Küchenmaße Schränke: Standardmaße, Normen und ergonomische Planung im Überblick
Küchenmaße für Schränke bezeichnen die genormten und individuell anpassbaren Abmessungen von Unter-, Ober- und Hochschränken in einer Einbauküche — also Breite, Tiefe, Höhe und die Abstände zwischen einzelnen Elementen. Diese Maße sind keine beliebigen Zahlen, sondern das Fundament jeder funktionalen Küchenplanung: Sie entscheiden darüber, ob Geräte passen, ob die Arbeitshöhe ergonomisch stimmt und ob am Ende tatsächlich genug Stauraum vorhanden ist.
In unserer täglichen Beratung bei Lieblingsküchen in Rostock und Schwerin stellen wir immer wieder fest: Viele Kunden kommen mit dem Irrglauben, dass Standardmaße automatisch passen. Tatsächlich ist die individuelle Planung der entscheidende Schritt, um eine Küche zu schaffen, die wirklich zum Leben passt. Dieser Artikel erklärt alle relevanten Küchenmaße für Schränke systematisch — von der DIN-Norm bis zur ergonomischen Feinabstimmung.
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Warum Küchenmaße für Schränke so entscheidend sind
Eine Küche ist kein Möbelstück, das man einfach aufstellt. Sie ist ein präzise aufeinander abgestimmtes System aus Korpussen, Fronten, Geräten, Arbeitsplatten und Installationen. Stimmt ein einziges Maß nicht, kann das bedeuten: Der Geschirrspüler passt nicht in die vorgesehene Nische, die Schublade schlägt gegen die Tür, oder der Dunstabzug hängt so tief, dass man beim Kochen den Kopf einziehen muss.
Küchenmaße für Schränke sind deshalb nicht nur eine technische Größe — sie sind die Sprache, in der Planung, Montage und Handwerk kommunizieren. Wer sie kennt, kann Angebote vergleichen, Fehler erkennen und gemeinsam mit seinem Küchenplaner auf Augenhöhe diskutieren.
Im Jahr 2026 spielen dabei auch neue Faktoren eine Rolle: Barrierefreiheit, höhenverstellbare Elemente und die Integration von Smart-Home-Technik erfordern ein erweitertes Verständnis der klassischen Normmaße.
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Küchenmaße Schränke: Die wichtigsten Standardmaße auf einen Blick
Die Maße, auf die sich deutsche Küchenhersteller mehrheitlich beziehen, orientieren sich an der DIN 68930 sowie an branchenüblichen Rastermaßen. Diese Normierung macht Küchen kombinierbar — verschiedene Schrankserien lassen sich zu einer stimmigen Gesamtlösung zusammenfügen.
Unterschränke: Breite, Tiefe und Höhe
Unterschränke bilden die Basis jeder Einbauküche. Ihre Standardtiefe beträgt 60 cm, was exakt auf gängige Einbaugeräte wie Geschirrspüler oder Einbaukühlschrank abgestimmt ist. Die Korpushöhe liegt bei 72 cm. Zusammen mit einem Sockel von 15 cm und einer Arbeitsplatte von 3–4 cm Stärke ergibt sich die typische Gesamthöhe von 87–91 cm.
Die Breite von Unterschränken ist in Schritten von 5 oder 10 cm erhältlich — gängige Werte sind 30, 40, 45, 50, 60, 80, 90 und 120 cm. Breite Schränke ab 60 cm werden häufig mit Schubladen statt mit Drehtüren geplant, da Auszüge den Stauraum deutlich besser erschließen.
Ein Detail, das in der Praxis oft vergessen wird: Die lichte Innenbreite des Korpus ist immer geringer als das Außenmaß — typischerweise um 2 × 16 mm (Wandstärke des Korpusmaterials).
Oberschränke: Tiefe, Höhe und Abstände
Oberschränke haben eine Standardtiefe von 35 cm. Diese reduzierte Tiefe verhindert, dass sie in den Kopfbereich beim Arbeiten ragen. Die Höhe variiert zwischen 70 und 100 cm, wobei 72 cm der häufigste Wert ist — er entspricht der Unterschrankhöhe und ergibt eine harmonische Gesamtoptik.
