Küche Sockelleiste: Funktion, Materialien, Maße und Gestaltungsmöglichkeiten 2026

Die Küche Sockelleiste – auch Sockelblende oder Sockelpaneel genannt – ist der horizontale Abschlussstreifen unterhalb der Unterschränke, der den Raum zwischen Schrankunterseite und Fußboden verkleidet. Sie ist kein reines Designelement, sondern erfüllt mehrere wichtige funktionale Aufgaben: Sie schützt die Stellfüße vor Stößen und Schmutz, kaschiert Bodenunebenheiten, schließt Lücken zu angrenzenden Bereichen und gibt der Küche ihren optisch vollendeten Abschluss. Wer die Sockelleiste in der Küchenplanung unterschätzt, verschenkt sowohl Funktion als auch Ästhetik.

Kurzübersicht: Die Küchen-Sockelleiste verkleidet den Bereich zwischen Unterschrank und Boden, schützt Stellfüße und gibt der Küche einen sauberen optischen Abschluss. Standardhöhe: 150 mm. Materialien: Aluminium, MDF, Dekorfolie, Echtholz. Optional lässt sich der Sockelraum als Stauraum durch Sockelschubladen nutzen.

In unserer täglichen Beratung im Lieblingsküchen-Studio erleben wir immer wieder, dass die Sockelzone bei der Küchenplanung zunächst kaum Aufmerksamkeit bekommt – bis das Ergebnis eingebaut ist. Dann fällt auf, ob die Sockelblende zur Frontfarbe passt, ob die Höhe stimmt und ob die Übergänge sauber sind. Wer diese Details von Anfang an mitdenkt, spart sich spätere Überraschungen.

Was ist eine Küchen-Sockelleiste und warum ist sie wichtig?

Die Sockelleiste ist der unterste sichtbare Bereich einer Einbauküche. Sie sitzt direkt auf dem Boden und schließt den Zwischenraum unter den Unterschränken ab – meist in einer Höhe von 100 bis 200 mm. Dieser Bereich heißt im Fachjargon auch Sockelzone oder Plinthe.

Optisch schafft die Sockelblende eine visuelle Bodenlinie und lässt die Küche wie ein vollständiges, aufgeräumtes Möbelstück wirken. Fehlt sie oder ist sie schlecht verarbeitet, wirkt die gesamte Küche unfertig – selbst wenn die Fronten hochwertig sind.

Funktional schützt sie die Stellfüße, über die die Unterschränke in der Waage ausgerichtet werden. Diese Füße sind für die Statik und die Ausgleichsfunktion bei unebenen Böden unverzichtbar – aber optisch nicht ansehnlich. Die Sockelblende verbirgt sie zuverlässig.

Kurzantwort: Die Küchen-Sockelleiste verkleidet den Bereich zwischen Unterschrankunterseite und Fußboden. Sie schützt die Stellfüße, kaschiert Bodenunebenheiten und sorgt für einen sauberen optischen Abschluss der Küche. Ohne Sockelblende wirkt selbst eine hochwertige Einbauküche unfertig.

Welche Standardmaße hat eine Küchen-Sockelleiste?

Die gängige Standardhöhe einer Küchen-Sockelleiste beträgt 150 mm. Dieser Wert ist auf die übliche Gesamtarbeitshöhe von 90 cm abgestimmt: Unterschrank 72 cm Korpushöhe + 15 cm Sockel + 3 cm Arbeitsplatte ergibt 90 cm – die ergonomische Norm für eine durchschnittlich große Person.

Je nach Anforderung und Bodenbelag gibt es jedoch Varianten. Auf gefliesten Böden mit starken Höhenunterschieden kann der Sockel bis auf 200 mm ausgelegt werden. Bei niedrigeren Decken oder kompakten Küchen werden auch 100 mm-Sockel verbaut, was die Unterschränke optisch schmaler wirken lässt.

Die Tiefe der Sockelzone entspricht in der Regel der Unterschrankkörpertiefe minus ein paar Millimeter Rückversatz – typisch sind 50 bis 60 mm. Dieser kleine Rücksprung gegenüber der Frontebene ist ergonomisch wichtig: Er bietet Zehenfreiraum beim nahen Stehen vor der Arbeitsfläche und ist von der Norm DIN 68930 als Freiraum empfohlen.

