Was muss in eine Büroküche? Die vollständige Planungsanleitung

Was muss in eine Büroküche? Eine gut geplante Büroküche braucht mindestens eine Spüle, einen Kühlschrank, eine Aufwärmmöglichkeit, eine Kaffeemaschine und ausreichend Stauraum — doch wer dabei stehenbleibt, verpasst die entscheidenden Details. Ob Teeküche für fünf Personen oder vollausgestattete Mitarbeiterkantine für fünfzig: Die richtige Ausstattung und durchdachte Planung bestimmen, ob der Raum im Alltag wirklich funktioniert oder nur Frust erzeugt.

Kurzübersicht: In eine Büroküche gehören Spüle, Kühlschrank, Aufwärmmöglichkeit, Kaffeemaschine, Geschirrspüler (ab ca. 10 Personen) und ausreichend Stauraum. Entscheidend ist die maßgefertigte Planung: Arbeitsbereiche, Bewegungsflächen, Anschlüsse und Materialien müssen auf die tatsächliche Nutzerzahl abgestimmt sein. Professionelle Planung verhindert teure Nachbesserungen.

In unserer täglichen Beratung erleben wir, dass Büroküchen häufig unterschätzt werden — sowohl in ihrer Komplexität als auch in ihrer Bedeutung für das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Wer hier an der falschen Stelle spart, zahlt doppelt: durch Nutzungskonflikte, überlastete Stromkreise, fehlendes Stauraum und Hygieneproblemen. Wir zeigen Ihnen, was wirklich hineingehört — und worauf es bei der Planung wirklich ankommt.

Was muss in eine Büroküche? Die Grundausstattung im Überblick

Jede Büroküche — unabhängig von ihrer Größe — braucht eine funktionale Grundausstattung, die den Alltag der Nutzer abdeckt. Diese Basis ist nicht verhandelbar, wenn der Raum tatsächlich genutzt werden soll.

Die folgende Tabelle zeigt, welche Ausstattungselemente für welche Teamgröße sinnvoll oder notwendig sind:

Ausstattung bis 5 Personen bis 20 Personen ab 20 Personen
Spüle mit Armatur ✓ Pflicht ✓ Pflicht ✓ Doppelspüle empfohlen
Einbaukühlschrank ✓ 150–200 l ✓ 300–400 l ✓ 2× oder Side-by-Side
Mikrowelle / Dampfgarer ✓ Mikrowelle ✓ Mikrowelle + ggf. Dampfgarer ✓ 2× Mikrowelle + Dampfgarer
Kaffeemaschine ✓ Pflicht ✓ Gruppen-/Vollautomatik ✓ Mehrere oder gewerbliche Lösung
Geschirrspülmaschine ○ Optional ✓ Empfohlen ✓ Pflicht
Kochfeld ○ Optional ○ Bei Bedarf ✓ 2–4 Zonen
Dunstabzug / Lüftung ✓ Pflicht (gesetzl.) ✓ Pflicht ✓ Leistungsstarker Abzug Pflicht
Stauraum (Hänge- & Unterschränke) ✓ Pflicht ✓ Pflicht, ggf. abschließbar ✓ Pflicht, abschließbare Fächer
Kurzantwort: In jede Büroküche gehören mindestens: Spüle mit Armatur, Kühlschrank in passender Größe, Mikrowelle oder Dampfgarer, Kaffeemaschine, Geschirrspüler (ab 10 Personen), Dunstabzug sowie ausreichend Stauraum in Unter- und Hängeschränken. Alles weitere richtet sich nach Mitarbeiterzahl und Nutzungsverhalten.

Raumplanung: So viel Platz braucht eine Büroküche wirklich

Eine der häufigsten Fragen, die uns in der Beratung gestellt wird, lautet: „Reicht der Raum überhaupt für eine vernünftige Küche?“ Die Antwort hängt nicht allein von den Quadratmetern ab — entscheidend ist die Qualität der Planung.

Grundsätzlich gilt: Zwischen zwei gegenüberliegenden Unterschrankzeilen muss ein Mindestabstand von 120 Zentimetern gewahrt bleiben, damit zwei Personen gleichzeitig arbeiten können, ohne sich gegenseitig zu blockieren. Für stark frequentierte Küchen ab 20 Mitarbeitern empfehlen wir 140 bis 150 Zentimeter Bewegungsfläche.

