Büroküche Mindestausstattung: Was muss rein — und was macht sie wirklich gut?

Die Büroküche Mindestausstattung ist kein optionales Extra, sondern in Deutschland gesetzlich geregelt. Wer als Arbeitgeber einen Pausenraum oder eine Teeküche einrichtet, muss konkrete Anforderungen aus der Arbeitsstättenverordnung erfüllen — und wer es richtig macht, schafft gleichzeitig einen Ort, an dem sich Mitarbeitende wohlfühlen und gerne eine Pause machen. Was genau vorgeschrieben ist, was darüber hinaus sinnvoll ist und wie eine professionelle Planung dabei hilft, erklären wir in diesem Artikel vollständig und praxisnah.

Kurzübersicht: Die gesetzliche Mindestausstattung einer Büroküche umfasst laut ArbStättV und ASR A4.1 mindestens ein Waschbecken mit Warm- und Kaltwasser, eine Kühlmöglichkeit, eine Möglichkeit zum Aufwärmen von Speisen sowie ausreichend Sitz- und Abstellfläche. Für eine alltagstaugliche Lösung empfehlen wir zusätzlich einen Geschirrspüler, ausreichend Stauraum und pflegeleichte Oberflächen — geplant von einem Fachbetrieb, der Normen und Praxis kennt.

Was schreibt das Gesetz zur Büroküche Mindestausstattung vor?

Die rechtliche Grundlage bildet die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) in Verbindung mit der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A4.1 „Sanitärräume“ und ASR A4.2 „Pausen- und Bereitschaftsräume“. Diese Regelwerke definieren, was Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden an Infrastruktur bereitstellen müssen.

Konkret schreibt die ASR A4.2 vor: Pausen- und Bereitschaftsräume müssen so ausgestattet sein, dass Beschäftigte Mahlzeiten einnehmen, Speisen aufbewahren und erwärmen sowie Hände waschen können. Ab einer bestimmten Betriebsgröße sind Sitzmöglichkeiten und Tische Pflicht.

Die wichtigsten gesetzlichen Mindestanforderungen im Überblick:

  • Waschbecken mit fließend warmem und kaltem Wasser
  • Kühlmöglichkeit für mitgebrachte Speisen
  • Möglichkeit zum Erwärmen von Speisen (Mikrowelle, Kochplatte o. ä.)
  • Sitzplätze und Tische in ausreichender Anzahl
  • Ausreichende Belüftung und Beleuchtung
  • Mindestfläche: 6 m² für bis zu 30 gleichzeitig anwesende Personen, je 1 m² mehr pro weiterer Person
Kurzantwort: Die gesetzliche Mindestausstattung einer Büroküche umfasst laut ArbStättV und ASR A4.2 ein Waschbecken mit Warm- und Kaltwasser, eine Kühlmöglichkeit, eine Aufwärmmöglichkeit für Speisen sowie Sitzplätze und Tische. Die Mindestfläche beträgt 6 m² für bis zu 30 Personen.

Gilt die Pflicht zur Büroküche für jeden Betrieb?

Nicht jeder Arbeitgeber muss einen separaten Pausenraum einrichten. Bei weniger als zehn Beschäftigten und geeigneten Räumlichkeiten kann unter bestimmten Bedingungen auf einen dedizierten Pausenraum verzichtet werden — sofern Beschäftigte ihre Pausen an einem anderen zumutbaren Ort verbringen können. Ab zehn Mitarbeitenden oder bei Tätigkeiten ohne natürliche Pausenunterbrechungen ist ein Pausenraum Pflicht.

Was zählt als „Möglichkeit zum Aufwärmen von Speisen“?

Der Gesetzgeber schreibt kein konkretes Gerät vor. Eine Mikrowelle, ein Induktionskochfeld oder auch ein Dampfgarer erfüllen die Anforderung. Wichtig ist, dass das Gerät für die Anzahl der Mitarbeitenden dimensioniert ist und sicher betrieben werden kann. Wir empfehlen, diese Entscheidung im Rahmen einer professionellen Planung zu treffen, da Anschlussleistung und Belüftung direkt davon abhängen.

Büroküche Mindestausstattung vs. empfohlene Ausstattung: Der Unterschied im Alltag

Die gesetzliche Mindestausstattung sichert die rechtliche Compliance — aber ob eine Büroküche im Alltag wirklich funktioniert, entscheidet sich an weiteren Details. In unserer täglichen Beratung erleben wir, dass Unternehmen, die nur das gesetzliche Minimum umsetzen, nach kurzer Zeit nachrüsten müssen — weil Stauraum fehlt, die Reinigung zu aufwendig ist oder das Platzangebot nicht zur Mitarbeiterzahl passt.