Der Abstand zwischen Oberkante Arbeitsplatte und Unterkante Oberschrank sollte mindestens 50–55 cm betragen. In unserer Beratungspraxis erleben wir, dass dieser Wert häufig zu gering geplant wird, besonders wenn Kunden nachträglich eine Dunstabzugshaube integrieren möchten.
Für Dunstabzugshauben gelten eigene Mindestabstände: Bei Elektrokochfeldern mindestens 65 cm, bei Gaskochfeldern mindestens 75 cm. Diese Werte sind sicherheitsrelevant und sollten nie unterschritten werden.
Hochschränke: Abmessungen und Einsatzmöglichkeiten
Hochschränke haben dieselbe Tiefe wie Unterschränke: 60 cm. Ihre Höhe reicht von 190 bis 230 cm — je nach Deckenhöhe des Raums. Die Breite entspricht den Unterschrank-Modulen (40–120 cm). Hochschränke dienen als Vorratsschränke, Backofen-Türme oder Kühlschrankschränke und bilden häufig den optischen Abschluss einer Küchenzeile.
Wichtig bei der Planung: Hochschränke stehen oft am Ende einer Zeile oder bilden eine Trennwand. Ihre Tiefe von 60 cm muss mit den angrenzenden Wandbereichen und Türöffnungen abgestimmt werden, damit keine Konflikte entstehen.
| Schranktyp | Breite (Standard) | Tiefe | Höhe (Korpus) | Gesamthöhe inkl. Zubehör |
|---|---|---|---|---|
| Unterschrank | 30–120 cm | 60 cm | 72 cm | 87–91 cm (inkl. Sockel + AP) |
| Oberschrank | 30–120 cm | 35 cm | 70–100 cm | Entspricht Korpushöhe |
| Hochschrank | 40–120 cm | 60 cm | 190–230 cm | Entspricht Korpushöhe |
| Hängeschrank (flach) | 30–90 cm | 35 cm | 36–56 cm | Entspricht Korpushöhe |
| Eckschrank (Unterschrank) | 80–100 cm (je Seite) | 60 cm | 72 cm | 87–91 cm (inkl. Sockel + AP) |
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Küchenmaße Schränke und Ergonomie: So stimmt die Arbeitshöhe wirklich
Standardmaße sind ein guter Ausgangspunkt — aber keine Garantie für ergonomisches Arbeiten. Denn Körpergrößen sind verschieden. Eine Arbeitshöhe von 90 cm ist für eine 1,75 m große Person optimal, für eine 1,60 m große Person dagegen zu hoch und für jemanden über 1,90 m zu niedrig.
Die Formel für die individuelle Arbeitshöhe
Die bewährteste Faustformel lautet: Körpergröße (cm) ÷ 2 + 5–10 cm. Bei einer Körpergröße von 170 cm ergibt das eine ideale Arbeitshöhe von 90–95 cm. Diese Formel gibt eine Orientierung — in der Praxis sollte man die Höhe auch ausprobieren, beispielsweise im Showroom.
Die Stellschrauben in der Planung sind Sockeltiefe und -höhe sowie die Stärke der Arbeitsplatte. Durch Variation der Sockelhöhe (typisch 10–20 cm) lässt sich die Arbeitshöhe in einem gewissen Rahmen anpassen, ohne Sonderanfertigungen zu benötigen.
Ergonomische Zonen in der Küche
Ergonomische Küchenplanung denkt in Arbeitszonen: Vorbereitungszone, Kochzone, Spülzone und Stauraum. Jede Zone hat leicht unterschiedliche Anforderungen an Höhe und Tiefe. An der Kochzone beispielsweise ist eine um 5–10 cm niedrigere Arbeitsfläche angenehmer, weil man beim Rühren leicht nach unten schaut.
Oberschränke sollten so hängen, dass der oberste Einlegeboden ohne Hilfsmittel erreichbar ist — für eine 1,70 m große Person bedeutet das eine Oberkante von maximal 190 cm. Tiefere Griffe und Auszüge im Inneren erhöhen die Reichweite erheblich, ohne die Schrankhöhe anpassen zu müssen.
Unsere Kunden fragen uns häufig, ob es sinnvoll ist, zwei unterschiedliche Arbeitshöhen in einer Küche zu planen. Die Antwort ist ein klares Ja — vor allem wenn zwei Personen regelmäßig gemeinsam kochen. Mehr zu diesem Thema finden Sie in unserem ausführlichen Beitrag zur richtigen Arbeitshöhe in der Küche.