Welche Küchenformen eignen sich für Büroküchen?

Eine Küchenzeile (einzeilig) eignet sich für schmale Räume bis 10 Mitarbeiter. Die L-Küche ermöglicht eine logischere Arbeitsteilung und mehr Arbeitsfläche — ideal für 10 bis 25 Personen. Die U-Küche nutzt drei Wände und bietet maximalen Stauraum sowie klare Arbeitsbereiche, was sich ab 20 Mitarbeitern oder bei tatsächlichem Kochbetrieb empfiehlt.

Achten Sie darauf, dass Wasserzulauf und Abwasseranschluss, Steckdosen und Stromanschlüsse vor der Planung genau dokumentiert sind. Nachträgliche Elektroarbeiten und Leitungsverlegungen sind teuer — professionelle Planung im Vorfeld vermeidet das zuverlässig.

Kurzantwort: Eine Büroküche für bis zu 10 Personen benötigt mindestens 6 bis 8 Laufmeter Küchenschränke und 120 cm Bewegungsfläche. Ab 20 Mitarbeitern empfehlen wir L- oder U-förmige Planung mit 140 cm Freiraum zwischen den Zeilen. Entscheidend ist die maßgenaue Aufnahme aller Anschlüsse vor der Planung.

Geräte in der Büroküche: Was muss rein, was ist optional?

Die Geräteauswahl ist das Herzstück jeder Büroküchenplanung. Hier treffen Nutzungshäufigkeit, Energiebedarf, Hygieneanforderungen und Budgetrahmen aufeinander.

Der Kühlschrank: Größe ist entscheidend

Ein unterdimensionierter Kühlschrank ist einer der teuersten Planungsfehler in der Büroküche. Für 10 Mitarbeiter planen wir mindestens 200 bis 250 Liter Nutzvolumen. Bei 20 Personen empfehlen wir 350 bis 400 Liter oder zwei separate Geräte. Ein vollintegrierbarer Einbaukühlschrank hinter einer Küchenfront fügt sich optisch sauber in die Küche ein und ist deutlich leichter zu reinigen als freistehende Geräte.

Mikrowelle und Dampfgarer: Aufwärmen ohne Konflikte

Wer nur ein Gerät zum Aufwärmen plant, schafft in Stoßzeiten Warteschlangen und Frust. Für Teams ab 15 Personen empfehlen wir mindestens zwei Aufwärmmöglichkeiten. Ein Dampfgarer im Einbauformat wärmt Mahlzeiten schonender auf als eine Mikrowelle und erhöht gleichzeitig die Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Das Kochfeld: Wann lohnt es sich?

Ein Induktionskochfeld mit zwei bis vier Zonen macht dann Sinn, wenn Mitarbeiter eigene Speisen zubereiten und nicht nur aufwärmen. Induktion ist dabei der Standard 2026: schnell, präzise, leicht zu reinigen und energieeffizient. Wichtig: Ein Kochfeld erfordert zwingend eine leistungsfähige Dunstabzugshaube — ohne diese drohen Feuchteschäden und Geruchsprobleme.

Geschirrspülmaschine: Hygiene ist kein Luxus

Für Büroküchen ab 10 Nutzern ist eine vollintegrierte Geschirrspülmaschine keine Komfortoption, sondern eine Hygienefrage. Handabwasch durch wechselnde Nutzer birgt hygienische Risiken — der Geschirrspüler wäscht bei mindestens 60 Grad und eliminiert Keime zuverlässig. Tischgeschirrspüler sind keine Lösung für Büroküchen: Zu klein, zu langsam, zu wenig Kapazität.

Kurzantwort: Pflichtgeräte in der Büroküche sind Kühlschrank, Mikrowelle oder Dampfgarer, Kaffeemaschine und Geschirrspülmaschine ab 10 Personen. Ein Induktionskochfeld lohnt sich, wenn Mitarbeiter tatsächlich kochen. Alle Großgeräte müssen auf eigene Stromkreise verteilt werden — ein häufig übersehenes Detail in der Planung.

Lüftung & Dunstabzug in der Büroküche: Pflicht, keine Option

Was muss in eine Büroküche aus gesetzlicher Sicht? Neben den Hygienevorschriften ist die Lüftung das am häufigsten unterschätzte Element. Gewerblich genutzte Küchen — und dazu zählt jede Büroküche — unterliegen in Deutschland den Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung und der Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR).