Die folgende Tabelle zeigt den Unterschied zwischen gesetzlicher Pflicht und einer durchdachten Büroküche:

Ausstattungselement Gesetzliches Minimum Empfohlene Ausstattung
Spüle 1 Waschbecken mit Warm-/Kaltwasser Einbau-Edelstahlspüle, 2-Becken ab 15 Personen, Einhebelmischer
Kühlung Kühlmöglichkeit (Art nicht definiert) Einbaukühlschrank mind. 60 l pro 10 Personen, Gefrierfach optional
Erwärmen von Speisen Beliebiges Aufwärmgerät Mikrowelle + Induktionskochfeld (2 Zonen), optional Dampfgarer
Geschirrspülen Nicht vorgeschrieben Einbau-Geschirrspüler (60 cm oder Unterbaugerät 45 cm)
Stauraum Nicht definiert Ober- und Unterschränke, Apothekerschrank, Hochschrank für Putzmittel
Arbeitsfläche Abstellfläche für Speisen Pflegeleichte Arbeitsplatte mind. 90 cm Länge, fugenlos oder mit Silikonfuge
Kaffeezubereitung Nicht vorgeschrieben Kaffeevollautomat mit festem Wasseranschluss oder freistehend
Dunstabzug Ausreichende Belüftung (Fenster oder techn. Lüftung) Einbau-Dunstabzugshaube mit Umluft- oder Abluftsystem
Kurzantwort: Die gesetzliche Mindestausstattung einer Büroküche deckt nur das absolute Grundniveau ab. Für eine alltagstaugliche Lösung sind zusätzlich ein Geschirrspüler, ausreichend Stauraum in Ober- und Unterschränken, eine pflegeleichte Arbeitsplatte sowie eine Dunstabzugshaube unverzichtbar — unabhängig von der Betriebsgröße.

Planung der Büroküche: So gehen wir strukturiert vor

Eine Büroküche zu planen unterscheidet sich in einigen Punkten von der Privatküche — die Anforderungen an Langlebigkeit, Reinigungsfreundlichkeit und Normkonformität sind höher, die Nutzungsintensität ebenfalls. Wir begleiten Unternehmen von der ersten Bedarfsermittlung bis zur schlüsselfertigen Abnahme.

Unsere 5 Planungsschritte für die Büroküche

  1. Bedarfsermittlung: Wie viele Mitarbeitende nutzen die Küche gleichzeitig? Kaltmahlzeiten, Warmverpflegung oder nur Getränke?
  2. Raumanalyse: Exakte Aufmaßaufnahme inklusive Anschlüsse, Fenster und Türen — Mindestbewegungsfläche 90 cm vor Geräten einplanen
  3. Normprüfung: Abgleich mit ArbStättV, ASR A4.1 und A4.2, ggf. branchenspezifischen Hygienevorschriften
  4. Geräte- und Materialauswahl: Robuste Fronten, fugenlose oder leicht zu reinigende Arbeitsplatten, langlebige Einbaugeräte mit guter Servicehistorie
  5. Montage & Abnahme: Umsetzung durch eigene Montageteams, Übergabe mit vollständiger Einweisung und Garantiedokumentation

Welche Raumgröße brauche ich für eine funktionale Büroküche?

Die ASR A4.2 definiert 6 m² als Mindestfläche für einen Pausenraum mit bis zu 30 Personen. Für eine reine Teeküche ohne Essbereich reichen in der Praxis oft 4–6 m², wenn die Planung konsequent auf Effizienz ausgelegt ist. Entscheidend ist die freie Bewegungsfläche: Mindestens 90 cm vor allen Geräten und der Spüle müssen jederzeit frei bleiben.

Wie viele Sitzplätze braucht eine Büroküche?

Als Richtwert gilt: Sitzplätze für mindestens ein Drittel der Mitarbeitenden, die gleichzeitig Pause machen. Bei Schichtbetrieb reduziert sich der Bedarf entsprechend. Wir empfehlen, die Sitzgelegenheiten flexibel zu gestalten — Barhocker an einer Kücheninsel oder ausziehbare Tische sind in kleinen Räumen platzsparende Lösungen, die wir direkt in die Küchenplanung integrieren.

