Höhe von Küchenschränken: Alle Maße, Normen und ergonomischen Tipps für Ihre perfekte Küche
Die Höhe von Küchenschränken ist eine der grundlegendsten Entscheidungen bei der Küchenplanung — und gleichzeitig eine, die viele Käufer unterschätzen. Ob Unterschrank, Oberschrank oder Hochschrank: Die richtigen Maße entscheiden darüber, wie bequem und effizient Sie künftig in Ihrer Küche arbeiten. Wer hier auf Standardwerte vertraut, ohne die eigene Körpergröße oder die Raumhöhe einzubeziehen, läuft Gefahr, jahrelang mit Rückenschmerzen oder unbequemen Griffwegen zu leben.
In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die Höhe von Küchenschränken wissen müssen: Normmaße und ihre Herkunft, ergonomische Berechnungsformeln, Besonderheiten bei Hochschränken und Nischen, Tipps für Mehrgenerationen-Haushalte und barrierefreie Planung — sowie typische Planungsfehler, die wir in unserem Studio täglich erleben und die Sie mit diesem Wissen sicher vermeiden.
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Warum die Höhe von Küchenschränken so entscheidend ist
Eine Küche, in der man sich täglich bewegt, braucht mehr als schöne Fronten und ein passendes Farbkonzept. Die Ergonomie — also die Anpassung der Küche an den menschlichen Körper — ist der unsichtbare Erfolgsfaktor hinter jeder gelungenen Küchenplanung. Falsch gewählte Schrankhöhen führen zu unnötigen Belastungen: Ein zu niedriger Unterschrank zwingt zum Bücken, ein zu hoher Oberschrank macht das Greifen zur täglichen Verrenkung.
In unserer täglichen Beratung im Studio erleben wir, dass viele Kunden zunächst gar nicht über die Schrankhöhen nachdenken — sie nehmen an, dass Standardmaße automatisch passen. Das stimmt aber nur dann, wenn die Körpergröße der Hauptnutzer zufällig im Bereich von 165–175 cm liegt. Wer kleiner oder größer ist, profitiert erheblich von einer individuell angepassten Planung.
Gut geplante Schrankhöhen reduzieren außerdem den Energieaufwand beim Kochen, verbessern die Übersicht auf der Arbeitsfläche und schonen langfristig Rücken, Schultern und Nacken. Das ist kein Luxus — das ist Investition in Ihre tägliche Lebensqualität.
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Standardmaße: Die Höhe von Küchenschränken im Überblick
Die Küchenbranche hat sich auf bestimmte Normmaße geeinigt, die auf der DIN-Norm 18022 (Haushaltsküchen) basieren und in der Praxis von nahezu allen Herstellern übernommen werden. Diese Maße sind kein Zufall — sie spiegeln jahrzehntelange ergonomische Erkenntnisse wider und ermöglichen gleichzeitig die Kombination verschiedener Hersteller und Serien.
Unterschränke: Höhe, Aufbau und Varianten
Der Unterschrank ist das Fundament jeder Küche. Sein Korpus hat eine Standardhöhe von 72 cm. Dieser Wert bezieht sich ausschließlich auf den Schrankkorpus selbst — also ohne Sockel und ohne Arbeitsplatte. In der Praxis setzt sich die Gesamtarbeitshöhe wie folgt zusammen:
- Sockelblende: 10–15 cm (Standard: 12 cm)
- Unterschrankkorpus: 72 cm
- Arbeitsplatte: 3–4 cm (Standard: 3,8 cm)
- Gesamtarbeitshöhe: ca. 85–90 cm (Standard: 87 cm)
Die 87 cm sind der meistverwendete Standardwert in deutschen Küchen. Wer davon abweichen möchte, kann die Sockelhöhe verändern — ein einfacher und kostengünstiger Weg, die Arbeitshöhe ohne Sonderanfertigung des Korpus anzupassen. Manche Hersteller bieten auch Unterschränke in 68 cm oder 80 cm Korpushöhe an, um größere Abweichungen zu ermöglichen.
