Maße Herd: Standardmaße, Einbaumaße und Planungstipps
Die Maße eines Herdes sind eine der grundlegendsten technischen Angaben in jeder Küchenplanung — und dennoch einer der häufigsten Stolpersteine beim Kauf. Die Standardbreite eines Herdes beträgt 600 mm (60 cm), die Standardtiefe ebenfalls 600 mm und die Höhe bei freistehenden Geräten typischerweise 850 bis 870 mm. Doch wer diese Zahlen kennt, hat erst den Anfang gemacht: Denn neben dem Gehäusemaß gibt es das Nischenmaß, ergonomische Höhenanforderungen, Anschlussvorschriften und Mindestabstände — alles Faktoren, die über einen reibungslosen Einbau oder teure Nacharbeit entscheiden.
In diesem Artikel erklären wir alle relevanten Herdmaße systematisch — von der Breite über die Einbautiefe bis zum Nischenmaß für unterschiedliche Herdtypen — und geben Ihnen die Planungsgrundlage, die Sie für Ihre neue Küche wirklich brauchen.
Warum die Maße des Herdes so entscheidend sind
In unserer täglichen Beratung im Küchenstudio erleben wir es immer wieder: Kunden kommen mit einem konkreten Gerätewunsch — und haben dabei das tatsächliche Nischenmaß in der Wohnung nicht gemessen. Das führt in der Praxis zu Verzögerungen, Zusatzkosten und im schlimmsten Fall zu einem Gerät, das schlicht nicht in die Küche passt.
Die Herausforderung liegt darin, dass Hersteller innerhalb einer nominellen Breite (z. B. „60 cm“) Gehäusebreiten zwischen 595 und 602 mm angeben können. Wer nur die grobe Zentimeterangabe kennt, kann eine falsche Entscheidung treffen. Präzision in Millimetern ist Pflicht.
Hinzu kommt: Ein Herd steht selten allein. Er interagiert mit Arbeitsplattenhöhe, Oberschrankhöhe, Dunstabzugshaubenposition und den umgebenden Möbelkorpussen. Alle diese Maße müssen aufeinander abgestimmt sein — das ist echte Küchenplanung, kein reines Gerätekaufen.
Standardmaße Herd: Breite, Tiefe und Höhe im Überblick
Die Herdindustrie hat sich auf wenige Standardformate geeinigt, die mit den gängigen Küchenmodulen harmonieren. Das erleichtert den Austausch und die Planung erheblich — sofern man die Maße kennt.
Standardbreite: 60 cm ist die Norm, aber nicht die einzige Option
Die mit Abstand verbreitetste Herdbreite ist 600 mm (60 cm). Sie passt in alle Standard-Küchenzeilen, die auf einem 600-mm-Modul basieren, und ist bei Einbaugeräten wie Standherden gleichermaßen verbreitet. Wer mehr Kochfläche wünscht, greift zu einem 900-mm-Gerät (90 cm) — typisch für größere Haushalte oder kochbegeisterte Familien.
Für schmale Küchen existieren 500-mm-Geräte (50 cm), die zwar eine kleinere Kochfläche bieten, aber in engen Raumverhältnissen die einzig sinnvolle Lösung sein können. Speziallösungen mit 700 mm oder 1000 mm sind eher im semiprofessionellen Bereich anzutreffen.
Standardtiefe: Fast immer 600 mm
Die Tiefe ist bei Herden nahezu einheitlich: 600 mm. Das entspricht der Standardtiefe von Küchenunterschränken und sorgt dafür, dass Herd und Nachbarmöbel bündig abschließen. Einzelne Geräte können 580 mm oder 610 mm aufweisen — ein Unterschied, der bei schlecht gesetzten Arbeitsplatten sichtbar wird.
Standardhöhe: Vom Boden bis zur Kochfläche
Freistehende Standherde sind üblicherweise 850 bis 870 mm hoch — abgestimmt auf die in Deutschland verbreitete Arbeitsplattenhöhe von 860 mm. Das bedeutet: Die Kochfläche des Standherd-Modells liegt auf gleicher Höhe wie die benachbarte Arbeitsfläche, was einen optisch sauberen Abschluss ergibt.