Materialwahl: Robustheit und Pflegeleichtigkeit als Priorität

Büroküchen werden täglich intensiv genutzt — oft von vielen verschiedenen Personen mit unterschiedlichem Umgang mit Küchenausstattung. Die Materialwahl entscheidet deshalb maßgeblich darüber, wie lange die Küche gut aussieht und wie hoch der Reinigungsaufwand ist.

Arbeitsplatten für Büroküchen

Für Büroküchen empfehlen wir besonders widerstandsfähige Arbeitsplatten: Kompaktplatten (ähnlich HPL) sind feuchtigkeitsresistent und nahezu unempfindlich gegenüber Kratzern. Keramikarbeitsplatten aus Feinsteinzeug oder Sintermaterial sind kratzfest, hitzefest und fugenlos verlegbar — was die Reinigung erheblich erleichtert. Klassische Laminatplatten sind günstiger, aber anfälliger für Schläge und Feuchtigkeit an den Kanten.

Die Dicke der Arbeitsplatte spielt ebenfalls eine Rolle: 38 mm Standardstärke ist ausreichend, für Hochbelastungsbereiche empfehlen wir 40 mm oder die Verwendung einer unterlegten Trägerplatte. Wer mehr über Arbeitsplatten erfahren möchte, findet im Rahmen unserer Küchenberatung detaillierte Materialvergleiche — aber auch in unserem Blogartikel zu den häufigsten Fehlern beim Küchenkauf finden sich wichtige Hinweise zur Materialwahl.

Fronten und Korpusse für den Dauerbetrieb

Für Büroküchen eignen sich besonders grifflose Fronten oder Fronten mit Metallgriffen — beides lässt sich hygienisch wischen und ist robust im täglichen Betrieb. Hochglanzfronten sind optisch attraktiv, zeigen aber Fingerabdrücke sehr deutlich, was in einer vielgenutzten Büroküche schnell unprofessionell wirkt. Mattlack oder Strukturoberflächen sind pflegeleichter. Korpusse aus 16–19 mm Spanplatten mit melaminbeschichteter Oberfläche und ABS-Umleimer an den Kanten sind der bewährte Standard für langlebige Büroküchen.

Einbaugeräte für die Büroküche: Was wirklich gebraucht wird

Unsere Kunden fragen uns häufig, welche Einbaugeräte in einer Büroküche unverzichtbar sind und welche nur „nice to have“ sind. Die Antwort hängt stark von der Nutzungsintensität ab — aber es gibt klare Empfehlungen.

Unverzichtbare Geräte

  • Einbaukühlschrank: Mindestens 120 Liter für bis zu 20 Personen, ab 20 Personen besser zwei separate Geräte oder ein Standkühlschrank mit 300–400 Litern. Eine 0-Grad-Zone im Kühlschrank ist für Büroküchen sinnvoll, wenn Mitarbeitende regelmäßig Frischwaren mitbringen.
  • Mikrowelle: Als Unterbaugerät oder in die Hochschranklösung integriert — 900 Watt Leistung sind für den Büroalltag ausreichend.
  • Spülmaschine: Ein Unterbaugeschirrspüler (45 cm Breite) ist auch für kleine Büroküchen realisierbar und spart enorm Zeit gegenüber Handspülen.
  • Induktionskochfeld: Zwei Zonen genügen für die meisten Büroküchen. Induktion ist sicherer als Gas oder Ceranfeld, da die Oberfläche kalt bleibt — ein echtes Argument für die Risikoabwägung in Büroumgebungen.

Sinnvolle Erweiterungen

  • Kaffeevollautomat: Mit festem Wasseranschluss für maximalen Komfort — spart das tägliche Befüllen und ist hygienischer als Filterkaffeemaschinen
  • Dampfgarer: Für Betriebe mit Warmverpflegung eine energie- und platzsparende Alternative zum Herd
  • Wasserfilteranlage: Integriert unter der Spüle, liefert gefiltertes Wasser direkt am Wasserhahn — beliebt in Büros als Alternative zu Wasserkühlern
  • Dunstabzugshaube: Bei einem Kochfeld Pflicht. Für Büroküchen ohne direkte Außenwand empfehlen wir Umluftlösungen mit Aktivkohlefilter — mehr dazu in unserem Artikel zur Umluft-Abzugshaube.
Kurzantwort: Unverzichtbare Einbaugeräte für eine Büroküche sind ein Einbaukühlschrank, eine Mikrowelle oder ein Induktionskochfeld, eine Spüle mit Armatur sowie ein Geschirrspüler. Ein Dunstabzug ist bei Kochgelegenheit gesetzlich erforderlich. Kaffeevollautomat und Wasserfilter sind sinnvolle Ergänzungen je nach Nutzungsintensität.