Oberschränke: Höhe und Montageabstand
Oberschränke werden in Standardhöhen von 60 cm, 72 cm und 100 cm angeboten. Die Wahl der Höhe hängt von drei Faktoren ab: der Deckenhöhe, dem gewünschten Stauraum und der Raumwirkung. Hohe Oberschränke (72 oder 100 cm) bieten mehr Volumen, können aber in Räumen mit niedrigen Decken erdrückend wirken.
Mindestens genauso wichtig wie die Höhe des Oberschranks selbst ist der Abstand zwischen Arbeitsplatte und Oberschrank-Unterkante. Dieser sollte mindestens 45 cm betragen — besser 50–60 cm. Zu wenig Abstand schränkt die Bewegungsfreiheit beim Arbeiten ein und macht es schwierig, Küchengeräte wie einen Wasserkocher oder eine Küchenmaschine sicher zu stellen und zu bedienen.
Hochschränke: Höhe, Funktion und Einbaugeräte
Hochschränke sind das Stauraum-Herzstück vieler moderner Küchen. Sie werden in Standardhöhen von 200, 210, 220 und 230 cm angeboten. In Räumen mit einer lichten Höhe von 250 cm bleibt bei einem 220 cm hohen Hochschrank ein Freiraum von 30 cm — dieser kann mit einem Aufsatzschrank genutzt werden, um Staub und Ablageflächen zu vermeiden.
Besonders relevant für die Nutzungsergonomie ist die Integration von Einbaugeräten im Hochschrank. Ein Backofen oder Dampfgarer sollte so eingebaut werden, dass die Türmitte auf Ellbogenhöhe liegt — das entspricht bei den meisten Menschen einer Einbauhöhe von ca. 80–100 cm Oberkante. So lässt sich das heiße Gargut sicher entnehmen, ohne sich zu bücken oder zu strecken.
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Höhe von Küchenschränken und Ergonomie: Die richtige Berechnung für Ihre Körpergröße
Die Faustregel für die ideale Arbeitshöhe lautet: Ellbogenhöhe minus 10–15 cm. Diese Formel hat sich in der Praxis bewährt, weil die Ellbogenhöhe individuell variiert und direkt von der Körpergröße abhängt. Die folgende Tabelle zeigt die empfohlenen Arbeitshöhen nach Körpergröße:
| Körpergröße | Ellbogenhöhe (ca.) | Empfohlene Arbeitshöhe | Passende Korpushöhe (ohne Sockel/AP) |
|---|---|---|---|
| 155 cm | ca. 93 cm | 78–83 cm | 64–68 cm |
| 165 cm | ca. 99 cm | 84–89 cm | 70–75 cm |
| 175 cm | ca. 105 cm | 90–95 cm | 76–80 cm |
| 185 cm | ca. 111 cm | 96–101 cm | 82–86 cm |
| 195 cm | ca. 117 cm | 102–107 cm | 88–92 cm |
Diese Werte sind Richtwerte. In der Praxis spielen auch die Art der Tätigkeit (Schneiden erfordert eine andere Höhe als Rühren), die Arbeitsplattendicke und persönliche Vorlieben eine Rolle. Mehr dazu finden Sie in unserem ausführlichen Artikel zur richtigen Arbeitshöhe in der Küche.
Was tun bei unterschiedlichen Körpergrößen im Haushalt?
In vielen Haushalten kochen Personen mit deutlich unterschiedlichen Körpergrößen — klassisch das Paar mit 30 cm Größenunterschied oder die Küche, die auch von Kindern mitgenutzt werden soll. Hier gibt es mehrere clevere Lösungsansätze.
Eine Möglichkeit ist die Abstufung der Arbeitsfläche: Verschiedene Arbeitsbereiche werden auf unterschiedliche Höhen geplant — z.B. der Spülbereich etwas höher, die Schneidezone etwas niedriger. Eine andere Lösung sind höhenverstellbare Arbeitsflächen, die mit einem Mechanismus stufenlos angepasst werden können. Im Premium-Segment bieten einige Hersteller elektrisch höhenverstellbare Unterschrankmodule an, die per Tastendruck verstellt werden.