Geräte mit Backofenschublade unterhalb des eigentlichen Backofens können geringfügig abweichen. Modelle mit Hochbackofen-Anordnung (Backofen oben) sind ergonomisch vorteilhaft, haben aber in der Regel eine andere Gesamthöhe und sind selten als Standherd-Lösung erhältlich.
| Herdformat | Breite | Tiefe | Höhe (freistehend) | Typische Einsatzsituation |
|---|---|---|---|---|
| Schmalgerät | 500 mm | 600 mm | 850–870 mm | Kleine Küchen, Singlehaushalte |
| Standardherd | 600 mm | 600 mm | 850–870 mm | Standardküchen, Familienhaushalte |
| Breitgerät | 700 mm | 600 mm | 850–870 mm | Gehobene Haushalte, mehr Kochfläche |
| Großflächen-Herd | 900 mm | 600 mm | 850–870 mm | Große Küchen, Familien, Vielkocher |
Nischenmaß vs. Gehäusemaß: Der wichtigste Unterschied bei Herdmaßen
Viele Kunden und auch Bauträger verwechseln Gehäusemaß und Nischenmaß — mit teils unangenehmen Folgen. Das Gehäusemaß ist die tatsächliche Außenabmessung des Geräts. Das Nischenmaß (manchmal auch Einbaumaß oder Ausschnittsmaß genannt) beschreibt die Mindestgröße des freien Raums, in den das Gerät eingebaut werden soll.
Bei einem typischen Standherd mit 600 mm Nennbreite kann das Gehäuse tatsächlich nur 598 mm breit sein — das Nischenmaß beträgt dennoch 600 mm, damit das Gerät ohne Verklemmen eingeschoben werden kann. Wer die Nische auf 598 mm zuschneidet, steht vor einem Problem.
Umgekehrt gilt: Ist die Nische deutlich breiter als das Gehäuse, entstehen unschöne Spalte. Diese sind nicht nur optisch störend, sondern sammeln Schmutz und können beim Einbau von Verbindungsstreifen ausgeglichen werden.
Empfohlene Nischenmaße nach Geräteklasse
Als Faustregel empfehlen wir: Das Nischenmaß sollte das Gehäusemaß um 2–5 mm übersteigen — nicht mehr, nicht weniger. Bei 900-mm-Geräten kann das Spiel etwas größer sein. Genauere Werte entnimmt man immer dem Einbaudatenblatt des konkreten Geräts.
Einbauherd oder Standherd: die Maße im Vergleich
Nicht jeder Herd ist gleich aufgebaut. Die Unterscheidung zwischen Standherd und Einbauherd (auch Einbaukombination aus separatem Kochfeld und Einbaubackofen) hat direkte Auswirkungen auf die relevanten Maße.
Der Standherd
Ein Standherd ist ein kompaktes Gerät, das Kochfeld und Backofen in einem Gehäuse vereint. Er steht auf dem Boden und wird seitlich in die Küchenzeile eingeschoben. Die Gesamthöhe (850–870 mm) entspricht dabei der Arbeitsplattenebene. Standherde benötigen keine separate Möbel- oder Sockellösung und sind vergleichsweise einfach zu installieren.
Der Nachteil: Weder Kochfeld noch Backofen lassen sich in der Höhe individuell positionieren. Wer den Backofen ergonomisch höher haben möchte, ist auf Einbaulösungen angewiesen.
Der Einbauherd (Einzelgerätelösung)
Die Kombination aus separatem Einbaukochfeld (eingelassen in die Arbeitsplatte) und Einbaubackofen (in einem Hochschrank oder Unterschrank) bietet wesentlich mehr Flexibilität. Die Maße werden dabei separat betrachtet:
- Einbaukochfeld 60 cm: Ausschnittsmaß typischerweise 560 × 490 mm (je nach Modell), Gehäuse ca. 590 × 520 mm
- Einbaukochfeld 90 cm: Ausschnittsmaß ca. 860 × 490 mm
- Einbaubackofen: Standard-Nischenhöhe 585 mm, Breite 560 mm — passt in Hochschrankmodule von 60 cm Breite
Diese Trennung ist in modernen Küchenplanungen die mit Abstand häufigste Lösung — sie erlaubt eine ergonomisch optimale Backofenhöhe und maximale Gestaltungsfreiheit bei der Arbeitsfläche.
Einbaubackofen: Nischenmaße für Standard- und Kompaktgeräte
Ein Standard-Einbaubackofen braucht eine Nische von etwa 56 bis 56,8 cm Breite, 58,5 bis 59,5 cm Höhe und mindestens 55 cm Tiefe. Kompaktbacköfen, Kompakt-Dampfgarer und Backöfen mit Mikrowellenfunktion sind rund 45 cm hoch und passen in eine entsprechend niedrigere Nische. Verbindlich ist immer das Einbaudatenblatt des jeweiligen Geräts – wir planen die Nische danach.