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Küchenmaße Schränke: DIN-Norm, Rastermaße und Kompatibilität
Die Basis aller deutschen Küchenschrankmaße ist die DIN 68930. Sie definiert Mindestanforderungen für Einbaumöbel, Rastermaße und Passgenauigkeit. Dieses Normwerk ermöglicht es, Schrankserien verschiedener Hersteller zu kombinieren — ein wichtiger Vorteil bei späteren Erweiterungen oder Umbauten.
Was das Koordinationsmaß bedeutet
Im Küchenbau unterscheidet man zwischen Koordinationsmaß und Nennmaß. Das Koordinationsmaß beschreibt den Platz, den ein Schrankelement im Raster belegt — also inklusive Fugen und Toleranzen. Das Nennmaß ist das tatsächliche Außenmaß des Korpus. Typischerweise ist das Nennmaß um 1–2 mm kleiner als das Koordinationsmaß, um Spiel für die Montage zu lassen.
Bei einer Küche mit 300 cm Wandlänge und Schrankelementen à 60 cm Koordinationsmaß passen also exakt fünf Elemente — vorausgesetzt, die Wand ist gerade und der Boden ist eben. In der Praxis sind beide Voraussetzungen selten perfekt erfüllt, weshalb Ausgleichsstreifen und Blenden unverzichtbarer Bestandteil jeder Küchenplanung sind.
Einbaugeräte und ihre Maßvorgaben
Einbaugeräte definieren feste Maßanforderungen an die umgebenden Schränke. Ein Einbaukühlschrank benötigt eine Nischenbreite von meist 56–60 cm und eine Nischenhöhe von 178–202 cm. Ein Geschirrspüler braucht eine Nische von 60 cm Breite und mindestens 82 cm Höhe. Diese Werte müssen bei der Schrankplanung berücksichtigt werden — und zwar vor der Bestellung, nicht danach.
Induktionskochfelder haben Ausschnittsmaße, die exakt zur Arbeitsplattenplanung passen müssen. Ein gängiges 60-cm-Kochfeld benötigt einen Ausschnitt von ca. 560 × 490 mm. Auch hier gilt: Erst Gerät auswählen, dann Maße festlegen — nicht umgekehrt.
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Küchenmaße Schränke richtig messen: Schritt für Schritt zur fehlerfreien Planung
Bevor ein einziger Schrank geplant werden kann, muss der Raum präzise ausgemessen sein. Wandunebenheiten, schief sitzende Steckdosen und falsch vermaßte Nischen sind die häufigsten Ursachen für Planungsfehler — und damit für teure Nacharbeiten.
- Wandlängen an mehreren Stellen messen (oben, mitte, unten) — Abweichungen notieren
- Raumhöhe in allen vier Ecken messen — Decke kann leicht schräg sein
- Fenster und Türen: Position, Breite, Höhe und Öffnungsrichtung dokumentieren
- Steckdosen, Schalter, Wasserleitungen, Abflüsse, Gasanschlüsse: Position und Höhe exakt aufnehmen
- Unebenheiten im Boden: Mit einer Wasserwaage prüfen — beeinflusst die Sockelhöhe
- Heizkörper und Lüftungsschlitze: Können Schrankpositionen einschränken
- Lichtschalter und Sicherungskasten: Positionen dokumentieren, ggf. verlegen lassen
- Skizze anfertigen: Maßhaltige Handzeichnung mit allen Eintragungen
Nach über zehn Jahren Beratungserfahrung wissen wir bei Lieblingsküchen: Der häufigste Messfehler ist das Messen nur an einer Stelle. Wände sind selten perfekt rechtwinklig, Böden selten vollständig eben. Wer nur einen Wert aufnimmt, plant auf unsicherer Basis.
Unsere eigenen Montageteams führen vor der Montage immer eine Nachmessung im Raum durch — ein Service, der teure Überraschungen am Montagetag verhindert. Die Verantwortung aus einer Hand, von der Planung bis zur Abnahme, ist dabei kein Marketingversprechen, sondern gelebte Praxis.