Für Mehrgenerationen-Haushalte oder barrierefreie Küchen — etwa für Rollstuhlnutzer — empfehlen wir eine Unterfahrbarkeit der Arbeitsfläche bei einer Gesamthöhe von ca. 82 cm sowie den Verzicht auf Unterschranktüren in diesen Bereichen. Das Thema barrierefreie Küchenplanung gewinnt in unserer Beratung 2026 zunehmend an Bedeutung.
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Schrankhöhe und Raumhöhe: Wie Sie den Raum optimal nutzen
Die lichte Raumhöhe ist der wichtigste externe Parameter, der die Planung der Schrankhöhen beeinflusst. In Deutschland variiert die Deckenhöhe erheblich: Neubauten haben oft 250–260 cm, Altbauten können 280–320 cm oder mehr aufweisen, und Maisonetten oder Dachgeschossküchen stellen durch Schrägen ganz eigene Herausforderungen.
Raumhöhe 240–260 cm: Die Standardsituation
Bei einer lichten Raumhöhe von 250 cm — dem häufigsten Wert im deutschen Wohnungsbau — passt ein Hochschrank mit 210 oder 220 cm Höhe problemlos. Es verbleibt ein Zwischenraum von 30–40 cm zur Decke, der sich ideal für eine Beleuchtungsleiste, einen Aufsatzschrank oder eine Lüftungsabdeckung eignet. Viele unserer Kunden entscheiden sich für eine Kombination aus 200 cm Hochschrank und einem 50 cm hohen Aufsatz — das schließt den Raum bis zur Decke und verhindert Staubrände.
Raumhöhe über 270 cm: Altbau und offene Küchen
Hohe Räume sind eine Chance und eine Herausforderung zugleich. Einerseits lassen sich raumhohe Schranklösungen realisieren, die beeindruckend wirken und maximalen Stauraum bieten. Andererseits werden Oberbereiche von Hochschränken schnell unzugänglich. Unsere Empfehlung: Schränke bis maximal 220–230 cm mit Griffen planen, darüber nur dekorative oder selten benötigte Lagerflächen — oder auf eine Trittleiter zurückgreifen, die optisch in die Küche integriert werden kann.
Dachschrägen und Nischenküchen
Dachschrägen erfordern besondere Planung. Standard-Oberschränke lassen sich durch spezielle Schrägabschnitte oder stufige Planungen an Schrägen anpassen. Hier ist eine präzise Vor-Ort-Aufnahme aller Raummaße unerlässlich — unser Planungsteam führt diese Aufnahme persönlich durch, bevor auch nur ein Möbel bestellt wird.
Nischenküchen — also Küchen in einem definierten Wandausschnitt — haben häufig festgelegte Maßvorgaben. Die Schrankhöhe muss exakt auf die Nischenhöhe abgestimmt sein, inklusive Fugenausgleich und Blenden. Unsere eigenen Montageteams sind auf solche Sondersituationen spezialisiert und garantieren eine saubere, lückenlose Ausführung.
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Höhe von Küchenschränken: Der Unterschied zwischen Normmaß und Individualplanung
Einer der häufigsten Irrtümer, den wir in unserer Beratung antreffen, lautet: „Standardmaße passen doch in jeden Haushalt.“ Das stimmt für viele Menschen grob — aber „grob passen“ ist nicht dasselbe wie „optimal geplant“. Und gerade bei etwas, das Sie täglich nutzen, macht dieser Unterschied im Laufe der Jahre einen enormen Qualitätsunterschied im Alltag.
Normmäßige Küchen vom Band setzen voraus, dass alle Bewohner ca. 170 cm groß sind, eine Deckenhöhe von 250 cm haben und keine besonderen ergonomischen Anforderungen mitbringen. Die Realität sieht anders aus. Unsere Erfahrung aus über tausend geplanten Küchen zeigt: Kaum ein Haushalt entspricht exakt dem Normmodell. Entweder ist die Decke zu hoch, der Nutzer zu groß, die Nische zu schmal oder ein Fenster sitzt genau dort, wo ein Oberschrank hingeplant war.