Ergonomische Herdmaße: Die richtige Arbeitshöhe am Kochfeld
Die Frage nach den richtigen Herdmaßen ist immer auch eine ergonomische Frage. Das Kochfeld sollte auf einer Höhe sein, die ermüdungsfreies Stehen und sicheres Arbeiten ermöglicht — besonders beim täglichen Kochen.
Die optimale Kochfeldhöhe liegt für eine Person mit einer Körpergröße von 170 cm bei etwa 840–860 mm vom Boden. Bei 180 cm Körpergröße wären 880–900 mm angenehmer. Der Standard-Standherd liegt mit 850–870 mm für durchschnittlich große Menschen gut, für sehr große Personen aber zu tief.
Wer einen Einbaubackofen plant, sollte die Backofenoberkante auf Augenhöhe oder leicht darunter positionieren — also bei ca. 1400–1500 mm Bodenhöhe. Das erleichtert das Einblicken während des Garens erheblich und reduziert das Bücken beim Ein- und Ausräumen.
Mehr zu diesem Thema finden Sie in unserem ausführlichen Artikel zur richtigen Arbeitshöhe in der Küche sowie in unserem Beitrag zu Arbeitshöhe Küche.
Schritt-für-Schritt: So messen Sie die Nische für Ihren Herd richtig aus
In 6 Schritten zur richtigen Nischenmaß-Bestimmung
- Nischenbreite exakt ausmessen — in Millimetern, von Wand zu Wand oder Möbelseite zu Möbelseite
- Nischentiefe prüfen — Mindesttiefe 600 mm; Wandanschlüsse oder Fliesensockel können die Nutztiefe reduzieren
- Nischenhöhe bestimmen — vom Boden bis Unterkante Arbeitsplatte (bei Einbauherd) oder bis Oberkante Stellfläche (Standherd)
- Elektroanschluss klären — 230 V oder 400 V Drehstrom? Leitungsquerschnitt ausreichend?
- Mindestabstände einhalten — seitliche Abstände laut Einbaudatenblatt, in der Regel 650 mm (Elektro) bzw. 750 mm (Gas) zur Dunstabzugshaube
- Nischenmaß mit Gerätedatenblatt abgleichen — immer das Einbaumaß (Nischenmaß) im Datenblatt verwenden, nicht das Gehäusemaß
Mindestabstände: Was bei Herdmaßen oft vergessen wird
Zu den absoluten Pflichtangaben in jeder Küchenplanung gehören die Mindestabstände, die um einen Herd herum einzuhalten sind. Diese sind nicht nur aus ästhetischen Gründen relevant, sondern betreffen Brandschutz, die Einbauvorschriften der Hersteller und die Funktion der Dunstabzugshaube.
Abstand zur Dunstabzugshaube
Der Mindestabstand zwischen Kochfeld-Oberkante und Haubenunterkante beträgt für Elektroherde: 650 mm und für Gasherde: 750 mm. Maßgeblich ist immer die Einbauanleitung von Haube und Kochfeld. Wird der Abstand unterschritten, entspricht der Einbau nicht den Herstellervorgaben — und die Haube kann ihre volle Absaugleistung nicht entfalten. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unserem Beitrag zur Ablufthaube und worauf Sie achten müssen.
Seitenabstände zu brennbaren Einbauteilen
Ob zu seitlich angrenzenden Möbeln ein Abstand nötig ist, legt der Hersteller fest. Viele Einbaugeräte dürfen direkt neben Küchenschränken eingebaut werden, bei manchen Geräten — etwa Gaskochfeldern nahe einer Wand oder einem Hochschrank — sind Seitenabstände vorgeschrieben. Diese Angaben stehen im Einbaudatenblatt und müssen vom Montagebetrieb eingehalten werden.
Abstand zu Kühlgeräten
Steht ein Einbaukühlschrank direkt neben dem Herd, sollte zwischen beiden Geräten ein Trennpanel oder ein Abstandsstreifen eingebaut werden. Wärmeabstrahlung des Herdes beeinflusst den Energieverbrauch des Kühlgeräts und kann in extremen Fällen die Lebensdauer beeinträchtigen.
Platz vor der geöffneten Backofentür
Eine geöffnete Backofentür ragt rund 50 cm in den Raum. Damit man das Blech sicher herausnehmen kann, sollte davor genug Bewegungsfläche bleiben. Stehen sich zwei Küchenzeilen gegenüber, planen wir zwischen den Fronten möglichst etwa 120 cm ein.