Sobald in der Büroküche Wärme erzeugt wird — sei es durch eine Mikrowelle, einen Dampfgarer oder ein Kochfeld — entstehen Feuchtigkeit, Wärme und Gerüche. Ohne ausreichende Lüftung führt das zu Schimmelbildung, unangenehmen Gerüchen im gesamten Büro und langfristigen Bauschäden.

Abluft oder Umluft — was ist besser für die Büroküche?

Die Ablufttechnik leitet Wrasen und Gerüche über ein Rohrsystem direkt nach außen — das ist die wirksamste Lösung, setzt aber eine Außenwand oder einen Deckenkanal voraus. Die Umluftlösung filtert die Luft über Aktivkohlefilter und bläst sie gereinigte zurück in den Raum — ideal, wenn keine Außenwand vorhanden ist. Wir klären im Planungsgespräch, welche Variante baulich möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Mehr zur richtigen Wahl finden Sie auch in unserem Ratgeber zur Abluft-Dunstabzugshaube.

Kurzantwort: Eine funktionierende Lüftung ist in Büroküchen gesetzlich vorgeschrieben. Sobald Wärme erzeugt wird, muss eine Dunstabzugshaube vorhanden sein — entweder als Abluftsystem mit Außenanschluss oder als Umluftlösung mit Aktivkohlefilter. Fehlende Lüftung führt zu Schimmel, Geruchsproblemen und Arbeitsstättenverstößen.

Stauraum in der Büroküche: Mehr als genug reicht nicht

Unsere Kunden fragen uns häufig: „Reichen denn diese paar Schränke nicht?“ Die ehrliche Antwort lautet: Fast nie. Stauraum in Büroküchen wird systematisch unterschätzt — weil niemand vorab zählt, wie viele Tassen, Teller, Gläser, Töpfe, Lebensmittel und Reinigungsmittel tatsächlich gelagert werden müssen.

Wir empfehlen eine klare Zonierung des Stauraums:

Stauraum-Zonen in der Büroküche — Checkliste

  • Zone 1 — Geschirr & Besteck: Hängeschränke direkt über der Spüle, Auszugsschubladen für Besteck
  • Zone 2 — Lebensmittel: Vorratsfach oder Apothekerschrank, ggf. abschließbare Fächer für persönliche Lebensmittel
  • Zone 3 — Kaffeezubehör: Nischenbereich oder offenes Regal neben der Kaffeemaschine für Tassen, Kapseln, Sirupflaschen
  • Zone 4 — Reinigungsmittel: Gesonderter Schrank, kindersicher und getrennt von Lebensmitteln (Arbeitsschutzvorschrift)
  • Zone 5 — Gerätestauraum: Unterbauschrankfach für Toaster, Wasserkocher und seltener genutzte Geräte
  • Zone 6 — Mülltrennung: Einbau-Mülltrennsystem im Unterschrank — mindestens zwei Fraktionen, besser drei

Ein Apothekerschrank ist in der Büroküche besonders wertvoll: Er bietet auf wenigen Zentimetern Breite enormen Stauraum und lässt sich optimal für Lebensmittel, Gewürze und Küchenkleinzubehör nutzen. Wir planen dieses Element in nahezu jede Büroküche ein, wenn die Raumsituation es erlaubt.

Kurzantwort: Stauraum in der Büroküche sollte in klare Zonen eingeteilt sein: Geschirr, Lebensmittel, Kaffeezubehör, Reinigungsmittel und Müllentsorgung. Abschließbare Fächer für persönliche Lebensmittel und ein Mülltrennsystem im Einbauformat sind in Büroküchen ab 10 Personen Standard. Ein Apothekerschrank maximiert den Stauraum auf kleinstem Grundriss.

Arbeitsfläche & Materialien: Robustheit vor Optik

Die Büroküche wird täglich von vielen verschiedenen Nutzern beansprucht — oft wenig pfleglich und mit wechselnden Geräten. Das stellt besondere Anforderungen an die Materialwahl für Arbeitsplatten, Fronten und Böden.

Was ist die beste Arbeitsplatte für eine Büroküche?