Stauraum in der Büroküche: Der am häufigsten unterschätzte Faktor

Nach über mehreren Jahren Erfahrung in der Planung von Büroküchen können wir klar sagen: Zu wenig Stauraum ist der häufigste Planungsfehler. Geschirr, Tassen, Besteck, Reinigungsmittel, Küchenrolle, Kaffee, Tee, Zucker, Aufbewahrungsdosen für Mitarbeitende — der Bedarf ist enorm und wird regelmäßig unterschätzt.

Unsere Empfehlung für eine Büroküche mit 10–30 Mitarbeitenden:

  • Mindestens 2–3 Hängeschränke (je 60 cm breit, 72 cm hoch)
  • Unterschränke unter der gesamten Arbeitsfläche inklusive Schubladen für Besteck
  • Einen Apothekerschrank oder Hochschrank für Reinigungsmittel, getrennt vom Lebensmittelbereich
  • Einen separaten Bereich für Abfall — idealerweise mit integriertem Mülltrennsystem im Unterschrank

Die Schrankplanung sollte auf die tatsächlichen Nutzergewohnheiten abgestimmt sein. Wer häufig Brotdosen und Lunchboxen aufbewahrt, braucht andere Tiefen und Rastermaße als eine Küche, die nur Getränke und Gläser aufnimmt. Genau dafür ist eine individuelle Beratung unverzichtbar — Standardmaße passen selten.

Hygienevorschriften und Normen: Was Büroküchen zusätzlich beachten müssen

Neben der ArbStättV gibt es je nach Branche weitere Vorschriften. Lebensmittelverarbeitende Betriebe, Kindergärten oder medizinische Einrichtungen unterliegen zusätzlich der Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) und ggf. dem HACCP-Konzept. In diesen Fällen gelten höhere Anforderungen an Oberflächen (nahtlos, desinfektionsmittelbeständig), Abluftanlagen und Bodenabläufe.

Für normale Büroküchen sind diese Verschärfungen in der Regel nicht relevant — aber es lohnt sich, dies vorab zu klären. Wir beraten Unternehmen auch dabei, branchenspezifische Anforderungen in die Küchenplanung zu integrieren, ohne die Ästhetik zu opfern.

Müssen Büroküchen regelmäßig gewartet oder geprüft werden?

Einbaugeräte in Büroküchen unterliegen denselben Sicherheitsanforderungen wie private Geräte — regelmäßige Prüfung durch den Betreiber ist sinnvoll, eine gesetzlich vorgeschriebene Jahresinspektion gibt es für normale Küchengeräte nicht. Elektrische Anlagen hingegen müssen nach DGUV Vorschrift 3 regelmäßig geprüft werden. Wir übergeben alle Geräte mit vollständiger Dokumentation, was die spätere Wartung erheblich erleichtert.

Büroküche planen lassen vs. Standardlösung kaufen: Ein fairer Vergleich

Viele Unternehmen greifen bei der Büroküche zu fertigen Lösungen aus dem Möbelhandel — oft mit dem Argument, das sei günstiger und schneller. In unserer Beratungspraxis zeigt sich jedoch regelmäßig, dass diese Entscheidung langfristig teurer wird: Geräte, die nicht optimal eingebaut sind, Fronten, die nach zwei Jahren nicht mehr passen, und fehlende Garantieansprüche bei Problemen sind die häufigsten Konsequenzen.

Was eine professionell geplante Büroküche bietet:

  • Maßgenaue Planung: Jeder Zentimeter wird genutzt, Normabweichungen im Grundriss werden ausgeglichen
  • Normkonformität: Alle gesetzlichen Anforderungen werden bereits in der Planung berücksichtigt
  • Verantwortung aus einer Hand: Unsere eigenen Montageteams übernehmen den gesamten Einbau — keine Schnittstellenprobleme zwischen Planern, Lieferanten und Handwerkern
  • 5 Jahre Gerätegarantie: Wir bieten auf alle eingebauten Geräte eine erweiterte Garantie von 5 Jahren — ein klarer Mehrwert gegenüber Standardkäufen
  • Langfristige Planungssicherheit: Bei Erweiterungen oder Umbauten können wir nahtlos anknüpfen

Wer mehr über die typischen Fallen beim Küchenkauf erfahren möchte, findet in unserem Artikel zu den 3 teuren Fehlern beim Küchenkauf wertvolle Hinweise — die meisten gelten 1:1 auch für Büroküchen.