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Eckschränke, Füllstücke und Sonderlösungen: Wenn Standardmaße nicht reichen
Kein Raum ist ein perfektes Rechteck. Schräge Wände, Heizkörpernischen, Dachschrägen oder Träger mitten im Küchenbereich erfordern Sonderlösungen jenseits der Normmaße. Genau hier trennt sich eine professionelle Küchenplanung von einem Standardsortiment aus dem Möbelhaus.
Eckschränke und ihre Tücken
Eckschränke sind die komplexesten Elemente jeder Küche. Die gängigsten Lösungen sind der Drehkarussell-Eckschrank, der Magic-Corner-Auszug und der blinde Eckschrank mit Innenauszug. Alle drei haben unterschiedliche Maßanforderungen: Ein Karussellschrank benötigt typischerweise 80 × 80 cm (Koordinationsmaß pro Seite), ein Magic-Corner mind. 60 × 90 cm.
Häufig wird der sogenannte tote Winkel im Eckbereich unterschätzt. Ohne durchdachte Innenausstattung verliert man dort 30–50 cm Nutztiefe vollständig. Auszugssysteme erschließen diesen Raum — aber nur, wenn die Schrankmaße im Vorfeld korrekt darauf ausgelegt wurden.
Füllstücke und Ausgleichsstreifen
Wenn die Summe aller Schrankmodule nicht exakt der verfügbaren Wandlänge entspricht, kommen Füllstücke (auch Blenden oder Ausgleichsleisten genannt) zum Einsatz. Sie überbrücken Lücken zwischen Schrank und Wand oder zwischen zwei Schrankelementen und sind ein unverzichtbares Werkzeug jeder professionellen Küchenplanung.
Füllstücke werden in der Materialstärke und Optik an die Küchenfronten angepasst. In hochwertigen Planungen sind sie kaum sichtbar — in schlecht geplanten Küchen hingegen fallen sie unangenehm auf. Auch das ist ein Argument für die individuelle Planung im Küchenstudio gegenüber dem standardisierten Möbelhaus-Set.
Schränke bei Dachschrägen
Dachschrägen sind eine der größten Herausforderungen für Küchenmaße. Hier helfen Schrägschnitte an Hochschränken, die exakt an den Winkel der Schräge angepasst werden. Der Winkel muss präzise gemessen werden — typischerweise in Grad, nicht in Zentimetern — um Lücken oder Kollisionen zu vermeiden.
Für ausgefallene und kleine Küchen mit besonderen Raumverhältnissen finden Sie weitere Inspirationen in unserem Artikel zu ausgefallenen kleinen Küchen.
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Küchenmaße Schränke: Stauraum optimal planen
„Es wird schon genug Stauraum geben“ — das ist einer der häufigsten Trugschlüsse, die wir in unserer Beratung erleben. In Wirklichkeit ist der nutzbare Stauraum einer Küche direkt abhängig von der Innenausstattung der Schränke, nicht nur von ihrer Außengröße.
Inneneinteilung und Auszugsysteme
Ein 60 cm breiter Unterschrank mit einer Drehtür hat je nach Tiefe ca. 100 Liter Volumen — davon sind aber nur etwa 60 % wirklich erreichbar, weil man in die Tiefe des Schranks greifen muss. Derselbe Schrank mit einem Vollauszug erschließt nahezu 95 % des Volumens. Diese Differenz summiert sich über eine ganze Küche auf deutlich mehr nutzbaren Platz.
Schubladenboxen im Unterschrank sind heute Standard in gut geplanten Küchen — sie bieten übersichtliche Ablage ohne Kniebeugen. Die Schubladenhöhe variiert zwischen 14 und 50 cm; für tiefe Töpfe empfehlen wir mindestens eine 28 cm hohe Schublade.
Vertikaler Stauraum: Hochschränke vs. Oberschränke
Oberschränke bieten pro Meter Wandlänge deutlich weniger Stauraum als Hochschränke — dafür sind sie besser erreichbar. Die Entscheidung zwischen beiden hängt von der Raumhöhe, der Raumgröße und den Stauraumbedarfen ab. In kleinen Küchen sind Hochschränke oft die effizientere Wahl; in großen Küchen können Oberschränke den langen Blick auf Fensterfronten freigeben.