Kompaktlaminat in 20 bis 30 mm Stärke ist die klassische Wahl für Büroküchen: kratzfest, feuchtigkeitsresistent, hygienisch und preiswert in der Anschaffung. Keramikplatten aus Feinsteinzeug oder Sinterglas sind die hochwertigere Alternative: absolut hitzefest, fugenlos, kratzfest und langlebig. Beliebt sind auch Oberflächen aus Dekton, einem Ultrakompaktmaterial, das Steinoptik mit maximaler Widerstandsfähigkeit kombiniert. Holzarbeitsplatten sind für Büroküchen weniger geeignet — zu pflegeintensiv, zu empfindlich gegenüber Feuchtigkeit bei intensiver Nutzung.

Welche Fronten eignen sich für Büroküchen?

Hochdrucklaminat-Fronten (HPL) sind der Standard für gewerbliche Küchen: robust, leicht zu reinigen und in unzähligen Dekoren erhältlich. Lackierte Fronten sehen hochwertiger aus, zeigen aber bei intensiver Nutzung schneller Kratzer und Fingerabdrücke. Für Büroküchen empfehlen wir matte Oberflächen — sie sind weniger fingerabdruckanfällig und wirken gleichzeitig modern und professionell.

Welcher Bodenbelag ist in der Büroküche sinnvoll?

Der Boden muss rutschfest, feuchtigkeitsresistent und leicht zu reinigen sein. Vinylbelag oder Feinsteinzeugfliesen sind hier die erste Wahl. Laminat ist in der Büroküche nicht empfehlenswert — es quillt bei dauerhafter Feuchtigkeitsbelastung auf. Die Übergänge zum Büroboden sollten mit einer professionellen Abschlussleiste versehen sein, um Stolperfallen zu vermeiden.

Kurzantwort: Für Büroküchen empfehlen wir Arbeitsplatten aus Kompaktlaminat (20–30 mm) oder Keramik/Feinsteinzeug — kratzfest, hitzefest und hygienisch. Fronten aus Hochdrucklaminat sind robust und pflegeleicht. Als Bodenbelag eignen sich Vinyl oder Feinsteinzeugfliesen — kein Laminat. Matte Oberflächen minimieren sichtbare Fingerabdrücke.

Stromversorgung und Anschlüsse: Was Büroküchen von Privatküchen unterscheidet

Was muss in eine Büroküche aus technischer Sicht? Die Elektroplanung ist einer der kritischsten Punkte — und in der Praxis einer der häufigsten Fehlerquellen. In einer Büroküche laufen gleichzeitig Kühlschrank, Kaffeemaschine, Mikrowelle, Geschirrspüler und Kochfeld. Das summiert sich schnell auf 15 bis 25 Ampere Dauerlast — zu viel für einen einzelnen Stromkreis.

Wir empfehlen für jede Büroküche folgende Mindestplanung:

  • Eigener Stromkreis für den Kühlschrank — damit er auch bei Überlastung durch andere Geräte nicht abschaltet
  • Eigener Stromkreis für das Kochfeld — Induktionsfelder ziehen bis zu 7.400 Watt
  • Separater Kreis für Kaffeemaschine und Mikrowelle — beide können gleichzeitig betrieben werden
  • Geschirrspüler auf eigenem Kreis — inklusive separatem Absperrventil für den Wasseranschluss
  • Mindestens 3 freie Schukosteckdosen für Wasserkocher, Toaster und sonstige Geräte

Diese Planung muss vor dem Kücheneinbau mit einem zugelassenen Elektriker abgestimmt werden. Wir koordinieren diesen Prozess im Rahmen unserer Lieblingsküchen-Beratung aktiv mit und übergeben strukturierte Unterlagen für die Handwerkerkoordination.

Hygiene und Arbeitsschutz: Was der Gesetzgeber vorschreibt

Büroküchen sind keine Privatküchen — sie unterliegen anderen Vorschriften. Die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und die zugehörigen Technischen Regeln (ASR) machen konkrete Vorgaben, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen.

Welche gesetzlichen Anforderungen gelten für Büroküchen?

Laut ASR A4.1 müssen Sanitärräume und Sozialräume — zu denen Büroküchen zählen — ausreichend belüftet sein. Reinigungsmittel müssen getrennt von Lebensmitteln gelagert werden. Für Teams ab 10 Personen muss ausreichend Sitzmöglichkeit und Tischwärme vorhanden sein. Diese Anforderungen fließen bei uns direkt in die Planung ein — sie sind keine Nachgedanken, sondern fester Bestandteil unserer Bedarfsermittlung.