Genau hier liegt der Mehrwert einer professionellen Küchenplanung im Studio: Wir nehmen Ihre konkreten Maße auf, berücksichtigen Ihre Gewohnheiten, Ihre Körpergröße und Ihre Nutzungsroutinen — und entwickeln daraus eine Planung, bei der die Schrankhöhen auf Sie zugeschnitten sind. Kein Füllstück, das irgendwo übersteht. Kein Oberschrank, bei dem Sie auf Zehenspitzen stehen müssen. Keine Arbeitshöhe, die Ihren Rücken nach drei Jahren schädigt.
Schauen Sie auch gerne in unseren Artikel zu den 3 teuren Fehlern beim Küchenkauf — dort zeigen wir, warum scheinbar günstige Standardlösungen langfristig oft teurer werden.
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Schritt-für-Schritt: So bestimmen Sie die ideale Höhe Ihrer Küchenschränke
- Körpergrößen aller Hauptnutzer messen — bei Paaren den Mittelwert oder abgestufte Zonen planen
- Ideale Arbeitshöhe berechnen — Ellbogenhöhe minus 10–15 cm
- Unterschrankhöhe ableiten — Arbeitshöhe minus Arbeitsplattendicke minus Sockelhöhe
- Raumhöhe präzise messen — an mehreren Stellen, da Böden und Decken selten perfekt waagerecht sind
- Hochschrank- und Oberschrankhöhe planen — unter Berücksichtigung von Decke, Licht und Zugänglichkeit
- Einbaugeräte ergonomisch positionieren — Backofen, Dampfgarer und Co. auf individuelle Griffhöhe
Diese Schritte klingen einfach — aber die tatsächliche Umsetzung erfordert Erfahrung, Planungssoftware und das Wissen um Toleranzen, Wandunebenheiten und Anschlusswerte. Deshalb begleiten wir Sie durch alle 9 Schritte unseres Beratungsprozesses: von der ersten Idee über die Maßaufnahme bis zur finalen Abnahme nach der Montage. Mehr zu unserer Philosophie erfahren Sie direkt auf unserer Lieblingsküchen-Startseite.
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Oberschrankhöhe und Stauraumoptimierung: Was wirklich zählt
Oberschränke werden im Küchenalltag oft unterschätzt. Dabei können sie — richtig geplant — einen erheblichen Teil des Stauraumbedarfs abdecken, ohne die Küche optisch zu überladen. Entscheidend sind dabei drei Faktoren: die Montagehöhe, die Schranktiefe und die Ausstattung mit cleveren Innenauszügen.
Die Tiefe von Oberschränken beträgt standardmäßig 35 cm. Das ist weniger als bei Unterschränken (60 cm), damit die Arbeitsfläche darunter weiterhin gut erreichbar bleibt. Bei tiefer geplanten Oberschränken (bis 45 cm) lassen sich großformatigere Gegenstände lagern — allerdings muss dann mehr Abstand zur Arbeitsplatte eingehalten werden, um Kollisionen zu vermeiden.
Besonders effizient sind Oberschränke, wenn sie mit Klappbeschlägen, Liftsystemen oder Roll-up-Fronten ausgestattet werden. Diese Beschlagsysteme öffnen die Tür nach oben, ohne dass die Tür in die Küche hineinragt — ideal bei knappen Platzverhältnissen oder Küchen, in denen Kinder mitbewegen. Die Stauraum-Planung ist übrigens ein eigenes Thema, das wir gerne ausführlich mit Ihnen besprechen — vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserem Studio in Rostock oder Schwerin.
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Häufige Fragen zur Höhe von Küchenschränken
Wie hoch sind Küchenschränke bei Hochglanz- oder rahmenlosen Fronten?
Die Frontenoptik beeinflusst die Schrankhöhe selbst nicht — Hochglanz-, Mattlack- oder rahmenlose Fronten werden auf identische Standardkorpusse montiert. Allerdings kann die Fugenbreite bei rahmenlosen Grifflosen-Fronten die optische Wirkung verändern: minimale Fugen lassen die Schränke höher und homogener wirken. Die Wahl der Optik ist also eine ästhetische, keine maßliche Entscheidung.