Kurzantwort: Eine professionell geplante Büroküche kostet mehr als eine Standardlösung vom Möbelhandel — bietet aber maßgenaue Planung, Normkonformität, Montage aus einer Hand und 5 Jahre Gerätegarantie. Langfristig ist sie die wirtschaftlich sinnvollere Entscheidung, weil teure Nachrüstungen und Garantieprobleme entfallen.

Checkliste: Büroküche Mindestausstattung 2026

✓ Checkliste Büroküche Mindestausstattung (Stand 2026)

  • ☐ Waschbecken / Spüle mit Warm- und Kaltwasser (gesetzlich vorgeschrieben)
  • ☐ Kühlmöglichkeit / Einbaukühlschrank (gesetzlich vorgeschrieben)
  • ☐ Aufwärmmöglichkeit: Mikrowelle oder Induktionskochfeld (gesetzlich vorgeschrieben)
  • ☐ Sitzplätze und Tische für mindestens ⅓ der Mitarbeitenden
  • ☐ Ausreichende Belüftung (Fenster oder technische Lüftung)
  • ☐ Mindestfläche 6 m² (bis 30 Personen), + 1 m² pro weiterer Person
  • ☐ Geschirrspüler (empfohlen ab 5 Mitarbeitenden)
  • ☐ Dunstabzugshaube bei Kochfeld (Pflicht bei Warmzubereitung)
  • ☐ Ausreichend Stauraum: Ober- und Unterschränke
  • ☐ Pflegeleichte Arbeitsplatte (Kompakt, Keramik oder HPL)
  • ☐ Getrennter Bereich für Reinigungsmittel und Lebensmittel
  • ☐ Mülltrennsystem integriert in Unterschrank
  • ☐ Kaffeevollautomat oder Heißwasserspender (optional, aber sehr beliebt)
  • ☐ Elektrische Anlagen nach DGUV Vorschrift 3 geprüft

Büroküche und Dunstabzug: Worauf Sie bei der Lüftung achten müssen

Eine der am häufigsten vergessenen Anforderungen ist eine leistungsfähige Dunstabzugsanlage. Sobald in einer Büroküche gekocht oder erwärmt wird, entstehen Dampf, Gerüche und Fett — gerade in Büros ohne separate Rauchabzüge oder Küchenzonen kann sich das schnell im gesamten Gebäude verteilen.

Für Büroküchen ohne direkte Außenwand empfehlen wir eine Umluft-Dunstabzugshaube mit Aktivkohlefilter, die Gerüche und Fettpartikel herausfiltert, bevor die Luft in den Raum zurückgeführt wird. Die Filterleistung sollte für die jeweilige Nutzungsintensität ausgelegt sein. Mehr Informationen zur Auswahl der richtigen Haube finden sich in unserem Artikel zur Abzugshaube in der Küche sowie zum Thema Aktivkohlefilter für Dunstabzugshauben.

Bei Neubauten oder größeren Renovierungen empfehlen wir, eine Abluftvariante direkt in die Bauplanung zu integrieren. Der bauliche Aufwand lohnt sich langfristig, da Abluftsysteme leistungsfähiger sind und keine regelmäßigen Filterwechsel benötigen.

Trends 2026: So entwickelt sich die Büroküche

Die Büroküche hat sich in den vergangenen Jahren vom reinen Pausenraum zur Begegnungszone und Kommunikationsfläche entwickelt. Im Jahr 2026 sehen wir in unserer Beratungspraxis folgende klare Trends:

  • Offene Küchenkonzepte die nahtlos in den Bürobereich übergehen — mit akustisch dämmenden Fronten und ruhigem Design
  • Nachhaltige Materialien: Arbeitsplatten aus recycelten Materialien, Fronten in zertifizierten Holzdekoren
  • Smarte Integration: Geschirrspüler und Kaffeevollautomaten mit App-Steuerung und Wartungsbenachrichtigung
  • Flexible Nutzungskonzepte: Küchen die sowohl als Meeting-Zone als auch als Pausenraum funktionieren — mit ausziehbaren Tischsystemen und mobilen Elementen
  • Erhöhter Fokus auf Hygiene: Berührungslose Armaturen, Sensorbetätigte Abfallbehälter, antibakterielle Oberflächen

Gerade für Unternehmen, die auf Mitarbeiterzufriedenheit setzen, ist die Büroküche 2026 ein echter Wettbewerbsfaktor beim Employer Branding. Eine durchdachte, ansprechend gestaltete Küche signalisiert Wertschätzung — und das lässt sich planen.