Kurzantwort: Die Standardhöhe einer Küchen-Sockelleiste beträgt 150 mm, die Tiefe liegt bei 50–60 mm. Abweichungen zwischen 100 mm und 200 mm sind je nach Bodenbeschaffenheit, Körpergröße und Designanforderung möglich. Die Maße sollten in der Küchenplanung frühzeitig festgelegt werden.

Wie hängt die Sockelhöhe mit der Arbeitshöhe zusammen?

Sockelhöhe und Arbeitshöhe stehen in direkter Wechselwirkung. Wer eine individuell angepasste Arbeitshöhe wünscht – etwa 95 cm statt 90 cm –, muss auch die Sockelhöhe entsprechend anpassen oder höhere Unterschrankkörper einplanen. In unserer Beratung besprechen wir diese Zusammenhänge systematisch, bevor die ersten Maße in die Planung fließen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel zur richtigen Arbeitshöhe in der Küche.

Was ist der Zehenfreiraum bei der Sockelleiste?

Der Zehenfreiraum – auch Toekick genannt – bezeichnet den Rückversatz der Sockelblende gegenüber der Frontfläche. Er beträgt üblicherweise 50 mm und ermöglicht es, nah an die Arbeitsplatte heranzutreten ohne die Zehen an die Schrankfront zu stoßen. Dieser anatomisch korrekte Abstand reduziert Rückenbelastung und erhöht den Komfort beim Stehen und Arbeiten. Wer auf den Zehenfreiraum verzichtet und eine bündige Sockelzone plant, muss dies bewusst und konsequent als Designentscheidung treffen.

Küchen-Sockelleiste: Materialien im Vergleich

Die Materialwahl für die Sockelblende entscheidet über Optik, Langlebigkeit und Pflegeaufwand. Da die Sockelzone besonders beansprucht wird – Stöße, Wischmopp, Feuchtigkeit – sollte das Material diese Anforderungen erfüllen.

Material Optik Feuchtigkeitsbeständigkeit Pflegeaufwand Passend für
Aluminium Modern, metallisch Sehr hoch Sehr gering Moderne, grifflose Küchen
MDF lackiert Glatt, farbig Mittel Gering Lackfronten, zeitlos
Dekorfolie / Melamin Breite Farbauswahl Hoch Gering Systemküchen aller Stile
Echtholz / Furnier Warm, natürlich Mittel (behandelt: hoch) Mittel Landhausküchen, Holzfronten
Edelstahl Industrial, premium Sehr hoch Mittel (Fingerabdrücke) Profi- und Industrieküchen
Glas / Glaskeramik Hochglanz, exklusiv Sehr hoch Mittel Hochglanzküchen, Design

In unserer Beratung empfehlen wir für die meisten Haushalte dekorfoliierte oder melaminharz-beschichtete Sockelblenden: Sie sind feuchtigkeitsbeständig, einfach zu reinigen, in praktisch jeder Farbe erhältlich und entsprechen preislich dem Leistungsanspruch eines soliden Alltagselementes. Für Design-Küchen mit hohem Anspruch sind Aluminium oder Glaskeramik-Sockel eine elegante Wahl.

Kurzantwort: Für die Küchen-Sockelleiste eignen sich Aluminium, lackiertes MDF, Dekorfolie, Echtholz, Edelstahl oder Glas. Für den Alltag empfiehlt sich melaminharz-beschichtete Dekorfolie wegen hoher Feuchtigkeitsbeständigkeit und einfacher Reinigung. Premium-Designs nutzen Aluminium oder Glaskeramik.

Küchen-Sockelleiste und Stauraum: Sockelschubladen clever nutzen

Der Bereich hinter der Sockelblende ist in vielen Küchen verschenkter Raum. Dabei lässt sich dieser Streifen – typisch 15 cm hoch und so tief wie die Unterschränke – als Sockelschublade nutzen. Solche Auszüge werden auch als Krümelschublade, Kickboard-Schublade oder einfach Sockelauszug bezeichnet.

Geöffnet werden sie entweder durch leichten Fußdruck auf die Blende oder durch einen Push-to-open-Mechanismus, sodass keine Griffe nötig sind. Perfekt für flache Gegenstände wie Backbleche, Pizzasteine, Tabletts, Stylingtools oder Reinigungsmittel.