Welche Höhe haben Küchenschränke bei einer Kücheninsel?
Kücheninseln sind meistens auf Arbeitshöhe (85–95 cm) ausgeführt — seltener niedriger, um einen Barhocker-Bereich mit ca. 105 cm zu integrieren. Bei kombinierten Funktionen (Kochen und Essen) kann eine abgestufte Planung sinnvoll sein: eine Seite auf 90 cm als Arbeitsfläche, die andere Seite auf 105 cm für Barhocker. Die Beinfreiheit bei der Barstuhllösung sollte mindestens 65 cm unter der Plattenoberkante betragen.
Wie hoch sind Küchenschränke bei offenen Wohnküchen?
In offenen Wohnküchen spielt die visuelle Raumwirkung eine größere Rolle. Hier wählen viele unserer Kunden bewusst niedrigere Oberschränke (60 cm statt 72 cm) oder verzichten auf der Sichtseite ganz auf Hängeschränke. Hochschränke werden oft als raumteilende Elemente eingesetzt — sie trennen optisch Koch- und Wohnzone, ohne eine Wand zu benötigen. Die Gesamthöhe von 200–230 cm ist dabei ideal, um eine klare Raumkante zu erzeugen.
Was ist der Unterschied in der Höhe von Küchenschränken bei verschiedenen Herstellern?
Die großen Küchenanbieter halten sich weitgehend an die Normmäße von 72 cm (Unterschrank), 60–100 cm (Oberschrank) und 200–230 cm (Hochschrank). Unterschiede zeigen sich vor allem in den angebotenen Zwischengrößen, der Qualität der Beschläge und der Präzision der Maßhaltigkeit. Günstige Hersteller bieten oft weniger Zwischengrößen, was individuelle Anpassungen erschwert. Premium-Hersteller erlauben häufig millimetergenaue Anpassungen durch Maßanfertigungen. Unsere Planungsexpertinnen kennen die Stärken und Grenzen aller Partner-Hersteller und empfehlen immer das Produkt, das zu Ihrer Situation passt.
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Küchentrends 2026: Welche Schrankhöhen sind aktuell gefragt?
Die Küchenplanung entwickelt sich stetig weiter — und 2026 zeichnen sich klare Tendenzen bei den Schrankhöhen ab. Der wichtigste Trend ist die Raumhochplanung: Immer mehr Kunden entscheiden sich dafür, Schränke bis zur Decke zu ziehen, um jeden Zentimeter Stauraum zu nutzen und gleichzeitig ein hochwertiges, maßgeschneidertes Erscheinungsbild zu erzielen. Das Ergebnis wirkt aufgeräumt, elegant und — besonders in kleinen Küchen — deutlich geräumiger als fragmentierte Schrankkombinationen.
Ein weiterer Trend 2026 ist die Differenzierung der Arbeitshöhe: Nicht mehr eine einheitliche Arbeitsplattenhöhe durch die gesamte Küche, sondern bewusst unterschiedliche Zonen — eine tiefere für den Backbereich, eine höhere für den Steharbeitsplatz, eine unterfahrbare für flexible Nutzung. Diese Planung setzt Erfahrung und 3D-Visualisierung voraus, wie wir sie in unseren Studios in Rostock und Schwerin bieten.
Auch die Integration von Elektrogeräten auf ergonomischer Höhe nimmt zu: Kaffeevollautomaten, Dampfgarer, Schubladenkühlschränke und Weintemperierer werden zunehmend auf Augenhöhe in Hochschränke oder Nischen integriert, statt sie auf der Arbeitsplatte zu platzieren oder unter der Theke zu verstecken. Das verbessert die Zugänglichkeit und gibt der Küche eine klare, strukturierte Optik.
Informieren Sie sich auch über die passenden Arbeitsplattenmaterialien, die zu Ihren Schrankhöhen und Ihrem Stil passen — denn die Materialwahl beeinflusst auch die Gesamtoptik Ihrer Schrankkombination.
