenrenovierung ansteht.

Das Folieren lohnt sich, wenn Sie Ihre Küche noch 3–5 Jahre nutzen möchten, bevor eine grundlegende Erneuerung ansteht. Wenn das Gerüst der Küche noch in sehr gutem Zustand ist, die Küchenfronten gepflegt wirken und nur die Arbeitsplatte optisch veraltet ist, kann eine neue Folie tatsächlich eine wirtschaftlich sinnvolle Brückenlösung sein.

Es lohnt sich hingegen nicht, wenn der Schrank- und Frontenzustand ebenfalls sanierungsbedürftig ist, wenn Feuchtigkeitsschäden vorliegen, oder wenn Sie eigentlich eine vollständige Küchenrenovierung planen. In diesem Fall ist es sinnvoller, das Gesamtpaket in eine neue, maßgefertigte Küche zu investieren – mit einer langlebigen Arbeitsplatte in einem der modernen Materialien wie HPL-Schichtstoff, Kompaktlaminat, Keramik, Quarzstein oder Granit.

Wenn Sie mehr über die verschiedenen Arbeitsplattenmaterialien und ihre Unterschiede wissen möchten, haben wir das in einem eigenen Artikel ausführlich beschrieben. Und wenn Sie eine wirklich pflegeleichte Arbeitsplatte suchen, lohnt sich ebenfalls ein Blick auf unsere Empfehlungen.

Kurzantwort: Arbeitsplatte folieren ist sinnvoll als Übergangslösung für 3–5 Jahre bei guter Grundsubstanz. Bei Küchenrenovierungen, Feuchtigkeitsschäden oder wenn auch Fronten und Korpusse erneuert werden, ist eine neue Arbeitsplatte aus HPL, Quarzstein oder Keramik die bessere und wirtschaftlichere Entscheidung.

Typische Fehler beim Arbeitsplatte folieren – und wie Sie sie vermeiden

In unserer Beratungspraxis sehen wir immer wieder die gleichen Fehler, wenn Kunden das Folieren selbst in Angriff genommen haben. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie unbedingt achten müssen:

  • Mangelnde Untergrundvorbereitung: Fett, Öl oder Seifenreste unter der Folie führen innerhalb von Wochen dazu, dass die Folie sich ablöst. Isopropylalkohol ist hier das einzig wirklich zuverlässige Reinigungsmittel.
  • Falsche Folienwahl: Universalfolien vom Discounter sind für Küchenarbeitsplatten nicht ausgelegt. Zu dünne Folie reißt bei der Verarbeitung und hält dem Küchenalltag nicht stand.
  • Luftblasen nicht konsequent entfernen: Was zunächst klein wirkt, wird größer. Unter der Folie eingeschlossene Luft dehnt sich bei Wärme aus und reißt die Folie auf.
  • Kanten nicht versiegelt: Der häufigste Grund für das Versagen der Folie. Feuchtigkeit dringt an unversiegelten Kanten ein und quillt den Untergrund auf.
  • Zu geringe Qualität beim Schneiden: Stumpfe Klingen reißen die Folie, anstatt sie sauber zu trennen. Wechseln Sie bei jedem Längsschnitt die Klinge.
  • Folie über vorhandene Schäden kleben: Eine Folie über einer aufgequollenen oder abblätternden Oberfläche hält nicht – der Schaden wird nur kurzfristig verdeckt und verstärkt sich darunter weiter.

Arbeitsplatte folieren: Kosten im Überblick

Die Kosten für das Folieren einer Küchenarbeitsplatte setzen sich aus Materialkosten und gegebenenfalls Arbeitskosten zusammen. Bei der Selbstmontage liegen die reinen Materialkosten je nach Qualität und Länge der Platte zwischen 30 und 100 Euro für eine typische Küchenzeile von 2,5 bis 3 Laufmetern. Hochwertige Premiumfolien mit Luftkanaltechnologie kosten im Fachhandel ca. 8–18 Euro pro laufendem Meter bei 60 cm Breite.

Wer die Arbeit einem Fachbetrieb übergibt, rechnet zusätzlich mit Arbeitskosten von ca. 100 bis 300 Euro je nach Umfang und regionalen Stundensätzen. Gesamtkosten für eine professionell folierte Küchenarbeitsplatte liegen also bei ca. 130 bis 400 Euro.

Zum Vergleich: Eine neue Laminatarbeitsplatte in Standardmaßen (600 mm Tiefe, 38 mm Stärke) beginnt ab ca. 50 Euro pro Laufmeter Material. Mit fachgerechter Montage, Aussparungen für Spüle und Kochfeld sowie Fugenabdichtung liegen die Gesamtkosten bei ca. 200 bis 600 Euro für eine normale Küchenzeile – und Sie erhalten eine neue, planebene und langfristig haltbare Oberfläche. Bei hochwertigen Materialien wie Kompaktlaminat, Quarzstein oder Keramik steigen die Kosten entsprechend – dafür erhalten Sie aber auch eine Platte für die nächsten 15 bis 25 Jahre.