In unserer Küchenplanung empfehlen wir diese Option besonders für kleine Grundrisse, offene Wohnküchen und Haushalte, die maximalen Stauraum anstreben. Wer mehr über Stauraumoptimierung erfahren möchte, findet hilfreiche Informationen auch in unserem Artikel über den Apothekerschrank – einem weiteren unterschätzten Stauraumwunder.

Kurzantwort: Sockelschubladen verwandeln den Bereich hinter der Sockelblende in nutzbaren Stauraum. Sie eignen sich für Backbleche, Tabletts und Reinigungsmittel, werden per Fußdruck oder Push-to-open geöffnet und müssen in der Küchenplanung von Anfang an eingeplant werden.

Welche Dinge passen in eine Sockelschublade?

Sockelschubladen sind ideal für flache, sperrige Gegenstände, die in normalen Schubladen schlecht unterkommen: Backbleche, Auflaufformen, Pizzasteine, Bratroste, dünne Schneidbretter oder flache Servierplatten. Auch Reinigungsmittel, Schwämme und Bürsten lassen sich hier gut verstauen – direkt am Ort des Geschehens, griffbereit und dennoch unsichtbar.

Kann jede Küche eine Sockelschublade bekommen?

Nicht jede Küche lässt sich nachträglich mit Sockelschubladen ausstatten. Die meisten Systeme erfordern spezielle Untergestelle und müssen bei der Küchenplanung berücksichtigt werden. Wer eine neue Küche plant, sollte diese Option frühzeitig mit dem Küchenplaner besprechen – bei Lieblingsküchen ist das fester Bestandteil unseres Beratungsprozesses. Bei Bestandsküchen ist eine Nachrüstung technisch manchmal möglich, hängt aber stark vom Hersteller und System ab.

Küchen-Sockelleiste: Montage Schritt für Schritt

Die Montage einer Sockelblende klingt nach einer Kleinigkeit – ist aber ein handwerklicher Schritt, der Präzision erfordert. Schlecht sitzende Sockelleisten fallen durch Fugen, Unebenheiten und Wackeln sofort auf.

Montage-Checkliste: Sockelleiste richtig anbringen

  1. Bodenfläche unter Unterschränken reinigen und auf Unebenheiten prüfen
  2. Gesamtlänge der Sockelzone ausmessen inkl. aller Ecken und Aussparungen
  3. Sockelhöhe mit Wasserwaage kontrollieren – Unterschränke müssen ausgerichtet sein
  4. Sockelblenden auf Maß zuschneiden (Gehrungsschnitt an Ecken: 45°)
  5. Befestigungsclips an Stellfüßen montieren
  6. Eckenverbinder (innen/außen) vorbereiten und einklipsen
  7. Sockelblenden einrasten und auf gleichmäßigen Bodenabstand prüfen
  8. Abschlussprofil an Endpunkten (z. B. an der Wand) montieren
  9. Abschließend Fugen und Übergänge auf Dichtheit prüfen

In unserem eigenen Montageteam führen wir die Sockelblenden-Montage immer als letzten Schritt der Kücheninstallation aus – nach dem vollständigen Ausrichten aller Schrankkorpusse. Das stellt sicher, dass die Blenden exakt sitzen und keine späteren Anpassungen nötig sind. Als Küchenstudio mit eigenem Montageteam übernehmen wir die Verantwortung für diesen Schritt aus einer Hand – vom Zuschnitt bis zur finalen Abnahme.

Kurzantwort: Sockelleisten werden über Clips an den Stellfüßen der Unterschränke befestigt und auf Maß zugeschnitten. Ecken benötigen Gehrungsschnitte (45°) oder Eckverbinder. Wichtig: Erst montieren, wenn alle Unterschränke vollständig ausgerichtet sind. Professionelle Montage verhindert Fugen und Wackeln.

Küchen-Sockelleiste: Gestaltung und aktuelle Trends 2026

Lange war die Sockelblende ein rein funktionales Element, dem kaum Designaufmerksamkeit gewidmet wurde. Das hat sich gewandelt. In den Küchentrends 2026 wird die Sockelzone zunehmend als aktives Designelement betrachtet – besonders in der gehobenen Küchenplanung.

Bündig und grifflos: Bei grifflosen Küchen mit Push-to-open oder Tip-on-Mechanismus an den Fronten wird konsequent auch die Sockelzone in denselben Look integriert. Die Sockelblende wird exakt auf Frontfarbe und -oberfläche abgestimmt, sodass die gesamte Unterkante der Küche wie aus einem Guss wirkt.