Warum ist Mülltrennung in der Büroküche so wichtig?

Ein integriertes Mülltrennsystem mit mindestens zwei, besser drei Fraktionen ist hygienisch notwendig und bei mehreren Nutzern der einzige Weg, Chaos zu vermeiden. Offene Abfalleimer auf dem Boden sind in Büroküchen keine akzeptable Lösung — Gerüche, Insekten und unhygienische Bedingungen sind die Folge. Wir planen Mülltrennsysteme grundsätzlich als Einbauelement in den Unterschrank ein.

Büroküche planen: Schritt für Schritt zum Ergebnis

Die Planung einer Büroküche folgt bei uns einem klaren Prozess — vom ersten Gespräch bis zur Abnahme. Nachfolgend die wichtigsten Planungsschritte im Überblick:

  1. Bedarfsermittlung: Mitarbeiterzahl, Nutzungszeiten, Kochgewohnheiten und gesetzliche Anforderungen erfassen
  2. Raumaufmaß: Exakte Maße inklusive Fenster, Türen, Anschlusspositionen und Raumhöhe
  3. Geräte- und Ausstattungsliste: Pflichtgeräte definieren, optionale Elemente priorisieren
  4. Grundrissvarianten: Küchenzeile, L-Küche oder U-Küche — je nach Raumsituation und Nutzerzahl
  5. Materialauswahl: Fronten, Arbeitsplatten, Boden — robust, hygienisch, zur Büroidentität passend
  6. Elektro- und Sanitärkoordination: Abstimmung mit Elektriker und Sanitärbetrieb
  7. Montage durch eigenes Team: Saubere Ausführung, Verantwortung aus einer Hand

Nach über einem Jahrzehnt Erfahrung in der Küchenplanung empfehlen wir: Planen Sie großzügiger als Sie zunächst denken. Teams wachsen, Nutzungsgewohnheiten ändern sich. Wer heute mit zu wenig Kühlschrankraum und zu wenig Arbeitsfläche plant, steht in zwei Jahren vor teuren Nachrüstlösungen. Mehr dazu, wie Sie teure Planungsfehler vermeiden, lesen Sie in unserem Artikel 3 teure Fehler beim Küchenkauf.

Büroküche vs. Privatküche: Was ist anders?

Viele unserer Kunden fragen sich, ob eine Büroküche einfach eine „kleinere Privatküche“ ist. Das ist ein Irrtum — die Unterschiede sind fundamental.

Kriterium Privatküche Büroküche
Nutzerzahl 1–5 Personen, bekannte Nutzer 5–50+ Personen, wechselnde Nutzer
Nutzungsintensität Moderat, planbar Hoch, stoßweise (Mittagspause)
Materialanforderungen Komfort- und Designorientiert Robustheit, Hygiene und Langlebigkeit
Gesetzliche Vorgaben Keine spezifischen Vorschriften ArbStättV, ASR, Hygienevorschriften
Gerätedimensionierung Haushaltsgröße Mitarbeiterzahl × Nutzungsfrequenz
Reinigungsaufwand Durch Bewohner selbst Reinigungsdienst — glatte Flächen Pflicht

Büroküchen-Trends 2026: Was sich verändert hat

Die Anforderungen an Büroküchen haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert — und 2026 setzt sich dieser Trend fort. Homeoffice und hybride Arbeitsmodelle haben dazu geführt, dass Büroküchen nicht mehr nur Pausenräume sind, sondern aktive Begegnungszonen. Das verändert die Planung grundlegend.

Drei Entwicklungen prägen die Büroküchenplanung 2026 besonders:

  • Mehr Sitzgelegenheiten und Kommunikationszonen: Die Büroküche entwickelt sich zur informellen Besprechungszone. Kücheninseln mit integriertem Sitzbereich und Bar-Höhe ermöglichen spontane Meetings beim Kaffee.
  • Smarte Geräte und Energieeffizienz: Einbaugeräte der höchsten Energieeffizienzklassen sind 2026 Standard — nicht nur aus Kostengründen, sondern auch wegen ESG-Reportingpflichten für Unternehmen ab bestimmter Größe.
  • Individualisierung des Stauraums: Abschließbare persönliche Fächer für jeden Mitarbeiter werden häufiger geplant — ein Trend, der aus der gestiegenen Bedeutung von Eigenverantwortung und Arbeitskultur entstanden ist.