Auch die Inneneinteilung von Hochschränken verdient Aufmerksamkeit: Verstellbare Einlegeböden, Auszüge für Backbleche, Drahtbodenauszüge für Konserven oder Getränkekisten — all das sind Entscheidungen, die vor der Bestellung getroffen werden müssen, weil sie die Korpusgröße beeinflussen. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserem Beitrag über die optimale Innenausstattung von Einbaugeräten.
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Küchenmaße Schränke im Kontext: Grundrisse und Küchenlayouts
Küchenmaße für Schränke müssen immer im Zusammenhang mit dem Grundriss betrachtet werden. Ein Schrank mit perfekten Maßen am falschen Platz ist ein schlechter Schrank. Die vier gängigsten Layouts haben jeweils spezifische Maßanforderungen.
Einzeilige Küche (Küchenzeile)
Alle Schränke stehen in einer Reihe entlang einer Wand. Hier sind die Maße relativ unkompliziert: Unterschränke in Standardtiefen von 60 cm plus Oberschränke mit 35 cm Tiefe. Der Gangbereich davor sollte mindestens 90 cm breit sein — bei 120 cm lässt sich komfortabler arbeiten. Bei kleinen Räumen unter 180 cm Breite ist die einzeilige Küche oft die einzig mögliche Lösung.
Zweizeilige Küche (Galley-Küche)
Zwei gegenüberstehende Schrankzeilen erfordern einen Gangbereich von mindestens 100–120 cm zwischen den Fronten. Bei weniger als 100 cm wird das Arbeiten in der Küche zur Qual, besonders wenn zwei Personen gleichzeitig anwesend sind. Die gegenüberliegenden Schranktiefen addieren sich: 60 cm + 60 cm + Mindestgang = mindestens 220 cm Raumbreite nötig.
L-Küche
Schränke stehen an zwei angrenzenden Wänden. Im Eckbereich entstehen besondere Maßanforderungen für Eckschränke (mind. 80 × 80 cm Koordinationsmaß). Das L-Layout ist eines der beliebtesten, weil es auch in mittelgroßen Räumen viel Arbeitsfläche und Stauraum bietet.
U-Küche
Drei Wände werden mit Schränken bestückt. Hier ist der Gangbereich im Innenraum der U-Form entscheidend: Mindestens 120 cm Breite sollten zwischen den gegenüberliegenden Fronten verbleiben. Zwei Eckbereiche müssen geplant werden — das erfordert besondere Aufmerksamkeit bei den Eckschrankmaßen.
Für alle Layouts gilt: Türöffnungsradien von Kühlschrank, Backofen und Geschirrspüler müssen in der Planung eingetragen sein. Eine Tür, die gegen einen Schrank oder gegen eine andere Gerätetür schlägt, ist ein häufiger und vermeidbarer Planungsfehler. Wir begleiten Sie in unserer Lieblingsküchen-Beratung durch genau diese Details.
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Küchenmaße Schränke: Barrierefreiheit und höhenverstellbare Lösungen 2026
Barrierefreie Küchenplanung ist kein Nischenthema mehr. Im Jahr 2026 wächst das Bewusstsein dafür, dass Küchen von Anfang an so geplant werden sollten, dass sie auch bei veränderten körperlichen Voraussetzungen nutzbar bleiben — sei es durch Alter, Verletzungen oder dauerhafte Einschränkungen.
Maße für barrierefreie Küchen nach DIN 18040
Die DIN 18040-2 definiert Anforderungen für barrierefreie Wohnräume, die auch auf Küchen anwendbar sind. Kernanforderungen sind: Unterfahrbarkeit von mindestens 30 cm Tiefe und 67 cm Höhe unter Arbeitsflächen (für Rollstuhlnutzer), eine Gangbreite von mindestens 120 cm und Bedienbereiche in einer Höhe von maximal 85 cm.
Praktisch bedeutet das: Unterschränke werden ggf. durch unterfahrbare Tische oder offene Bereiche ersetzt, Arbeitshöhen werden auf 80–85 cm abgesenkt, und Oberschränke sollten tiefer hängen oder durch höhenverstellbare Hängesysteme ersetzt werden. Diese Systeme erlauben eine stufenlose Anpassung der Oberschrankhöhe per Knopfdruck — eine Innovation, die 2026 zunehmend nachgefragt wird.