Kontrastsockel: Eine wachsende Gestaltungstendenz 2026 ist der Kontrastsockel: Während die Fronten hell oder neutral gehalten werden, bekommt die Sockelzone eine dunkle, erdige oder metallische Farbe. Anthrazit, Graphit oder ein warmes Bronze-Aluminium bilden dabei einen bewussten Kontrast zur Frontfarbe – und verleihen der Küche Tiefe.

Sockelfreie Küchen: Einige Designkonzepte – vor allem im hochpreisigen Segment – verzichten bewusst auf eine sichtbare Sockelzone. Die Schränke stehen auf einem erhöhten Podest oder werden an der Wand hängend montiert, sodass der Boden darunter freibleibt. Das erfordert eine besondere statische Planung, gibt der Küche aber ein schwebendes, leichtes Erscheinungsbild.

Beleuchteter Sockel: LED-Sockelbeleuchtung ist ein weiterer Trend: Ein flacher LED-Streifen unter der Sockelblende erzeugt ein indirektes Bodenlicht, das die Küche nachts oder bei Dimmsituation in ein weiches Licht taucht. Diese Lichtzone hat auch praktischen Nutzen – sie erleichtert die Orientierung in der Küche bei Nacht.

Kurzantwort: Küchentrends 2026 zeigen: Sockelleisten werden bewusst als Designelement eingesetzt. Kontrastsockel in Anthrazit oder Bronze, bündige grifflose Integrationen, beleuchtete Sockelbereiche und sockelfreie Hängelösungen sind die prägenden Gestaltungsrichtungen.

Küchen-Sockelleiste und Böden: Worauf Sie achten müssen

Die Sockelblende und der Bodenbelag beeinflussen sich gegenseitig. Das ist ein technischer Punkt, den wir in Beratungsgesprächen häufig ansprechen müssen – denn er hat direkte Konsequenzen für die Sockelhöhe und die Montageplanung.

Fußbodenheizung: Bei Fußbodenheizung unter Fliesen oder Parkett verändert sich die Bodenoberfläche minimal durch Wärmeausdehnung. Die Sockelblende sollte in diesem Fall nicht zu eng auf dem Boden aufliegen – ein kleiner Toleranzspalt von 2-3 mm ist sinnvoll.

Bodenbelag nach Kücheneinbau: Wird der neue Bodenbelag erst nach dem Kücheneinbau verlegt, muss das bei der Sockelhöhe berücksichtigt werden. Fliesen oder Parkett addieren 8 bis 20 mm zur Bodenhöhe – entsprechend muss die Sockelblende höher gewählt oder angepasst werden. Dieser Fehler passiert häufiger als man denkt und führt zu einem unschönen Spalt oder einem klemmenden Sockel.

Übergänge zu anderen Bodenbelägen: Wo die Küche in einen anderen Raum übergeht – z. B. vom Fliesenboden in den Holzdielen-Wohnbereich – braucht die Sockelzone ein sauberes Abschlussprofil. Dieses Detail ist Teil einer sorgfältigen Küchenplanung und sollte nicht dem Zufall überlassen werden.

Küchen-Sockelleiste richtig reinigen und pflegen

Die Sockelzone ist die am meisten beanspruchte Fläche in der Küche: Wischmopp, Stiefelspitzen, Wasserspritzer und Schmutz treffen hier täglich zusammen. Wer die richtige Pflegeroutine kennt, erhält die Sockelblende dauerhaft in gutem Zustand.

Für die meisten Materialien – Dekorfolie, Aluminium, Lack – genügt ein leicht feuchtes Mikrofasertuch mit einem milden Haushaltsreiniger. Nach der Feuchtreinigung sollte die Sockelzone kurz trockengewischt werden, damit sich keine Feuchtigkeit in den Fugen zwischen Blende und Boden sammelt.

Bei Echtholz- oder Furnierblenden ist übermäßige Nässe zu vermeiden. Ein gelegentliches Auftragen von Holzöl oder -wachs schützt die Oberfläche und hält das Material geschmeidig. Hochdruckreiniger, aggressive Scheuermittel und lösemittelhaltige Reiniger beschädigen die Oberfläche und können Verbindungsclips lösen.