Wenn Sie gerade überlegen, ob ein kompletter Küchenwechsel sinnvoll ist, lohnt sich auch ein Blick auf unsere Hinweise zu den teuersten Fehlern beim Küchenkauf – denn auch bei der Planung der Arbeitsplatte passieren typische Irrtümer.

Kurzantwort: Das Folieren einer Küchenarbeitsplatte kostet in Eigenregie ca. 30–100 Euro Material, mit Fachbetrieb ca. 130–400 Euro. Eine neue Laminatplatte mit Montage liegt bei ca. 200–600 Euro – bietet aber deutlich mehr Langzeitsicherheit und Qualität.

Arbeitsplatte folieren – People Also Ask

Kann man eine folierte Arbeitsplatte wieder entfernen?

Ja, hochwertige Möbelfolien lassen sich in der Regel rückstandsfrei entfernen. Erwärmen Sie die Folie mit einem Heißluftfön auf ca. 40–50 °C und ziehen Sie sie dann langsam und gleichmäßig ab. Verbleibende Klebereste lassen sich mit Isopropylalkohol oder speziellem Klebstoffentferner beseitigen. Bei billigen Folien oder sehr langen Liegezeiten können jedoch Rückstände verbleiben.

Eignet sich Klebefolie auch für Küchenfronten und Schranktüren?

Ja – und oft mit besserem Ergebnis als auf der Arbeitsplatte, da Fronten weniger direkter Feuchtigkeitsbelastung ausgesetzt sind. Klebefolie für Fronten ist ein weit verbreitetes DIY-Projekt zur optischen Auffrischung der Küche. Wichtig: auch hier gilt eine sorgfältige Untergrundvorbereitung, und strukturierte Fronten lassen sich schwieriger folieren als glatte. Wenn Sie Fronten und Arbeitsplatte gleichzeitig erneuern möchten, empfehlen wir, den Gesamtaufwand gegen einen Frontentausch oder eine neue Küche abzuwägen.

Wie entferne ich Luftblasen unter der Arbeitsplattenfolie?

Kleine Luftblasen lassen sich mit einer dünnen Nadel (Nähnadel oder Stecknadel) anstechen und die Luft danach mit einer Rakel oder dem Daumennagel herausarbeiten. Bei größeren Blasen hilft sanfte Wärme vom Heißluftfön (niedrige Stufe, ca. 40 cm Abstand), die Folie geschmeidiger zu machen. Wenn Luftblasen direkt nach dem Aufbringen entstehen: Folie komplett zurückziehen, Bereich erneut entfetten und neu aufbringen.

Kann ich eine laminierte Arbeitsplatte direkt neu folieren, ohne die alte Folie zu entfernen?

Das ist grundsätzlich möglich, wenn die alte Folie vollständig fest haftet, keine Blasen oder Ablösungen zeigt und die Oberfläche sauber entfettet wird. Wir raten in der Praxis jedoch davon ab: Zwei Folienlagen erhöhen das Risiko von Ablösungen und Kantenprobleme werden schwieriger zu versiegeln. Außerdem zeichnen sich Stöße und Kanten der alten Folie durch die neue Schicht hindurch ab. Empfehlung: alte Folie vollständig entfernen, Untergrund aufbereiten, dann neu folieren.

Wann wir von Lieblingsküchen eine neue Arbeitsplatte empfehlen

Als Küchenstudio mit eigenen Montageteams an unseren Standorten in Rostock (Am Warnowufer und Küchen am Hopfenmarkt in der Stadtmitte) sowie in Schwerin und unseren Partnerstudios bundesweit sehen wir täglich, welche Lösungen langfristig funktionieren. Unser klarer Standpunkt: Wenn die Substanz stimmt und es nur um Optik geht, kann Folieren sinnvoll sein. Wenn aber eine Küchenplanung ansteht, ist die Arbeitsplatte ein zentrales Gestaltungselement, das zur Gesamtküche passen muss.

Bei Lieblingsküchen begleiten wir Sie in 9 Schritten durch den gesamten Küchenprozess – von der ersten Idee bis zur Abnahme. Dabei beraten wir Sie nicht nur zu Möbeln und Geräten, sondern auch ganz konkret zu der Frage: Welche Arbeitsplatte passt zu Ihrem Leben, Ihren Gewohnheiten und Ihrem Budget? Denn die richtige Arbeitshöhe in der Küche ist dabei genauso wichtig wie das Material der Platte.