Generationengerechte Planung als Investition
Wir empfehlen generationengerechte Planung nicht nur für Menschen mit aktuellen Einschränkungen, sondern als vorausschauende Entscheidung für alle. Elektrifizierte Hängesysteme, breitere Gangbereiche und ausziehbare Arbeitsflächen erhöhen die Nutzungsqualität einer Küche für alle Familienmitglieder. Die Mehrkosten gegenüber einer Standard-Planung amortisieren sich durch die deutlich längere Nutzungsdauer.
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Häufig gestellte Fragen zu Küchenmaßen für Schränke
Welche Breite ist für einen Unterschrank am häufigsten verbaut?
In deutschen Küchen ist der 60 cm breite Unterschrank das am häufigsten verwendete Modul. Er entspricht der Standardbreite von Geschirrspülern und Einbaukühlschränken und ermöglicht eine harmonische Gesamtgestaltung. Schmalere Module (40–50 cm) werden häufig als Schubladencontainer oder Sonderlösungen eingesetzt.
Wie tief darf ein Oberschrank maximal sein?
Die Standard-Oberschranktiefe beträgt 35 cm. Tiefer sollte ein Oberschrank über der Kochzone nicht sein, da sonst die Kopffreiheit leidet. Im Bereich neben der Kochzone (z. B. über der Spüle oder dem Kühlschrank) können Oberschränke bis zu 40 cm Tiefe haben, sofern der Abstand zur Arbeitsfläche ausreichend ist.
Was ist der Unterschied zwischen Korpushöhe und Möbelhöhe?
Die Korpushöhe beschreibt das nackte Schrankgehäuse ohne Sockel, Arbeitsplatte oder Aufsätze. Die Möbelhöhe (oder Gesamthöhe) schließt alle Aufbauteile ein. Bei Unterschränken beträgt die Korpushöhe 72 cm, die Möbelhöhe nach DIN-Standard inklusive Sockel und Arbeitsplatte 87–91 cm. Diese Unterscheidung ist wichtig, um Angebote verschiedener Anbieter korrekt vergleichen zu können.
Kann ich Küchenschränke nachträglich erhöhen?
Eine nachträgliche Erhöhung von Unterschränken ist in begrenztem Maß durch Anpassung der Sockelhöhe möglich. Dadurch lässt sich die Arbeitshöhe um wenige Zentimeter korrigieren. Eine deutliche Änderung erfordert jedoch neue Korpusse oder das Einsetzen von Zwischenböden — das ist aufwendig und teuer. Deshalb empfehlen wir, die Arbeitshöhe vor der Bestellung sorgfältig zu prüfen, idealerweise im Showroom.
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Küchenmaße Schränke: Typische Planungsfehler und wie wir sie vermeiden
In unserer täglichen Beratungspraxis sehen wir immer wieder dieselben Fehler — und zwar nicht nur bei Kunden, die selbst gemessen haben, sondern auch bei Planungen, die ohne professionelle Begleitung entstanden sind. Die gute Nachricht: Alle diese Fehler sind vermeidbar.
- Einmalige Messung: Wände nur an einer Stelle gemessen — Unebenheiten nicht erfasst
- Vergessene Anschlüsse: Steckdosen und Wasserleitungen nicht eingezeichnet — Schränke können dort nicht stehen
- Türöffnungen ignoriert: Gerätetüren kollidieren mit Schranktüren oder Wänden
- Arbeitshöhe nach Standard statt nach Körpergröße: 90 cm ist nicht für jeden optimal
- Zu wenig Gangbreite: Unter 90 cm wird die Küche zur Engstelle
- Eckbereich unterschätzt: Falsches Eckschrankmaß — Auszugssystem passt nicht
- Einbaugeräte zu spät ausgewählt: Nischenmaße nachträglich nicht mehr anpassbar
Wer diese Fehler vermeiden möchte, liest außerdem unseren Artikel zu den 3 teuersten Fehlern beim Küchenkauf — dort zeigen wir, welche Entscheidungen echtes Geld kosten.
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FAQ: Küchenmaße Schränke
Was sind die Standardmaße für Küchenschränke?