Wir empfehlen außerdem, die Sockelblenden mindestens einmal im Jahr kurz zu lösen und dahinter gründlich zu reinigen – Staub, Krümel und gelegentlich auch Feuchtigkeit sammeln sich im Sockelraum. Das ist auch eine gute Gelegenheit, die Stellfüße auf festen Sitz zu prüfen.

Häufige Fehler bei der Küchen-Sockelleiste

Nach über zehn Jahren Küchenplanung und -montage kennen wir die Stolperstellen, die immer wieder auftreten. Diese Fehler lassen sich alle vermeiden – wenn man sie kennt.

Die 7 häufigsten Fehler bei der Küchen-Sockelleiste

  • Falsche Sockelhöhe – nicht auf zukünftigen Bodenbelag abgestimmt
  • Kein Zehenfreiraum – Sockel bündig mit Frontebene montiert
  • Schlechte Eckausführung – Gehrungen nicht präzise, Fugen an Ecken sichtbar
  • Material nicht feuchtigkeitsbeständig – besonders kritisch neben Geschirrspüler
  • Sockelschublade nicht geplant – Stauraum verschenkt
  • Farbabweichung zur Front – Sockel nachträglich bestellt, andere Charge
  • Montage vor Bodenausgleich – Sockel sitzt uneben oder klemmt

Besonders der letzte Punkt – die falsche Montagereihenfolge – ist vermeidbar, wenn Küchenplaner und Montageteam eng zusammenarbeiten. Bei Lieblingsküchen planen und montieren wir aus einer Hand, sodass solche Koordinationsfehler gar nicht erst entstehen. Wer sich über typische Planungsfehler informieren möchte, findet bei uns auch den Artikel zu den 3 teuren Fehlern beim Küchenkauf.

Küchen-Sockelleiste bei Sonderanwendungen: Bad, Hauswirtschaftsraum und Wohnbereich

Was für die Küche gilt, gilt ebenso für andere Räume, in denen wir bei Lieblingsküchen planen: Bäder, Hauswirtschaftsräume und Wohnbereiche. Auch dort verfügen Unterschränke, Waschtischunterschränke oder Sideboard-Möbel über Sockelzonen.

Im Bad gelten besonders hohe Anforderungen an die Feuchtigkeitsbeständigkeit. Hier empfehlen wir ausschließlich wasserabweisende Materialien wie Aluminium, Edelstahl oder spezielle Bad-Foliensockel. MDF-Sockel ohne ausreichende Versiegelung quellen auf Dauer auf.

Im Hauswirtschaftsraum sind besonders robuste Sockelblenden gefragt – der Raum wird oft mit Wasser, Reinigungsmitteln und mechanischer Beanspruchung konfrontiert. Eine erhöhte Sockelhöhe von 180 bis 200 mm kann hier sinnvoll sein.

Im Wohnbereich tritt Funktion hinter Ästhetik zurück. Hier kann die Sockelzone besonders kreativ gestaltet werden – etwa mit einer integrierten LED-Lichtlinie, einer Kontrastfarbe oder einem offenen Sockelsystem, das den Schrank optisch schweben lässt.

Küchen-Sockelleiste und die Gesamtplanung: Warum Details entscheiden

Die Sockelblende ist eines der letzten Elemente, das in der Küchenplanung auf dem Papier steht – und doch eines der ersten, das im fertig eingebauten Raum auffällt. Sie ist die Grundlinie der gesamten Küche und prägt die visuelle Wirkung stärker als viele Menschen erwarten.

In unserem 9-Schritte-Beratungsprozess bei Lieblingsküchen besprechen wir die Sockelzone gezielt in der Planungsphase – nicht als Nachgedanken. Wir klären Sockelhöhe, Material, Farbe, eventuelle Schubladen und die Abstimmung mit dem Bodenbelag, bevor die Planung finalisiert wird.

Dieser ganzheitliche Blick ist der Unterschied zwischen einem Küchenstudio mit Beratungskompetenz und einem Selbstbau-Ansatz, bei dem einzelne Elemente unabhängig voneinander entschieden werden. Wer verstehen möchte, warum die Küchenplanung im Studio langfristig die bessere Entscheidung ist, findet weitere Argumente in unserem Artikel zur Wahl der richtigen Arbeitsplatte.

Übrigens: Das, was für die Küche gilt, übertragen wir auch auf die Planung von Bädern, Wohnbereichen und Hauswirtschaftsräumen – jedes Möbelsystem, das wir planen, wird bis ins letzte Detail durchdacht, einschließlich der Sockelzone.