Besonderheiten bei Induktion und Glaskeramik
Der Unterschied zwischen einem klassischen Standherd mit Kochplatten und einem modernen Induktionskochfeld liegt nicht nur in der Technik, sondern auch in den Einbaumaßen. Induktionskochfelder haben in der Regel eine geringere Einbautiefe als ältere Glaskeramikfelder mit Strahlungshitzeelementen — was bei der Planung relevant ist.
Besonders die Ausschnittstiefe in der Arbeitsplatte variiert: Während einfache Einbaukochfelder oft mit 30–40 mm Einbautiefe auskommen, benötigen Kochfelder mit integriertem Downdraft-Abzug (nach unten absaugende Modelle) deutlich mehr — Sie brauchen zusätzlich Platz im Unterschrank für Motor und Abluftkanal. Der Unterschrank unter dem Kochfeld muss deshalb angepasst werden (verkürzte Schubkästen, geänderte Rückwand).
Auch die Arbeitsplattenstärke selbst spielt eine Rolle: Keramikarbeitsplatten oder Dekton-Arbeitsplatten sind oft 12–20 mm stark, was die tatsächliche Einbautiefe des Kochfelds beeinflusst. Informationen zu Arbeitsplattenmaterialien finden Sie in unserem Artikel über Arbeitsplattenmaterialien im Vergleich.
Häufige Planungsfehler bei Herdmaßen — und wie man sie vermeidet
Nach unserer Erfahrung aus jahrelanger Küchenplanung in unseren Studios in Rostock und Schwerin begegnen uns bei der Beratung immer wieder dieselben Messfehler. Wir möchten Ihnen helfen, diese von vornherein zu vermeiden.
Fehler 1: Nur grobe Zentimeterangaben verwenden
„Der alte Herd war 60 cm breit, der neue passt sicher auch“ — dieser Satz klingt logisch, kann aber in die Irre führen. Zwei Geräte mit Nennbreite 60 cm können 2–5 mm in der tatsächlichen Gehäusebreite voneinander abweichen. Das genügt, um Probleme beim Einbau zu verursachen. Immer in Millimetern messen und vergleichen.
Fehler 2: Die Fliesentiefe vergessen
Wer seine Küchenrückwand mit Wandfliesen verkleidet hat, verliert dadurch Nischentiefe — je nach Fliesenstärke und Klebermenge zwischen 8 und 15 mm. Bei einer Standardtiefe von 600 mm kann das schon eng werden. Wir empfehlen, Fliesen immer vor der endgültigen Nischenplanung aufzubringen oder deren Stärke in die Maßplanung einzurechnen.
Fehler 3: Den Elektroanschluss nicht prüfen
Ein neues Induktionskochfeld oder ein Standherd mit modernem Backofen benötigt häufig mehr Strom als das Vorgängergerät. Wer einfach den alten Anschluss verwendet, riskiert Überlastung der Leitung oder einen Defekt der Haushaltsabsicherung. Ein geprüfter Elektroanschluss durch einen Fachbetrieb ist Pflicht — und Teil unserer Montagevorbereitung bei Lieblingsküchen.
Fehler 4: Standardmaße als universell gültig annehmen
Gerade in Altbauten sind Nischen häufig nicht normgerecht gebaut — sie sind ein, zwei Zentimeter zu schmal, zu tief oder uneben. Wer hier mit Standard-Maßen plant, erlebt böse Überraschungen beim Einbau. Deshalb gilt bei uns: Maßgefertigte Planung schlägt immer den Standardansatz — besonders im Bestand.
Herd-Maße in Sondersituationen: kleine Küchen, Kücheninseln und offene Grundrisse
Nicht jede Küche folgt dem klassischen Grundriss mit linearer Küchenzeile. In kleinen Küchen, auf Kücheninseln oder in offenen Wohnküchen stellen sich besondere Anforderungen an die Herdmaße.
Maße Herd in der kleinen Küche
Für Küchen unter 6 m² Nutzfläche ist das 500-mm-Gerät oft die sinnvollste Wahl. Es spart 100 mm Breite gegenüber dem Standard und schafft damit Platz für einen breiteren Kühlschrankkorpus oder mehr Arbeitsfläche. Unsere Planungsexpertise für ausgefallene kleine Küchen finden Sie in unserem separaten Artikel zu ausgefallenen kleinen Küchen.