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Schrankhöhen bei kleinen Küchen: So planen Sie trotzdem ergonomisch
Kleine Küchen — ob Singleküche, Galley-Küche oder kompakte Einbauküche — stellen besondere Anforderungen an die Höhenplanung. Hier dürfen Oberschränke ruhig höher ausfallen als in großzügigen Küchen, um den fehlenden Grundriss durch mehr vertikalen Stauraum auszugleichen. Gleichzeitig muss der Abstand zwischen Arbeitsplatte und Oberschrank-Unterkante ausreichend groß bleiben, damit der enge Raum nicht beklemmend wirkt.
Bewährt hat sich in kleinen Küchen die Kombination aus niedrigerem Unterschrank (ca. 80 cm Arbeitshöhe) und höheren Oberschränken (72–100 cm), um die vertikale Fläche optimal zu nutzen. Auch der Einsatz von Klappregalen, integrierten Auszügen und Eckkarussells kann den Stauraum erheblich steigern, ohne an den Schrankhöhen selbst etwas ändern zu müssen. Lesen Sie dazu unseren spezialisierten Artikel zu ausgefallenen kleinen Küchen.
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Dunstabzugshauben und die Höhe von Küchenschränken: Was ist zu beachten?
Die Dunstabzugshaube ist ein integraler Bestandteil der Höhenplanung, der oft erst spät im Planungsprozess berücksichtigt wird — mit teils unangenehmen Folgen. Denn die Haube muss in einem bestimmten Abstand zum Kochfeld montiert werden: Bei Elektro- oder Induktionskochfeldern sind das typischerweise 65–75 cm Abstand zwischen Kochfeldrand und Hauben-Unterkante, bei Gaskochfeldern mindestens 75 cm.
Dieser Abstand definiert, wie hoch der Oberschrank über dem Kochfeld hängt — oder ob dort überhaupt ein Oberschrank montiert werden kann. In vielen Küchen bedeutet das: Der Oberschrank links und rechts neben der Haube ist auf Normhöhe, der Bereich direkt über dem Kochfeld wird von der Haube selbst eingenommen. Eine schlanke, gut integrierte Haube kann das optisch harmonisch lösen. Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Artikel zur Ablufthaube und worauf Sie achten müssen.
Bei Kochfeldern mit integrierter Downdraft-Lüftung — also Absaugung direkt am Kochfeld nach unten — entfällt das Problem des Haubenabstands komplett. Diese Lösung wird 2026 zunehmend nachgefragt, weil sie mehr Freiheit in der Oberschrankplanung lässt und eine klare, ungestörte Sichtlinie zum Fenster ermöglicht.
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FAQ: Häufige Fragen zur Höhe von Küchenschränken
Wie hoch sind Küchenschränke standardmäßig?
Unterschränke haben in der Regel eine Korpushöhe von 72 cm. Zusammen mit einem Sockel von 10–15 cm und einer Arbeitsplatte von 3–4 cm Dicke ergibt sich eine typische Arbeitshöhe von 85–90 cm. Oberschränke sind meist 60–100 cm hoch und werden so montiert, dass ihre Unterkante 45–60 cm über der Arbeitsplatte liegt. Hochschränke variieren zwischen 200 und 230 cm Gesamthöhe, können aber auch raumhoch bis zur Decke geplant werden. Diese Maße basieren auf der DIN 18022 und haben sich in der Praxis über Jahrzehnte bewährt — sind aber keine starren Vorgaben, sondern Ausgangspunkte für die individuelle Planung.
Welche Höhe ist für Oberschränke ideal?
Die ideale Montagehöhe für Oberschränke richtet sich nach der Arbeitshöhe und der Körpergröße der Nutzer. Bewährt hat sich ein Abstand von mindestens 45 cm zwischen Arbeitsplattenoberkante und Oberschrank-Unterkante, besser 50–60 cm. So bleibt genug Platz für Küchengeräte und die Augen haben freie Sicht auf die Arbeitsfläche. Oberschränke mit 72 cm Höhe bieten mehr Stauraum, während 60 cm hohe Varianten häufiger eingesetzt werden, wenn die Decke niedriger ist oder ein luftigeres Raumgefühl gewünscht wird. Die Schranktiefe von standardmäßig 35 cm sollte dabei beibehalten werden, damit die Greiftiefe zur Arbeitsfläche nicht eingeschränkt wird.