Wenn Sie aktuell überlegen, Ihre Küche zu renovieren oder neu zu planen, schauen Sie sich auch unsere Abverkaufsangebote an – manchmal ist eine komplett neue Küche finanziell zugänglicher als erwartet.

FAQ: Arbeitsplatte folieren – häufige Fragen

Wie lange hält eine folierte Arbeitsplatte?

Eine professionell aufgebrachte Klebefolie auf einer Küchenarbeitsplatte hält unter normaler Nutzung zwischen 3 und 7 Jahren. Die tatsächliche Haltbarkeit hängt stark von der Qualität der verwendeten Folie, der sorgfältigen Vorbereitung des Untergrunds und der täglichen Beanspruchung ab. Hochwertige Küchen- oder Möbelfolien aus dem Fachhandel mit einer Stärke ab 120 Mikrometern sind deutlich langlebiger als günstige Universalfolien. An Stellen mit hoher Feuchtigkeitsbelastung – besonders rund um die Einbauspüle – kann sich die Folie früher lösen, wenn die Kanten nicht sauber versiegelt wurden.

Kann man jede Arbeitsplatte folieren?

Grundsätzlich lässt sich fast jeder glatte Arbeitsplattenuntergrund folieren – also Holzwerkstoff-Platten mit Dekorschicht, Schichtstoff (HPL) und manche Natursteinoberflächen mit glatter Politur. Problematisch sind stark strukturierte, raue oder poröse Oberflächen wie geschliffener Beton oder bestimmte Natursteinvarianten, da die Folie dort keine ausreichende Haftfläche findet. Vorhandene Beschädigungen wie tiefe Kratzer, aufgequollene Stellen oder Absplitterungen sollten vor dem Folieren behoben werden – sie zeichnen sich sonst durch die Folie ab oder führen dazu, dass sie sich schneller löst.

Was kostet das Folieren einer Arbeitsplatte?

Die Materialkosten für eine Klebefolie in guter Qualität liegen je nach Breite und Länge der Arbeitsplatte bei ca. 30 bis 100 Euro für eine typische Küchenzeile. Wird die Arbeit von einem Fachbetrieb durchgeführt, kommen Arbeitskosten von ca. 100 bis 300 Euro hinzu, abhängig vom Umfang und der Komplexität. Zum Vergleich: Eine neue Laminat-Arbeitsplatte in Standardabmessungen (600 mm Tiefe, 38 mm Stärke) kostet ab ca. 50 Euro pro Laufmeter Material – eine neue Platte ist also oft wirtschaftlich sinnvoller und bietet mehr Langzeitsicherheit.

Ist eine folierte Arbeitsplatte wasserfest?

Klebefolie selbst ist wasserabweisend, aber nicht wasserdicht – entscheidend sind die Kanten und Übergänge. Wenn Feuchtigkeit unter die Folie gelangt, quillt der Untergrund auf und die Folie löst sich unweigerlich. Besonders kritisch sind die Bereiche um Einbauspülen, Kochfelder und Wände. Eine fachgerechte Versiegelung aller Schnittkanten und Übergänge mit Silikon oder Acrylkleber ist daher unbedingt notwendig. Bei stark wasserbelasteten Bereichen empfehlen wir, die Grenzen dieser Methode realistisch einzuschätzen und über eine dauerhaft wasserresistente Materialalternative nachzudenken.

Wann lohnt sich das Folieren einer Arbeitsplatte nicht?

Das Folieren lohnt sich nicht, wenn der Untergrund bereits Feuchtigkeitsschäden aufweist, stark aufgequollen oder strukturell beschädigt ist – in diesen Fällen ist eine Sanierung mit Folie nur eine kurzfristige Kaschierung des eigentlichen Problems. Auch wenn die gesamte Küche renoviert oder neu geplant wird, ist das Folieren der alten Platte wirtschaftlich wenig sinnvoll. Bei einer modernen Küchenplanung mit maßgefertigten Arbeitsplatten aus Keramik, Quarzstein oder HPL-Schichtstoff erhalten Sie eine langfristig bessere, hygienischere und wertigere Lösung, die sich in den Gesamtpreis der neuen Küche sinnvoll einplanen lässt.

Ihre Arbeitsplatte verdient mehr als eine Zwischenlösung

In unserem Küchenstudio in Rostock oder Schwerin beraten wir Sie persönlich, welche Arbeitsplatte wirklich zu Ihrer Küche, Ihrem Leben und Ihrem Budget passt — mit eigenen Montageteams, 5 Jahren Gerätegarantie und einem Planungsprozess, der keine Fragen offen lässt.

Jetzt Termin vereinbaren →

Schauen Sie sich weitere Tipps zum Küchenkauf an