Unterschränke haben eine Standardtiefe von 60 cm, eine Korpushöhe von 72 cm und Breiten zwischen 30 und 120 cm (in 5- oder 10-cm-Schritten). Inkl. Sockel (15 cm) und Arbeitsplatte (3–4 cm) ergibt sich eine Gesamthöhe von 90–91 cm. Oberschränke messen 35 cm in der Tiefe und 70–100 cm in der Höhe. Hochschränke sind 60 cm tief und 190–230 cm hoch. Diese Normmaße orientieren sich an der DIN 68930 und dienen als Planungsbasis — sind aber kein Ersatz für die individuelle Maßplanung.
Wie viel Abstand muss zwischen Arbeitsplatte und Oberschrank sein?
Der empfohlene Mindestabstand beträgt 50–55 cm. Dieser Wert sorgt für ausreichend Kopffreiheit beim Arbeiten an der Kochzone und Platz für Küchengeräte auf der Arbeitsfläche. Bei Dunstabzugshauben über Elektrokochfeldern sind mindestens 65 cm Abstand vorgeschrieben, bei Gaskochfeldern mindestens 75 cm. In unserer Beratungspraxis achten wir genau auf diese Werte, weil ein zu geringer Abstand im Nachhinein kaum korrigierbar ist.
Welche Küchenschrankmaße passen in eine kleine Küche?
In kleinen Küchen empfehlen wir Unterschränke ab 30 cm Breite, flachere Oberschränke mit 28–30 cm statt der Standard-35-cm-Tiefe und eine gezielte Nutzung von Hochschränken an Raumenden. Auszugssysteme, Drehkarussells und Klappladenfront-Lösungen erschließen in wenig Breite überraschend viel Stauraum. Eine professionelle Planung erschließt in Küchen unter 7 m² deutlich mehr nutzbaren Raum als jede Standard-Möbelhaus-Lösung. Mehr dazu in unserem Beitrag zu kleinen Küchen.
Was ist der Unterschied zwischen Korpusmaß und Außenmaß bei Küchenschränken?
Das Korpusmaß bezeichnet die Außenabmessungen des nackten Schrankgehäuses ohne Fronten und Griffe. Das Außenmaß schließt Fronten, Griffe und Blenden ein. Bei der Küchenplanung ist das Korpusmaß die entscheidende Größe, da es den belegten Wandbereich definiert. Fronten ragen typischerweise 16–20 mm über das Korpus hinaus. Diese Verwechslung ist einer der häufigsten Planungsfehler, den wir in Kundengesprächen korrigieren müssen.
Muss ich Küchenschrankmaße an die DIN-Norm anpassen?
Eine gesetzliche Pflicht zur DIN-Einhaltung besteht für Privathaushalte nicht. Die DIN 68930 schafft aber eine wichtige Planungsgrundlage: Sie definiert Rastermaße, die Küchen verschiedener Hersteller kompatibel machen und spätere Erweiterungen erleichtern. In der Praxis arbeiten wir immer normkonform, kombinieren aber Standardmaße mit individuellen Anpassungen — z. B. durch maßgefertigte Füllstücke, angepasste Sockelhöhen oder abgewinkelte Zuschnitte bei Dachschrägen.
Wie plane ich Küchenschränke bei einer Dachschräge?
Bei Dachschrägen müssen Hochschränke und Hängeschränke individuell an den Schrägungswinkel angepasst werden. Der Winkel wird in Grad gemessen und als Schrägschnitt an der Oberseite des Schranks ausgeführt. Standardelemente passen hier oft nicht — maßgefertigte Korrekturteile sind notwendig. Wir empfehlen, bei Dachschrägen immer einen erfahrenen Küchenplaner hinzuzuziehen, da Fehler hier besonders schwer zu korrigieren sind und die gesamte Zeilenhöhe beeinflussen.
Beeinflusst die Arbeitsplattenstärke die Küchenmaße?
Ja — die Arbeitsplattendicke ist ein unterschätzter Einflussfaktor auf die Gesamtmaße einer Küche. Standardarbeitsplatten sind 28–38 mm dick. Dickere Materialien wie Naturstein oder Keramikplatten können 20–30 mm oder mehr messen. Diese Differenz beeinflusst die Endarbeitshöhe, den Abstand zum Oberschrank und die Optik der Übergänge. Wer eine besondere Keramikarbeitsplatte wählt, muss diese Maße bereits in der Planungsphase berücksichtigen.
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Küchenmaße perfekt geplant — von Anfang an
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