Häufig gestellte Fragen zur Küchen-Sockelleiste (FAQ)

Was ist die Standardhöhe einer Küchen-Sockelleiste?

Die Standardhöhe beträgt 150 mm. Sie ist auf die übliche Gesamtarbeitshöhe von 90 cm abgestimmt (72 cm Unterschrankkörper + 15 cm Sockel + 3 cm Arbeitsplatte). Je nach Bodenbelag, Körpergröße und Designwunsch sind Höhen zwischen 100 mm und 200 mm möglich. Bei einer Maßküche wird die Sockelhöhe individuell auf die gewünschte Arbeitshöhe abgestimmt – wir empfehlen, diese Entscheidung frühzeitig in der Planungsphase zu treffen, nicht nachträglich.

Welches Material ist für eine Küchen-Sockelleiste am besten geeignet?

Die beste Wahl hängt von Küchentyp und Nutzungsanforderung ab. Für moderne Alltagsküchen sind dekorfoliierte oder melaminharz-beschichtete Blenden ideal: feuchtigkeitsbeständig, pflegeleicht und in vielen Farben erhältlich. Aluminium eignet sich für grifflose Designküchen. Echtholz passt zu Landhausküchen, benötigt aber mehr Pflege. Im Bad ausschließlich wasserabweisende Materialien wählen. Grundsatz: Die Sockelblende sollte feuchtigkeitsbeständig und stoßfest sein – sie ist die am stärksten beanspruchte Fläche im Möbelsystem.

Kann man unter der Küchen-Sockelleiste Stauraum schaffen?

Ja – durch Sockelschubladen (auch Kickboard-Schubladen genannt). Sie verwandeln den Bereich hinter der Sockelblende in nutzbaren Stauraum für Backbleche, Tabletts, Reinigungsmittel oder Schuhputzzeug. Die Öffnung erfolgt per Fußdruck oder Push-to-open-Mechanismus. Wichtig: Diese Option muss bereits in der Küchenplanung vorgesehen werden, da sie besondere Untergestelle erfordert. Nachrüstungen sind selten möglich. Besonders empfehlenswert für Küchen mit kleinem Grundriss oder hohem Stauraumanspruch.

Wie wird eine Küchen-Sockelleiste montiert?

Die Montage erfolgt über Clips oder Winkelverbinder an den Stellfüßen der Unterschränke. Die Sockelblende wird auf Maß zugeschnitten, Ecken werden mit 45°-Gehrungsschnitten oder Eckverbindern geschlossen. Die Blenden rasten werkzeugfrei in die Clips ein. Wichtig: Erst montieren, wenn alle Unterschränke vollständig ausgerichtet sind. Bodenunebenheiten müssen vorher ausgeglichen sein. Bei professioneller Montage durch ein eigenes Montageteam – wie bei Lieblingsküchen – ist dieser Schritt Teil der Gesamtverantwortung aus einer Hand.

Wie reinigt man eine Küchen-Sockelleiste richtig?

Für Aluminium, Dekorfolie und Lack genügt ein leicht feuchtes Mikrofasertuch mit mildem Haushaltsreiniger, anschließend trockenreiben. Echtholzsockel sollten nicht zu nass gereinigt und gelegentlich mit Holzöl gepflegt werden. Hochdruckreiniger, Scheuermittel und lösemittelhaltige Reiniger sind für alle Materialien ungeeignet – sie beschädigen Oberflächen und lösen Befestigungsclips. Wir empfehlen, die Sockelblenden einmal jährlich kurz abzunehmen und dahinter gründlich zu reinigen sowie die Stellfüße auf festen Sitz zu prüfen.

Was kostet eine Küchen-Sockelleiste?

In der Regel ist die Sockelblende Bestandteil des Küchenmöbelsystems und im Angebot des Küchenstudios enthalten. Einfache Dekorfoliensockel sind pro laufendem Meter günstig erhältlich; hochwertige Aluminium- oder Glaskeramiksockel kosten mehr. Sockelschubladen als Zusatzoption werden separat kalkuliert. Wer die Sockelleiste als Sparposten betrachtet und nachträglich günstiger ersetzt, riskiert Farbabweichungen und Qualitätseinbußen. Bei Lieblingsküchen ist die Sockelzone fester Bestandteil der vollständigen Küchenplanung – wir beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten in Ihrem Budget.

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