Abstellfläche neben dem Kochfeld
Links und rechts vom Kochfeld sollten jeweils mindestens 30 cm freie Arbeitsfläche bleiben. Dort stellen Sie Töpfe und Pfannen ab, und Griffe ragen nicht über eine Wand oder einen Hochschrank hinaus.
Herd auf der Kücheninsel
Wird ein Kochfeld auf einer Kücheninsel eingebaut, entfällt die Rückwand — was für die Dunstabzugshauben-Lösung besondere Anforderungen stellt. Hier kommen häufig Deckenhauben oder Tischlüfter zum Einsatz. Die Maße des Kochfelds bleiben identisch, aber das umliegende Raumkonzept muss stimmig geplant sein. Auch der Elektroanschluss muss unter dem Inselboden geführt werden, was bauliche Vorarbeit erfordert.
Kombination Kochfeld + Dampfgarer in der Insel
In modernen Küchenplanungen sehen wir zunehmend Kombinationen: Das Induktionskochfeld auf der Insel, ein Dampfgarer auf Augenhöhe im angrenzenden Hochschrank, ein Backofen mit Pyrolysefunktion im Unterbaubereich. Diese Trennung der Geräte erfordert separate Einbaumaßplanung für jedes Gerät — und macht die Bedeutung einer professionellen Küchenplanung besonders deutlich.
Herdmaße und Küchenplanung: Warum professionelle Beratung so viel Unterschied macht
Unsere Kunden fragen uns häufig, ob sie Herd und Kochfeld auch einfach selbst im Online-Shop bestellen können — ohne Planungsberatung. Die ehrliche Antwort: Technisch ja, aber das Risiko liegt in den Details.
In unserer täglichen Beratungspraxis in den Lieblingsküchen-Studios in Rostock und Schwerin sehen wir regelmäßig Situationen, in denen Kunden Geräte bestellt haben, die aufgrund von Maßabweichungen, fehlenden Elektroanschlüssen oder nicht bedachten Mindestabständen nicht eingebaut werden konnten. Der Ärger, die Rücksendungen und die Verzögerungen hätten sich mit einer fundierten Planung vermieden.
Unser Planungsprozess in 9 Schritten — von der Bedarfsermittlung über die Maßaufnahme vor Ort bis zur Abnahme durch unser eigenes Montageteam — stellt sicher, dass jedes Gerät in der richtigen Größe, mit dem richtigen Anschluss und in der ergonomisch optimalen Position eingebaut wird. Das ist kein Luxus, das ist der Unterschied zwischen einer Küche, die funktioniert, und einer, die Probleme macht.
Übrigens: Bei Lieblingsküchen planen wir nicht nur Küchen — wir gestalten auch Bäder, Wohnbereiche und Hauswirtschaftsräume. Auf Marken-Elektrogeräte, die Sie beim Küchenkauf bei uns erwerben, gilt eine Garantie von 5 Jahren.
Einen ersten Einblick in unsere aktuellen Angebote und Planung finden Sie auch auf unserer Lieblingsküchen-Startseite.
Häufige Fragen zu Herd-Maßen
Welche Standardmaße hat ein Herd?
Die Standardmaße eines Herdes betragen 600 mm Breite, 600 mm Tiefe und 850–870 mm Höhe. Diese Maße gelten für freistehende Standherde und harmonieren mit dem gängigen 600-mm-Küchenmodul. Darüber hinaus existieren Schmalgeräte (500 mm) und Breitgeräte (700 mm, 900 mm) für spezifische Anforderungen. Die Tiefe ist bei nahezu allen Herden konstant bei 600 mm und entspricht der Standardunterschranktiefe. Entscheidend für die Planung ist jedoch immer das im Datenblatt angegebene Nischenmaß, nicht das nominelle Breitenmaß.
Was ist der Unterschied zwischen Gehäusemaß und Nischenmaß?
Das Gehäusemaß ist die tatsächliche äußere Abmessung des Geräts, das Nischenmaß (Einbaumaß) beschreibt den freien Raum, den die Nische in der Küchenzeile mindestens haben muss. Bei einem Standard-Standherd kann das Gehäuse 598 mm breit sein, während das empfohlene Nischenmaß 600–605 mm beträgt, damit das Gerät problemlos ein- und ausgebaut werden kann. Wer Gehäuse- und Nischenmaß verwechselt, riskiert entweder ein klemmendes Gerät oder zu breite Spalte. Das korrekte Nischenmaß steht immer im Einbaudatenblatt des Herstellers.
Welchen Stromanschluss benötigt ein Herd?