Wie hoch sollten Hochschränke in der Küche sein?
Hochschränke werden typischerweise in Höhen von 200, 210, 220 oder 230 cm angeboten, können aber auch maßgefertigt bis zur Raumdecke geplant werden. Die optimale Höhe hängt von der lichten Raumhöhe ab. In Altbauten mit hohen Decken empfehlen wir häufig Aufsatzschränke oder individuelle Füllhöhen, um den Raum bis oben hin zu nutzen und Staubkanten zu vermeiden. Einbaugeräte wie Backofen oder Dampfgarer werden im Hochschrank auf einer Höhe von ca. 80–100 cm Unterkante integriert, damit sie ohne Bücken sicher bedient werden können. Die Zugänglichkeit oberer Bereiche sollte immer mitgeplant werden — ggf. mit integrierter Trittleiste.
Kann ich die Höhe von Küchenschränken individuell anpassen lassen?
Ja, eine individuelle Anpassung der Schrankhöhen ist bei einer professionellen Küchenplanung problemlos möglich. Besonders bei Küchen für sehr große oder sehr kleine Personen, bei Mehrgenerationen-Haushalten oder bei barrierefreien Küchen macht eine maßgenaue Planung einen erheblichen Unterschied im Alltag. In unserem Studio in Rostock oder Schwerin planen wir Ober-, Unter- und Hochschränke individuell nach Ihren Körpermaßen, Ihrer Raumhöhe und Ihren Nutzungsgewohnheiten — keine Standardlösung von der Stange, sondern eine Küche die wirklich zu Ihnen passt. Die Mehrkosten für individuelle Höhenanpassungen halten sich dabei in der Regel in überschaubarem Rahmen.
Was ist der Unterschied zwischen Korpushöhe und Einbauhöhe?
Die Korpushöhe bezeichnet die reine Höhe des Schrankkorpus ohne Sockel, Arbeitsplatte oder Aufsatz. Die Einbauhöhe oder Gesamthöhe hingegen umfasst alle Komponenten: Sockel, Korpus, Arbeitsplatte und ggf. Aufsatzschränke. Bei Unterschränken mit 72 cm Korpushöhe ergibt sich durch den üblichen Sockeleinsatz von 12 cm und eine 3 cm starke Arbeitsplatte eine Gesamtarbeitshöhe von 87 cm — der häufigste Standardwert in deutschen Küchen. Wer davon abweichen möchte, kann Sockelhöhe oder Arbeitsplattendicke individuell anpassen, ohne den Korpus selbst ändern zu müssen. Diese Flexibilität ist ein praktischer Vorteil des modular aufgebauten Küchensystems.
Wie wirkt sich die Deckenhöhe auf die Küchenplanung aus?
Die lichte Raumhöhe ist einer der wichtigsten Ausgangspunkte bei der Küchenplanung. In Räumen mit Standardhöhe von 250 cm passen übliche Hochschränke mit 200–220 cm Höhe problemlos, es bleibt Raum für Lichtleisten oder Aufsatzschränke. Bei Raumhöhen über 260 cm oder in Altbauten empfehlen wir, den Raum bis zur Decke zu nutzen — entweder mit raumhohen Hochschränken oder mit Aufsatzelementen. Das verhindert schwer zugängliche Ablageflächen und gibt der Küche ein hochwertiges, maßgeschneidertes Erscheinungsbild. Unser Planungsteam misst die tatsächliche Raumhöhe präzise aus und berücksichtigt dabei auch etwaige Deckenbalken, Unterzüge oder Schrägen.
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Ihre Küche — perfekt auf Sie zugeschnitten
Wir planen mit Ihnen gemeinsam die ideale Schrankhöhe — individuell, ergonomisch und mit persönlicher Beratung in Rostock oder Schwerin. Eigene Montageteams, 5 Jahre Gerätegarantie und ein Beratungsprozess in 9 Schritten, der Sie von der ersten Idee bis zur Abnahme begleitet.