Auch optisch verschiebt sich der Anspruch: Büroküchen sollen 2026 nicht mehr wie Kantinen aussehen. Materialien wie Beton-Optik-Fronten, Holzdekore und dunkle Farbtöne (Anthrazit, Dunkelgrün, Terrakotta) halten Einzug in die Arbeitswelt — weil moderne Arbeitgeber über die Küche eine Aussage über ihre Unternehmenskultur treffen wollen.

Häufig gestellte Fragen zur Büroküche

Wie viele Steckdosen braucht eine Büroküche?

Als Faustregel empfehlen wir mindestens sechs bis acht Steckdosen in der Büroküche — plus separate Stromkreise für Großgeräte wie Kühlschrank, Kochfeld, Geschirrspüler und Kaffeemaschine. Steckdosen im Spritzwasserbereich (1 Meter um Spüle) müssen mit Fehlerstromschutzschalter (FI-Schutz) abgesichert sein. Zu wenige Steckdosen erzwingen Verlängerungskabel — ein Sicherheitsrisiko und in gewerblichen Räumen oft nicht zulässig.

Muss eine Büroküche einen Sitzbereich haben?

Laut ASR A4.2 müssen Arbeitgeber ab 10 Beschäftigten einen Pausenraum oder eine Pausenzone bereitstellen, in der Mitarbeiter Mahlzeiten einnehmen können. Das bedeutet: Tisch und Stühle müssen in ausreichender Anzahl vorhanden sein. Wird die Büroküche als Pausenraum genutzt, gilt dies direkt für den Küchenraum. Ein stehender Tresen ohne Sitzgelegenheiten erfüllt diese Anforderung nicht.

Wie oft muss eine Büroküche gereinigt werden?

Büroküchen sollten täglich oberflächlich gereinigt und mindestens wöchentlich gründlich desinfiziert werden — Arbeitsflächen, Griffe, Geräteaußenflächen und Spülbecken. Der Kühlschrank sollte monatlich innen gereinigt werden. Für regelmäßige Reinigung durch einen externen Dienstleister ist eine glatte, fugenlose Ausstattung Pflicht: keine tiefen Fugen, keine Rillenoberflächen, keine schlecht zugänglichen Ecken.

Was kostet eine Büroküche im Vergleich zu einer Privatküche?

Büroküchen sind in vielen Fällen günstiger als hochwertige Privatküchen in vergleichbarer Größe, weil der Fokus auf Robustheit statt auf Design liegt. Die tatsächlichen Kosten hängen jedoch stark von Größe, Gerätewahl und Materialien ab. Eine professionell geplante und montierte Büroküche für 10 bis 15 Personen beginnt im mittleren vierstelligen Bereich — ohne seriöse Beratung und Bedarfsermittlung sind Pauschalaussagen hier nicht möglich und auch nicht seriös.

Kann ich eine Büroküche auch günstig beim Möbelhaus kaufen?

Das ist ein Irrtum, den wir regelmäßig entkräften. Der Scheinvorteil günstiger Möbelhausküchenpreise wird durch fehlende Beratung, mangelhafte Passgenauigkeit und externe Montage oft teuer bezahlt. Büroküchen haben spezifische Anforderungen — an Robustheit, Stromplanung, Lüftung und Hygienestandards — die ohne professionelle Beratung und maßgefertigte Planung kaum erfüllt werden. Unsere Erfahrung zeigt: Das Gesamtpaket aus Planung, Qualitätsmaterialien und Montage durch eigene Teams ist langfristig wirtschaftlicher. Mehr dazu in unserem Artikel zu Musterküchenabverkäufen und warum Qualität entscheidet.

Welche Beleuchtung ist in einer Büroküche sinnvoll?

In Büroküchen empfehlen wir eine zweistufige Beleuchtung: Allgemeinbeleuchtung über die Decke mit mindestens 300 bis 500 Lux (Arbeitsstättenvorschrift) und eine direkte Arbeitsbeleuchtung unter den Oberschränken über der Arbeitsfläche. LED-Unterbauleuchten beleuchten die Arbeitsfläche blendfrei und energieeffizient. Warmweiße Lichtfarbe (2.700–3.000 Kelvin) schafft eine angenehme Atmosphäre in der Pause — neutralweiß (4.000 K) eignet sich, wenn die Küche auch als Arbeitszone genutzt wird.

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