Standherde und kombinierte Kochfeld-Backofen-Geräte benötigen in der Regel einen 400-V-Drehstromanschluss über eine Herdanschlussdose, meist mit 3 × 16 A abgesichert. Er ist nicht mit einer normalen Haushaltssteckdose vergleichbar und muss von einem zugelassenen Elektrofachbetrieb installiert werden. Induktionsherde haben häufig einen höheren Anschlusswert als Keramikkochfelder, weshalb der Leitungsquerschnitt vor dem Gerätekauf geprüft werden sollte. In Altbauten kann der Anschluss bereits vorhanden sein — ob er noch ausreichend dimensioniert ist, sollte ein Elektriker bestätigen.
Welchen Mindestabstand muss ein Herd zur Dunstabzugshaube haben?
Der Mindestabstand zwischen Oberkante des Kochfelds und Unterkante der Dunstabzugshaube beträgt bei Elektroherden 650 mm und bei Gasherden 750 mm. Dieser Abstand ist eine Sicherheitsanforderung aus den Einbauvorschriften der Hersteller; maßgeblich ist die jeweilige Einbauanleitung. Auch die Effizienz der Dunstabzugshaube wird bei zu geringem Abstand beeinträchtigt. Wir prüfen diesen Abstand bei jeder Küchenplanung im Studio bereits in der Entwurfsphase.
Kann ich einen 60-cm-Herd ohne Umbau durch ein 90-cm-Gerät ersetzen?
In der Regel ist ein direkter Austausch von 60 cm auf 90 cm ohne Umbaumaßnahmen nicht möglich. Ein 90-cm-Gerät benötigt eine um 300 mm breitere Nische, was bedeutet, dass benachbarte Möbelkorpusse angepasst oder ersetzt werden müssen. Dazu kommt oft ein höherer Strombedarf, der einen stärkeren Elektroanschluss erfordert. In vielen Fällen ist der Wechsel auf ein 70-cm-Gerät ein sinnvollerer Kompromiss. Wir klären das in einem persönlichen Beratungsgespräch schnell und konkret — gerne auch online.
Welche Standardbreite hat ein Herd?
Die Standardbreite eines Herdes beträgt 600 mm (60 cm). Daneben gibt es Geräte mit 500 mm (für kleine Küchen), 700 mm und 900 mm Breite. Die 600-mm-Variante passt in alle gängigen Standard-Küchenzeilen, die auf einem 600-mm-Modulraster basieren.
Welche Höhe hat ein freistehender Standherd?
Die Höhe eines freistehenden Standherd liegt üblicherweise zwischen 850 und 870 mm — passend zur Standardarbeitsfläche von 860 mm. So schließen Kochfeld und benachbarte Arbeitsplatte auf gleicher Höhe ab. Manche Geräte lassen sich über verstellbare Standfüße um wenige Millimeter in der Höhe anpassen.
Was ist der Unterschied zwischen Einbauherd und Standherd bei den Maßen?
Ein Standherd hat feste Gesamtmaße (B × T × H) und wird als Einheit in die Küchenzeile eingeschoben. Ein Einbauherd besteht aus separatem Einbaukochfeld (mit eigenem Ausschnittsmaß in der Arbeitsplatte) und Einbaubackofen (mit Nischenhöhe ca. 585 mm). Die Einzelgeräte bieten mehr Flexibilität bei der Positionierung, erfordern aber separat aufeinander abgestimmte Einbaumaße.
Wie viel Platz braucht ein Herd neben dem Kühlschrank?
Herd und Einbaukühlschrank sollten möglichst nicht direkt nebeneinander stehen. Lässt es sich nicht vermeiden, planen wir nach den Vorgaben der Hersteller ein Trennpanel oder einen Abstandsstreifen ein. Die Wärmeabstrahlung des Herdes kann den Kühlschrank in seiner Energieeffizienz beeinträchtigen. Viele Hersteller empfehlen in ihren Einbauanleitungen explizit einen Wärmedämmstreifen an dieser Seite des Herdgehäuses.
Herdmaße richtig planen — wir begleiten Sie von Anfang an
In unseren Studios in Rostock und Schwerin nehmen wir gemeinsam mit Ihnen alle relevanten Maße auf, planen Ihre Küche bis ins Detail und bauen sie mit unserem eigenen Montageteam ein — mit 5 Jahren Garantie auf beim Küchenkauf erworbene Marken-Elektrogeräte und persönlicher Beratung auf Augenhöhe.