Häufig gestellte Fragen zur Büroküche Mindestausstattung

Was ist die gesetzliche Mindestausstattung für eine Büroküche?

Die gesetzliche Mindestausstattung ist in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und der ASR A4.2 geregelt. Vorgeschrieben sind mindestens ein Waschbecken mit fließend warmem und kaltem Wasser, eine Kühlmöglichkeit für Speisen sowie eine Möglichkeit zum Erwärmen von Mahlzeiten. Zusätzlich müssen ausreichend Sitzplätze und Tische vorhanden sein sowie eine ausreichende Belüftung sichergestellt werden. Die Mindestfläche beträgt 6 m² für bis zu 30 gleichzeitig anwesende Personen.

Wie groß sollte eine Büroküche für 10 Mitarbeitende sein?

Für 10 Mitarbeitende ist eine Büroküche mit einer Fläche von 6–10 m² gut dimensioniert, wenn nicht alle gleichzeitig Pause machen. Die freie Bewegungsfläche vor allen Geräten muss mindestens 90 cm betragen. Für eine reine Teeküche ohne Sitzbereich reichen oft 4–5 m², sofern die Sitzgelegenheiten in einem separaten Pausenbereich vorhanden sind. Eine maßgefertigte Planung kann auch auf kleiner Fläche alle notwendigen Elemente unterbringen.

Muss eine Büroküche einen Geschirrspüler haben?

Ein Geschirrspüler ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber ab spätestens 5 Mitarbeitenden aus hygienischen und praktischen Gründen dringend empfohlen. Das Handspülen von Geschirr kostet wertvolle Pausenzeit und hinterlässt bei hoher Nutzungsintensität häufig ein unaufgeräumtes Bild. Unterbaugeschirrspüler mit 45 cm Breite lassen sich auch in sehr kleine Büroküchen integrieren und amortisieren sich durch Zeitersparnis schnell.

Welche Materialien sind für Büroküchen-Arbeitsplatten am besten geeignet?

Für Büroküchen empfehlen wir besonders robuste Materialien wie Kompaktplatten (HPL), Keramikplatten aus Feinsteinzeug oder Sintermaterial sowie beschichtete Multiplexplatten. Diese sind kratzfest, hitzefest und leicht zu reinigen — auch mit Desinfektionsmitteln. Standardlaminat ist eine günstigere Option, aber anfälliger für Kantenfeuchte und Schläge. Fugenlose Lösungen oder sorgfältig versiegelte Silikonfugen sind aus hygienischer Sicht vorzuziehen.

Kann ich eine Büroküche auch nachträglich in bestehende Büroräume einbauen?

Ja, der nachträgliche Einbau einer Büroküche ist in vielen Fällen gut realisierbar — vorausgesetzt, die nötigen Anschlüsse (Wasser, Abwasser, Starkstrom) können verlegt werden. Gerade bei Umluft-Dunstabzugshauben entfällt der Abluftkamin, was den Einbau erheblich vereinfacht. Wir führen vorab eine genaue Bestandsaufnahme durch und planen die Küche exakt auf die vorhandenen Gegebenheiten ab — inklusive aller notwendigen Installationsarbeiten durch unser Netzwerk aus Fachbetrieben.

Lohnt sich eine Beratung im Küchenstudio auch für die Büroküche?

Absolut — und das erleben wir täglich in unserer Praxis. Büroküchen stellen spezifische Anforderungen an Langlebigkeit, Hygiene und Normkonformität, die eine professionelle Planung erfordern. Im Studio können wir Ihnen anhand von Musterküchen und 3D-Planungen genau zeigen, wie die fertige Lösung aussehen wird — bevor auch nur ein Schrank bestellt wird. Die Kombination aus Fachberatung, maßgenauer Planung und Montage aus einer Hand ist gerade für gewerbliche Kunden ein klarer Mehrwert.

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